Daniel Rau bleibt an Bord der Eispiraten Crimmitschau. Der Abwehrmann, der seit 2009 für die Westsachsen spielt, hat seinen Vertrag verlängert. Das teilte der Klub gestern Abend mit. "Ich fühle mich in Crimmitschau heimisch. Wir wollen in der neuen Saison den nächsten Schritt machen und den Einzug in die Play-offs packen", begründete der 29-Jährige die Beweggründe für die Unterschrift unter das neue Arbeitspapier.
Als weiteren wichtigen Aspekt führt er die Zusammenarbeit mit Trainer Fabian Dahlem an. Der Coach hatte Rau schon früher in Kaufbeuren und in Kassel unter seinen Fittichen. "Nach einer durchwachsenen Leistung in der Saison 2010/11 hat sich Daniel Rau zuletzt in den Vordergrund gespielt. Er überzeugte mit einer soliden und zuverlässigen Leistung", fasst Fabian Dahlem zusammen. Er bezeichnet den Verteidiger, der in Kaufbeuren geboren wurde, mittlerweile als "eingefleischten Crimmitschauer". Rau hat schließlich schon 163 Punktspiele (15 Tore, 28 Vorlagen) für den Klub bestritten.
Nachdem sich in der Vergangenheit bei den Eispiraten Crimmitschau in den Sommermonaten stets das Personalkarussell kräftig gedreht hat, setzen die Verantwortlichen nun auf Kontinuität. Daniel Rau ist bereits der neunte Spieler, der seinen Vertrag verlängert hat. Verhandlungen mit einem weiteren Abwehrspieler stehen unmittelbar vor dem Abschluss. "Das beweist, dass sich die Spieler in Crimmitschau wohlfühlen. Die ersten Vertragsverlängerungen haben eine Kettenreaktion ausgelöst", beschreibt Fabian Dahlem, der sich bisher die Dienste von einem Torhüter (Sebastian Albrecht), drei Verteidigern (Patrik Vogl, Daniel Rau, Benjamin Hüfner) und fünf Stürmern (Cameron Keith, Thomas Pielmeier, Lars Grözinger, Hannes Albrecht, Austin Wycisk) gesichert hat. Dadurch sparen die Westsachsen auch die Transfergebühren, die bei 2500 Euro pro Neuzugang liegen würden.
Für die neue Serie, die am 21. September beginnt, können die Crimmitschauer fünf Ausländerlizenzen vergeben. Fabian Dahlem macht keinen Hehl daraus, dass er eine Variante mit einem ausländischen Verteidiger und vier Sturm-Legionären bevorzugt. "Der deutsche Markt gibt nicht so viele Angreifer, die für 20 Tore pro Saison gut sind, her. Wir können aber noch nicht sagen, ob unsere Überlegungen auch aufgehen", sagt der Coach.
Holger Frenzel |