DEL 2 – Saison 2025/26 – 44. Spieltag am 10.02.2026
Schiedsrichter: Aleksander Polaczek, Christopher Schadewaldt (Leonie Ernst, Maksim Cepik)


Gregory Kreutzer hatte nach der schmerzhaften Niederlage am Sonntag gegen den EC Bad Nauheim angekündigt, dass von nun an jedes Spiel ein Playoffspiel sei. Wie die Eispiraten sich schlugen, erfahrt ihr hier.

Auftakt nach Maß

Keine drei Minuten waren gespielt, als Felix Noack im Weidener Tor bereits das erste Mal hinter sich greifen musste. Mit einem schönen Pass von hinterm Tor wurde der Crimmitschauer Angreifer im Slot mustergültig bedient und eroberte sich im Nachstochern den Rebound und verwandelte zur frühen Crimmitschauer Führung. Die Crimmitschauer zeigten sich im ersten Drittel bissiger und zweikampfstärker als in den letzten Spielen und ließen den blauen Teufeln wenig Raum zur Entfaltung. Weiden wiederum versuchte die Eispiraten mit einem frühen Forechecking in Bedrängnis zu bringen, doch es gelang nicht den passsicheren Eispiraten die Scheibe zu entreißen und so spielten die Westsachsen weiter konsequent ihr Spiel. Nach Schuss von Streu, nahm Wruck im Slot auf, schoss aus der Drehung und nur mit vereinten Kräften konnten die Weidener den nächsten Gegentreffer verhindern. Crimmitschau stellte immer wieder den Slot zu, so dass die Oberpfälzer auch weiterhin gezwungen waren hart im Slot zu arbeiten und sich kaum auf das eigene Spiel konzentrieren konnten. Gläser gelang es einen Schuss Richtung Reich zu bringen, der gefährlich abgefälscht wurde und knapp das Tor verfehlte. Crimmitschau agierte weiter aus einer sicheren Defensive und so waren Torchancen auf Weidener Seite Mangelware. Louis Brune erhöhte in der 16. Minute für die Eispiraten nach Blueliner von Olleff und nahm den Schuss im Slot auf und schob an Noack zum 0:2 vorbei. Die spielbestimmenden Rot – Weißen erarbeiteten sich immer wieder Chancen und als Tyler Ward sich lediglich mit einem Stockschlag zu helfen wusste, zogen die Eispiraten ein starkes Powerplay auf, ohne die Führung jedoch bis zur Drittelpause weiter erhöhen zu können und so ging es mit einer verdienten Führung in die Pause.

Zähe Kost …

Viel von der Crimmitschauer Herrlichkeit aus dem ersten Drittel blieb nicht. Lediglich 5 magere Torschüsse standen 15 Weidener Torabschlüssen gegenüber und so wogte das Spiel ziemlich eindeutig in Richtung der Blue Devils, die allerdings auch im zweiten Drittel ohne Torerfolg bleiben sollten. Crimmitschau versuchte das Spiel vor dem eigenen Tor eng zu machen und ließ nur wenige gefährliche Schüsse von außen zu und so bissen sich die Teufel ein ums andere Mal die Zähne an der vielbeinigen Abwehr aus.

