 {"id":13739,"date":"2018-08-29T15:50:26","date_gmt":"2018-08-29T13:50:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.etconline.de\/wp\/?p=13739"},"modified":"2018-08-29T15:47:53","modified_gmt":"2018-08-29T13:47:53","slug":"unterwegs-im-vereinigten-koenigreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.etconline.de\/wp\/index.php\/2018\/08\/29\/unterwegs-im-vereinigten-koenigreich\/","title":{"rendered":"Unterwegs im Vereinigten K\u00f6nigreich"},"content":{"rendered":"<p><em>Schottland \u2013 das steht bei vielen f\u00fcr feinsten Whisky (zurecht), tolle Landschaften mit unb\u00e4ndigen K\u00fcstenz\u00fcgen, Highlands, endlose Seen, vertr\u00e4umte Burgen und Schl\u00f6sser und M\u00e4nner mit R\u00f6cken und Dudelsack. Es ist sportlich international bekannt f\u00fcr Fu\u00dfball (Glasgow Rangers, Celtic Glasgow), als Geburtsst\u00e4tte des Golf (St. Andrews) und die auch in Deutschland immer beliebter werdenden keltischen Highland-Games sind ein schottisches Produkt. Und ja, es gibt auch Eishockey im hohen Norden des Vereinigten K\u00f6nigreichs, wenngleich dies leider nur ein Nischensport geworden ist.<\/em><\/p>\n<h4><em>Sommertheater auch in anderen Ligen<\/em><\/h4>\n<p>So findet man die meisten schottischen Clubs in der Scottish National League, die \u2013 wie der Name schon sagt \u2013 bis auf die geduldeten Nordiren aus Belfast ausschlie\u00dflich in Schottland gespielt wird. Sie stellt im britischen Eishockey die dritte Liga dar. Dar\u00fcber in der zweiten Liga Gro\u00dfbritanniens, der National Ice Hockey League findet man derzeit mit den Solway Sharks aus Dumfries nur ein schottisches Team. Im Eishockey-Oberhaus des Vereinigten K\u00f6nigreichs, der Elite Ice Hockey League (EIHL), nehmen nur noch drei Teams am Ligabetrieb teil, nachdem die Edinburgh Capitals in diesem Jahr nach Vertragsauslauf mit dem Hallenbetreiber pl\u00f6tzlich ohne Spielst\u00e4tte dastanden und sich nach 20 Jahren die Murrayfield Racers neu gr\u00fcndeten und nach dem Motto &#8222;Der Schnellere siegt&#8220; im Murrayfield Ice Rink in Edinburgh ihre Spielst\u00e4tte sicherten. Sommertheater gibt es wohl doch nicht nur in Deutschland!<\/p>\n<h4><em>80j\u00e4hriges Bestehen der Fife Flyers<br \/>\n<\/em><\/h4>\n<p>Gegen einen der drei verbliebenen schottischen Elite-Ligisten treten nun die Eispiraten in einem Testspiel an. Am kommenden Samstag kommt es im kleinen beschaulichen St\u00e4dtchen Kirkcaldy im schottischen Council Fife zum Aufeinandertreffen mit den dortigen Fife Flyers. In der knapp 3.500 Zuschauer fassenden Fife Ice Arena der Hafenstadt an der Ostk\u00fcste tragen die seit 2011 in der h\u00f6chsten britischen Spielklasse spielenden Fife Flyers ihre Spiele aus. Im Jahr 1938 gegr\u00fcndet sind die Schotten damit der \u00e4lteste noch existierende Eishockeyclub des Vereinigten K\u00f6nigreichs.