DEL 2 – Saison 2025/26 – 40. Spieltag am 25.01.2026
Schiedsrichter: Achim Moosberger, Tony Engelmann (Michael Huber, Kieran Schuster)


Blaulicht-Tag im Sahnpark – eine inzwischen feste Tradition bei den Eispiraten, mit der die Arbeit haupt- und ehrenamtlicher Einsatzkräfte aus Feuerwehr, Rettungsdiensten, Polizei sowie Pflege und Erziehung gewürdigt wird. Entsprechend stattlich fiel die Kulisse auf den Rängen aus, als es darum ging, Direktkonkurrent Freiburg in die Schranken zu weisen und im engen Rennen um die Pre-Playoff-Plätze wichtige Punkte einzufahren.

Personell blieb die Lage angespannt, auch wenn sich die Situation leicht entspannte. Positiv stach die Rückkehr von Ladislav Zikmund hervor, der nach über zwei Monaten Verletzungspause erstmals wieder im Kader stand. Im Tor setzte Trainer Jussi Tuores erneut auf Kevin Reich, da Christian Schneider dringend eine verletzungsbedingte Pause brauchte. Unter dem Strich war klar: Es würde kein schönes Spiel werden, sondern eines, bei dem das Ergebnis über allem stehen musste.

Chancenplus und der perfekte Konter

Die Eispiraten kamen gut in die Partie und hatten von Beginn an die klareren Chancen. Vor allem über schnelle Umschaltmomente wurde es immer wieder gefährlich, während Freiburg zwar ordentlich mitspielte, aber selten zwingend vor Kevin Reich auftauchte. Die verdiente Führung fiel in der 7. Minute: McGauley stibitzte Ilestedt die Scheibe, leitete den Konter ein und überließ Dylan Wruck den Abschluss. Der Goldhelm (Mackin ist ja weiter verletzt.) blieb eiskalt und schoss den Puck unhaltbar ins Kreuzeck. Danach ließen die Hausherren weitere Möglichkeiten liegen – Trepanier traf die Latte, Brune und Olleff scheiterten mehrfach an Fabian Hegmann, der Freiburg im Spiel hielt. Dass es zur Pause „nur“ 1:0 stand, war aus Freiburger Sicht eher schmeichelhaft.

Freiburg übernimmt das Zepter

Nach der Pause kippte das Spiel. Die Wölfe erhöhten den Druck und schnürten die Eispiraten sogar phasenweise im eigenen Drittel ein. Einige Icings, viele geblockte Schüsse einer guten Defensive und ein starker Kevin Reich prägten diesen Abschnitt. Trotzdem blieben auch die Eispiraten gefährlich: Zikmund arbeitete unermüdlich im Forechecking, Trepanier setzte immer wieder zu Sprints an, doch Hegmann war stets zur Stelle – oder das nötige Scheibenglück fehlte. Torlos ging es in die zweite Pause, mit dem Gefühl: Das knappe 1:0 war alles andere als sicher.

Der späte Nackenschlag und ein Gurkentor zum Happy-End

Im Schlussabschnitt agierten die Eispiraten zunehmend zu passiv. Freiburg übernahm endgültig die Kontrolle und wartete geduldig auf seine Chance und bekam sie geschenkt. In der 57. Minute leisteten sich die Hausherren einen Wechselfehler (sechs Mann auf dem Eis) – die erste Überzahlsituation in einem extrem fairen Spiel. Freiburg nutzte das Powerplay eiskalt: Nach gewonnenem Bully zog Linsenmaier ab, O’Donnell fälschte ab, und der Puck segelte in hohem Bogen über Reich hinweg ins Netz. Sicher glücklich, aber nicht unverdient.

In der Verlängerung hatten zunächst die Gäste mehr vom Spiel. McCallum prüfte Reich, Freiburg wirkte frischer. Doch dann fiel auch den Eispiraten ihr eigenes „Gurkentor“ in den Schoß: Nach einem Querpass von Scalzo versprang Maxim Trepanier die Scheibe, Hegmann und Ilestedt waren sich uneinig – und der nachsetzende Trepanier drückte den Puck zum umjubelten 2:1 über die Linie.

Es war kein spielerischer Leckerbissen, aber ein Sieg, der in der aktuellen Situation Gold wert sein kann. Defensiv standen die Eispiraten über weite Strecken stabil, offensiv ließ man zu viele Chancen liegen und machte es unnötig spannend. Positiv hervorzuheben sind die starke Leistung von Kevin Reich, das gelungene Comeback von Ladislav Zikmund und die weiter ansteigende Form von Maxim Trepanier. Zwei Punkte auf dem Zahnfleisch – und vielleicht genau die, die am Ende den Unterschied machen.

1:0 (13:46) Dylan Wruck (Tim McGauley)
1:1 (57:34) Shawn O´Donnell (Nikolas Linsenmaier, Fabian Ilestedt) PP1 5-4
2:1 (15:43) Maxim Trepanier (Sebastian Streu)


Eispiraten Crimmitschau –  2 Minuten
57:30 – 2 Min. – Ladislav Zikmund (zu viele Spieler auf dem Eis)

Wölfe Freiburg – 10 Minuten
17:15 – 10 Min. – Travis Ewanyk (unsportliches Verhalten / Disziplinarstrafe) 


Eispiraten Crimmitschau
Tor: Kevin Reich (Lex Kasakow) – Abwehr:  Felix Thomas, Adam McCormick, Alexander Schmidt, Ole Olleff, Gregory Kreutzer, Alexander Vladelchtchikov, Mario Scalzo – Angriff: Dominic Walsh, Till Michel, Ladislav Zikmund, Maxim Trepanier, Tim McGauley, Johannes Schmid, Denis Shevyrin, Louis Brune, Dylan Wruck, Sebastian Streu

EHC Freiburg
Tor: Fabian Hegmann (Patrik Cerveny) – Abwehr: Colin Schlenker, David Trinkberger, Niclas Hempel, Petr Heider, Alexander de los Rios, Kilian Kühnhauser – Angriff: Nikolas Linsenmaier, Fabian Ilestedt, Travis Ewanyk, Paul Bechtold, Louis Majher, Christian Kretschmann, Shawn O`Donnell, Eero Elo, Lukas Mühlbauer, Tomas Schwamberger, Lynden McCallum


3.800


Überzahl: 0.00% (0 Überzahlsituationen / 0 Tore)
Unterzahl: 0.00% (1 Unterzahlsituation / 1 Gegentor)

Crimmitschau / Wölfe Freiburg
13/9 
11/8 
10/3
2/1
36/21