DEL 2 – Saison 2025/26 – 37. Spieltag am 20.01.2026
Schiedsrichter: Bastian Steingross, Daniel Kannengießer (Yannick Lindner, Markus Paulick)


Was Bietigheim mit Crimmitschau kann, kann Crimmitschau mit Ravensburg, zumindest war dies das Vorhaben, wenngleich einmal mehr unter schlechten Vorzeichen. Ohne Robin Veber, Louis Brune und Mario Scalzo, dazu ein angeschlagener Christian Schneider im Tor gegen eine Ravensburger Mannschaft, die einen Lauf hat – und einmal mehr zeigte der Minikader von Jussi Tuores, welcher Kampfgeist in ihm steckt…

Kalte Dusche nach 16 Sekunden

Es war angerichtet für einen dieser Abende, die niemand so recht braucht. Dienstag. Minusgrade im Sahnpark. Und ein Banner der Fans, das mit „Dienstagspiele abschaffen“ unmissverständlich klarmachte, was man von diesem Spieltermin hielt. Dazu eine Eispiraten-Mannschaft, die erneut stark ersatzgeschwächt aufs Eis musste. Der Rahmen war alles andere als einladend – und der Auftakt passte leider ins Bild.

Kaum war das Bully gespielt, da mussten die Eispiraten bereits einem Rückstand hinterherlaufen: Nach gerade einmal 16 Sekunden nutzten die Towerstars ihre erste Gelegenheit – ein schneller Pass von Czarnik, ein sauberer Abschluss, und Karlsson traf für Ravensburg zum 0:1. Doch diese frühe Führung sollte die Eispiraten nicht entmutigen. Crimmitschau fing sich schnell, fand ins Spiel und begann, das Tempo zu bestimmen. In der 15. Minute ließ Corey Mackin zwei Gegenspieler wie Amateure aussteigen, paste auf Dylan Wruck, der frei ins Drittel fuhr und den Puck zu Tim McGauley brachte, der mit einem präzisen Abschluss den verdienten Ausgleichstreffer für die Eispiraten erzielte. Nur eine Minute später war es Dylan Wruck, der nach schnellem Konterspiel und starker Vorarbeit von Corey Mackin und Tim McGauley den Puck im gegnerischen Tor versenkte. Der erste Abschnitt endete mit der verdienten Führung für die Hausherren – ein Spiegelbild der Moral, die an diesem Abend nötig war, um den personellen Engpass und die schwierigen Rahmenbedingungen zu meistern.

Kampfbetont und torlos im zweiten Drittel

Das zweite Drittel wurde vom Kampfgeist der Eispiraten geprägt. Ravensburg blieb zwar stets gefährlich und versuchte, sein Spiel aufzuziehen, doch Crimmitschau verteidigte mit höchstem Einsatz. Die Westsachsen boten den Towerstars immer wieder die Stirn, störten früh im Angriffsdrittel und setzten auch selbst Nadelstiche Richtung gegnerisches Tor. In dieser Phase war es besonders die Disziplin in der Defensive und das kühle Abwehrverhalten, die den knappen Vorsprung zu bewahren half. Die Eispiraten blieben in den Zweikämpfen präsent, blockten Schüsse und zwangen die Puzzlestädter zu unpräzisen Abschlüssen. Zwar gab es auch Strafzeiten auf beiden Seiten, doch kein Team konnte diese Überzahlgelegenheiten nutzen – das Spiel blieb spannend und hart umkämpft, aber ohne weitere Treffer. Die Fans, trotz frostiger Temperaturen und dünner Bank, unterstützten ihre Mannschaft unermüdlich.

Worst Case: Corey Mackin verlestzt sich

Das Schlussdrittel entwickelte sich zu einer regelrechten Abnutzungsschlacht, in der sich beide Teams nichts schenkten. Crimmitschau verteidigte den knappen Vorsprung mit viel Herz, während Ravensburg immer wieder Druck ausübte, aber an der kämpferischen Defensivleistung der Hausherren scheiterte. In dieser Phase kam es zu einem weiteren Rückschlag: Corey Mackin, der an diesem Abend der auffälligste Spieler war, wurde im Zweikampf unsanft in die Rippen getroffen und musste die Partie verletzt beenden. Spätere Untersuchungen ergaben, dass sich Mackin eine Oberkörperverletzung zuzog, die ihn für mehrere Wochen außer Gefecht setzen wird – ein bitterer Verlust für die Eispiraten. Zu allem Überfluss gestaltete das Schiedsrichtergespann die Schlussphase zu einem kuriosen Ende: In den letzten Minuten kassierten die Westsachsen mehrere Strafzeiten, die von vielen Fans und Akteuren als unzureichend erklärt und nicht souverän bewertet wurden – die Eispiraten mussten die Schlussminuten in Unterzahl überstehen. Dennoch hielten sie stand und ließen keinen weiteren Treffer mehr zu.

0:1 (00:16) Eric Jinesjö Karlsson (Robbie Czarnik, Mark Rassell)
1:1 (13:53) Tim McGauley (Dylan Wruck, Corey Mackin)
2:1 (15:43) Dylan Wruck (Corey Mackin, Tim McGauley) 


Eispiraten Crimmitschau –  4 Minuten
25:44 – 2 Min. -Sebastian Streu (Haken)
30:17 – 2 Min. – Tim McGauley (Hoher Stock)
31:19 – 2 Min. – Denis Shevyrin (Behinderung)
55:35 – 2 Min. – Tim McGauley (Haken)
57:50 – 2 Min. – Ole Olleff (unsportliches Verhalten) 

Ravensburg Towerstars – 6 Minuten
06:02 – 2 Min. – Robbie Czarnik (Bandencheck)
16:31 – 2 Min. – Alec Alroth (unerlaubter Körperangriff)
37:49 – 2 Min. – Nickolas Latta (Hoher Stock)
43:06 – 2 Min. – Odeen Peter Tufto (zu viele Spieler auf dem Eis)


Eispiraten Crimmitschau
Tor: Christian Schneider (Lex Kasakow) – Abwehr:  Felix Thomas, Adam McCormick, Dominic Walsh, Alexander Schmidt, Ole Olleff, Gregory Kreutzer, Alexander Vladelchtchikov – Angriff: Till Michel, Lars Hamori, Maxim Trepanier, Tim McGauley, Johannes Schmid, Denis Shevyrin, Corey Mackin, Dylan Wruck, Sebastian Streu

Ravensburg Towerstars
Tor: Nico Pertuch (Ilya Sharipov) – Abwehr:  Florin Ketterer, Philipp Mass, Lukas Jung, Denis Pfaffengut, Niklas Hübner, Julian Eichinger  – Angriff: Marvin Schmid, Nickolas Latta, Eric Jinesjö Karlsson, Odeen Peter Tufto, Alec Alroth, Thomas Reichel, Louis Latta, Robbie Czarnik, Ryan Odude, Nicolas Schindler, Luca Hauf, Mark Rassell


1.248


Überzahl: 0.00% (4 Überzahlsituationen / 0 Tore)
Unterzahl: 0.00% (5 Unterzahlsituationen / 0 Gegentore)

Crimmitschau / Ravensburg Towerstars

10/10
4/12 
10/12
24/34