<\/p>\n<p>Die glorreichen Meistertitelzeiten liegen in Kirkcaldy jedoch auch schon \u00fcber 30 Jahre zur\u00fcck, wenn man von den Meistertiteln der zweiten britischen Spielklasse absieht, wo der letzte Titel im Jahr 2004 geholt wurde. Im Jahr 2011 wurden die Flyers nach dem Aus der Newcastle Vipers in die EIHL aufgenommen, wo man sich im Laufe der Jahre tabellenm\u00e4\u00dfig immer im Mittelfeld etablierte.<\/p>\n<p>Schotten und Kanadier pr\u00e4gen das Mannschaftsbild der Flyers, f\u00fcnf Spieler sind in der 50.000-Einwohner-Stadt geboren und haben das Eishockey dort gelernt. Die US-amerikanischen Defender Rick Pinkston und Evan Stoflet k\u00f6nnen auf Erfahrungen in der AHL und ECHL zur\u00fcckgreifen, ebenso wie die kanadischen St\u00fcrmer Paul Crowder und Evan Bloodoff. Die meiste internationale Erfahrung bringt der 26j\u00e4hrige Brett Bulmer aufs Eis, spielte dieser in den vergangenen Jahren neben AHL und ECHL auch in Ilves in der finnischen ersten Liga oder Ingolstadt in der DEL. Auch acht NHL-Eins\u00e4tze f\u00fcr Minnesota kann er in seiner Vita verbuchen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Eispiraten sind die Flyers ein schwer einzusch\u00e4tzender Gegner, denn die EIHL ist im internationalen Vergleich deutlich unter dem Leistungsniveau anderer europ\u00e4ischer Erstligisten. F\u00fcr die Fans ist es allemal ein besonderes Ereignis, zumal es die rot-weisse Anh\u00e4ngerschar in eine kulturell, historisch und landschaftlich erlebenswerte Gegend Europas f\u00fchrt \u2013 vom schottischen Nationalgericht Haggis mal abgesehen (<em>pers\u00f6nliche Meinung des Verfassers<\/em>).<\/p>\n<h4><em>Von der Provinz ins Ballungszentrum<br \/>\n<\/em><\/h4>\n<p>Die Zeit f\u00fcr Sightseeing in Schottland sollten die mitreisenden Fans jedoch vor das Spiel in Kirkcaldy legen, denn bereits einen Tag sp\u00e4ter treten die Eispiraten beim n\u00e4chsten Erstligisten der Insel an, diesmal geht es ins 450 km entfernte Manchester in England. Historisch nicht weniger interessant, aber gegen\u00fcber der schottischen Gem\u00fctlichkeit k\u00f6nnte f\u00fcr den ein oder anderen ein Kulturschock entstehen, denn die Industriestadt im Nordwesten Englands hat mit ihren knapp 600.000 Einwohnern bereits ein Zehntel der Gesamtbev\u00f6lkerung Schottlands.<\/p>\n<h4><em>H\u00f6hen und Tiefen im Nordwesten Englands<br \/>\n<\/em><\/h4>\n<p>Das Eishockey steht auch hier im Schatten des Fu\u00dfballs, spielen doch in Manchester mit United und City zwei der wohl bekanntesten Fu\u00dfballvereine Europas. Im Gegensatz zum Fu\u00dfball sind auch in Manchester die Zeiten des Eishockeyruhmes schon l\u00e4nger her, denn 1995 gegr\u00fcndet spielten die Manchester Storm damals in gr\u00f6\u00dften Arena Gro\u00dfbritanniens und waren jahrelang der Zuschauerkr\u00f6sus der Liga mit durchschnittlich 8.000 Fans pro Spiel. Das mit 17.245 Zuschauern ausverkaufte Spiel gegen Sheffield im Jahr 1997 ist bis heute ein Zuschauerrekord f\u00fcr ein Eishockeyspiel zweier britischer Teams. Und so konnten die Storm im Jahr 1999 einen Meistertitel feiern, lebten dann ein wenig \u00fcber den Verh\u00e4ltnissen und mussten nur 3 Jahre danach auf Grund zu hoher Kosten f\u00fcr ein Topteam der Liga, r\u00fcckl\u00e4ufiger