Das einzig schockierende an diesem 48.Spieltag vornweg: Mit 1076 fanden so wenig Zuschauer wie noch nie seit 1990 in einem Ligaheimspiel den Weg in den Sahnpark. Unrühmliches Ergebnis der zuletzt viel zu oft enttäuschenden Leistungen der Crimmitschauer, vor allem vor heimischem Publikum.
Doch zumindest gegen die nun immer mehr in Playdown-Gefahr geratenden Nordlichter gelang den Eispiraten der sechste Heimdreier der Saison. Andre Schietzold netzte bereits in der 7.Minute im Powerplay zum 1:0 ein und hätten die Sachsen eines oder mehr der vier folgenden Überzahlspiele genutzt, so wäre die Führung entsprechend der Spielanteile ausgefallen. So blieb es aber lange Zeit knapp. Zwar hatten die Rot-Weißen stets ein gewisses Übergewicht auf dem Eis, doch mit nur einem Tor Rückstand blieb Bremerhaven im Spiel und konnte seinerseits im 2.Drittel vermehrt in Überzahl agieren. Die überfällig Entscheidung besorgte Michael Schmerda in der 56.Minute, als er einen schönen Spielzug erfolgreich abschloss. Nach 1:3, 2:4 (Pokal), 2:3 und 1:2 langte es also endlich zum ersten Sieg gegen Gunnar Leidborg und sein Team in dieser Saison und Tobias Güttner schaffte in seinem dritten Einsatz für die Crimmitschauer gleich seinen zweiten Shutout.