René Rudorisch, Geschäftsführer der Eispiraten Crimmitschau, würdigt die Begeisterungsfähigkeit des treuen Anhängers. „Er ist mit dem Herzen bei dieser Sportart dabei", beschreibt Rudorisch. Der Eispiraten-Chef hat dabei auf Wunsch von Mario Ebert sogar den Versuch unternommen, dass die Aktion im Guiness-Buch der Rekorde berücksichtigt wird. Aber: Nachdem die Eispiraten eine Anfrage und eine Terminliste an die Rekordzentrale in London geschickt hatten, traf leider eine Absage ein. „Die Sache wurde nicht als rekordverdächtig eingestuft", berichtet Rudorisch. Dabei befindet sich Mario Ebert kurz vor dem Beginn der Eishockey-Weltmeisterschaften, die im Mai in Gelsenkirchen, Köln und Berlin stattfindet, im Rekordfieber. „Zum Eröffnungsspiel ist ein Weltrekordversuch geplant und werden mehr als 70.000 Besucher erwartet. Ich habe mir mit meiner Aktion auch gute Chancen für den Sprung ins Guiness-Buch der Rekorde ausgerechnet", erzählt Mario Ebert.
Der gebürtige Stollberger hat seinen Lebensmittelpunkt mittlerweile in Kulmbach. In der bayerischen Stadt arbeitet der 32-Jährige in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Die Eishockeybegeisterung hat ihn allerdings schon seit der Saison 1993/94 ergriffen. Damals schaute sich Mario Ebert die ersten Partien des ETC Crimmitschau im Sahnpark an. „Beim Eishockey habe ich meine Freiheit kennen gelernt. Ich konnte ohne Vorschriften mein Hobby genießen", erzählt der Fan der schnellsten Mannschaftssportart der Welt. Und in dieser Saison genießt er Eishockey in einer besonderen Form. Mit dem Zug steuert Mario Ebert die verschiedenen Eishallen in Deutschland an. Die Zugverbindungen und Übernachtungsmöglichkeiten bestimmen dabei entscheidend seine Wochenendplanungen. Oftmals findet der 32-Jährige bei Freunden einen Unterschlupf. „Notfalls kann ich aber auch mal in einer Bahnhofsmission einige Stunden schlafen", berichtet der junge Mann. Neben den Partien bei den Eispiraten schaut er am liebsten in Iserlohn und in Heilbronn vorbei. „Dort ist eine tolle Atmosphäre", sagt Ebert, der für seine ehrgeizige Zielsetzung von 150 Partien in einer Saison auch einige Weltmeisterschaftsspiele live verfolgen will. Wie finanziert Mario Ebert das teure Hobby? „Ich muss in der eishockeyfreien Zeit auf Extras verzichten", erklärt er.
(Quelle: www.eispiraten-crimmitschau.de, Text und Foto: Holger Frenzel)