Backcheck – Der Rückblick auf die Englische Woche

Schwuppdiwupp ist so ein Spiele-Marathon rum. Schade eigentlich, denn die Weihnachts-Silvester-Party 2017/18 der Eispiraten war eine der erfolgreichsten der letzten Jahre. 6 Siege aus 7 Spielen, 16 von 21 Punkten geholt. Und zum Abschluss der Sause gab es auch noch reichlich Jagdtrophäen.


Der Auftakt in die Englische Woche war die Auswärtspartie bei den Bayreuth Tigers. Eine undankbare Aufgabe, denn wer Playoff-Kandidat bleiben will, sollte eine Niederlage beim Tabellenvorletzten, der bis dahin seit 14 Spielen auf einen Dreier wartete, tunlichst vermeiden.

Taten die Eispiraten zum Glück auch, wenngleich das Spiel sicherlich keine Chance auf einen Eintrag in die Ahnengalerie der greatest Eispiraten-Spiele ever haben dürfte. Nach mühsamer, aber verdienter 2:0-Führung drehten die Crimmitschauer so ziemlich am Rad und wollten den Tigers das Fell dann doch nicht über die Ohren ziehen. Stattdessen verhalfen sie den Franken zum Ausgleich, den Pizza-Boy Luciani per Doppelpack erzielte.

Doppelpack reichte aber Robbie Czarnik an diesem Abend noch nicht, es musste schon ein Hattrick sein. Scott Allen besorgte den Rest, sodass der Anschlusstreffer der Hausherren zum 3:4 nichts mehr half.



Das erste Gastspiel in Mainhattan war nur Spaß, dachten nicht wenige. Doch die Eispiraten zeigten den Löwen und deren verdutzten Fans, dass man auch mehr als zwei Punkte aus dem Löwenkäfig heraus holen kann. Dabei waren die hessischen Miezen alles andere als zahnlos, doch der (das) bessere Brett im Tor stand diesmal im Tor der Eispiraten. Und dessen Vorderleute zeigten eindrucksvoll, dass man mit weniger Munition auch ein Löwenrudel inklusive eines Jaegers erlegen kann.

Die Frankfurter verballerten ihr ganzes Pulver halt schon im 1. Drittel, brachten aber eben nur 1 Tor zustande. Der doppelte Walsh und Scott Allen drehten das Spiel kurzerhand binnen 10 Minuten im 2. Drittel und der coole Ossi erstickte das Gebrülle der Löwen gleich zu Beginn des letzten Drittels im Keim. Die Frankfurter brauchten dann schon eine doppelte Überzahl, um ihre Krallen nochmal auszufahren, aber was danach kam, war dann doch eher zahm und nach dem Tiger war auch der Löwe erlegt.



Der krönende Abschluss der Eispiraten-Safari konnte nichts Besseres sein als ein Derbysieg gegen Dresden und damit das Eislöwen-Fell.

Es macht in diesen Wochen schon Spass, ein Fan der Eispiraten zu sein und regelmäßig montags auf der Arbeit nicht mehr mitleidig belächelt zu werden. Die lieben Freunde aus dem schönen Elbtal dürfen jetzt mal die Rolle einnehmen, die die Fans der Eispiraten nur zu gut kennen. Dabei hatten die Eispiraten schon Mitleid mit den Eislöwen, denn ansonsten wären diese angesichts der bemitleidenswerten Leistung mit einer Packung zurück ins Tal geschickt worden. Und auch einzelne Spieler hatten Mitleidszüge, so zum Beispiel Brett Kilar, denn ohne sein verschobenes Tor wäre der Puck nicht in die Maschen gegangen und Rupprich und Siddall hätten sich nicht für wenigstens ein paar Augenblicke mal freuen können. Oder auch Scott Allen, der unter dem Rauschebart von Pielmeier die pure Angst gesehen haben muss und diesen nicht nach Strich und Faden vermöbelte.

Auch Franz Steer zog ein Gesicht wie fünf Wochen Regenwetter. Ob er damit die Leistung seines Teams beurteilte oder die „Pfeiferei“ des Schiedsrichterduos, lassen wir mal offen. Vielleicht entzürnte den legitimen Nachfolger von Alpenvulkan Hans Zach auch beides. Uns kann´s egal sein. Wir grinsen einfach bis über beide Ohren, sind schließlich Eispiraten-Fans!


By | 2018-01-09T15:20:59+00:00 Januar 9th, 2018|Eispiraten-News, Rückblick|0 Kommentare