Zuschauerzahlen und hoher Stadionmiete f\u00fcr die riesige Arena den Spielbetrieb einstellen. Nichtsdestotrotz spielt Manchester jetzt wieder in der EIHL in Form des im Jahr 2015 neu gegr\u00fcndeten Vereins Manchester Storm, die mit Neugr\u00fcndung gleich den Platz der aus finanziellen Gr\u00fcnden aus der Liga zur\u00fcck gezogenen Hull Stingrays einnahmen. Und die jetzige Spielst\u00e4tte d\u00fcrfte einem gesunden Spielbetrieb nicht entgegen stehen, denn die Heimst\u00e4tte der Storm, der Altrincham Ice Dome, fasst ca. 2.000 Zuschauer.<\/p>\n<p>Die ersten beiden Jahre in der EIHL fanden sich die Engl\u00e4nder im unteren Tabellenfeld wieder, ehe in der vergangenen Saison der bisher gr\u00f6\u00dfte Erfolg mit der Hauptrunden-Vizemeisterschaft gefeiert werden konnte. Allerdings war dann in den Play-Offs ganz schnell Schluss, hier scheiterten die Gro\u00dfst\u00e4dter \u00fcberraschend am Tabellensiebten aus der Provinz namens Kirkcaldy&#8230;<\/p>\n<p>Insgesamt sind die Storm jedoch st\u00e4rker einzusch\u00e4tzen als die Flyers. Das beginnt bereits im Tor, wo mit Matt Ginn ein AHL-erfahrener Goalie und Jindrich Pacl mit CZ-Nationalmannschafts- und EBEL-Erfahrung das Torh\u00fctergespann bildet. Die St\u00fctzen in der Abwehr bilden der ehemalige britische U20-Nationalspieler Declan Palmer und der Kanadier Harrison Ruopp. Der Sturm ist ein Potpourri mehrerer Nationen, wobei der Kanadier Dane Byers sicherlich als Star der Mannschaft gelten wird, spielte dieser vor seiner Zeit auf er Insel f\u00fcr die K\u00f6lner Haie, Ilves in Finnland und vorher fast 10 Jahre AHL. In diesem Zeitraum kam er auch in der NHL f\u00fcr New York und Columbus zum Einsatz.<\/p>\n<p>Auch hier kann die gegnerische Mannschaft ganz schwer eingesch\u00e4tzt werden. Dennoch wird f\u00fcr die mitreisenden Fans eher das Event der Tour vorrangig sein als die Ergebnisse der Spiele selbst. Inwieweit sich das auch bei der Mannschaft zeigt, werden wir sehen. Auf jeden Fall sollte eine solche Reise zur Teamfindung beitragen, und das ist mit Sicherheit der Hauptgrund, wenn die Mannschaft am Freitag gemeinsam mit einigen Fans ins Flugzeug steigt. Und bei spielerischer Magerkost gibt es f\u00fcr die mitreisenden Fans zumindest in Schottland gen\u00fcgend Auswahl zum Sch\u00f6ntrinken&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schottland \u2013 das steht bei vielen f\u00fcr feinsten Whisky (zurecht), tolle Landschaften mit unb\u00e4ndigen K\u00fcstenz\u00fcgen, Highlands, endlose Seen, vertr\u00e4umte Burgen und Schl\u00f6sser und M\u00e4nner mit R\u00f6cken und Dudelsack. Es ist sportlich international bekannt f\u00fcr Fu\u00dfball (Glasgow Rangers, Celtic Glasgow), als Geburtsst\u00e4tte des Golf (St. Andrews) und die auch in Deutschland immer beliebter werdenden keltischen Highland-Games sind ein schottisches Produkt. Und ja, es gibt auch Eishockey im hohen Norden des Vereinigten K\u00f6nigreichs, wenngleich dies leider nur ein Nischensport geworden ist. 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