Tommy Muck versuchte Reich bei freier Sicht zu überwinden, doch der Crimmitschauer Hüter fälschte locker ins Fangnetz ab. Viele Weidener Angriffe folgten, jedoch meist kopf- und konzeptlos, doch die zunehmende Crimmitschauer Passivität überließ den Teufeln zu oft die Kontrolle über das Spielgeschehen. Erst als Maximilian Kolb sich zu einem Beinstellen hinreißen ließ kamen die Piraten gefährlich im Powerplay auf. Am Ende sollte es jedoch bei einer Chance durch Wruck bleiben, welcher knapp am Tor vorbei zog. Danach übernahmen die Blue Devils wieder die Spielkontrolle und Crimmitschau hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn nach der Kombination von Ward auf den völlig allein gelassenen Voyer der Anschlusstreffer gefallen wäre, doch Reich bewahrte hier seine Vorderleute mit einem schönen Schonerblock vor dem Gegentor.  Kurios wurde es in der 37. Minute als Zikmund McGauley im Slot bediente und der im Slot gegen drei Weidener arbeitete, den Puck jedoch nicht versenken konnte. Als der Puck neben das Tor lief, hielt der Weidender Goalie den Schläger in McGauleys Schlittschuh und bekam 2 Minuten, zeitgleich wurde jedoch auch eine Strafe gegen McGauley wegen Behinderung ausgesprochen. Ein merkwürdig anmutender Pfiff, welcher durchaus diskutabel war. Weniger diskutabel war hingegen die Strafe gegen Johannes Schmid in der 37. Minute, der wegen Beinstellen auf der Strafbank Platz nehmen musste. Weiden spielte sich im Powerplay abermals fest, aber Edfelder verschoss freistehend übers Tor und Voyer schlenzte lediglich vorbei. Mit einer weiterhin weißen Weste sollte es also für Crimmitschau in das entscheidende Drittel gehen …

Defensives Bollwerk sichert den Auswärtssieg

Zugegeben – schön war das Spiel am Ende nicht anzusehen, doch die Crimmitschauer verwickelten die Blue Devils im letzten Drittel immer wieder in nervenaufreibende Zweikämpfe und konnten die Spieler, die Weidener Angreifer nicht stoppen, so war da immer noch ein Kevin Reich im Tor.  Dabei schien das Drittel ganz nach den Vorstellungen der Crimmitschauer zu beginnen. Man störte früh den Aufbau und kam selbst zu guten Chancen.

Tim McGauley kombinierte sich in der 45. Minute schön durch, verzog aber aussichtsreich. Johannes Schmid läutete einen 2 auf 2 Angriff ein, scheiterte jedoch an Noack. Das Glück des Tüchtigen hatten die Crimmitschauer jedoch in der 48. Minute als Vogt etwas zu genau zielte und am Pfosten scheiterte. Nachdem Felix Thomas wegen Beinstellen für 2 Minuten pausieren musste, war die Unterzahlformation gefragt. Hierbei stand immer wieder Kevin Reich im Mittelpunkt, der seine Verteidiger bravourös unterstützte. Nach Pass von Muck stand Ward rechts völlig frei, doch Reich verkürzte die Winkel und eroberte den Puck. Auch Gregory Kreutzer nahm den Weidener Angreifern immer wieder Zeit von der Uhr und man merkte den blauen Teufeln die zunehmende Ratlosigkeit an. Zwar suchten die Teufel schneller den Abschluss, aber entweder zielte man zu ungenau, oder die Crimmitschauer störten immer wieder entscheidend. Zweimal hatte Pokorny die Chance zu verkürzen, vergab jedoch kläglich frei stehend indem er zunächst drüber und danach vorbei zielte. Die Vorentscheidung auf dem Schläger hatte Wruck in der 56. Minute als er allein auf Noack zulief, jedoch nur zweiter Sieger gegen den jungen Torhüter blieb. Bis zur 59. Minute arbeitete man sich vor, doch kurz vor Schluss musste Reich doch noch einmal hinter sich greifen. Mit 6 Feldspielern agierend konnte Bohac noch einmal auf 1:2 verkürzen. Die Crimmitschauer jedoch blieben stabil und verteidigten ihren Auswärtssieg mit viel Einsatz.

Fazit: Es war sicher kein Eishockeyschmankerl, aber defensiv arbeiteten die Eispiraten gut und erhielten sich so zu jeder Zeit die Chance auf Punkte, welche letztenendes auch eingefahren wurden. Ein wichtiger Schritt im Kampf um den vorzeitigen Klassenerhalt, jedoch sicherlich noch nicht der Entscheidende. Bereits am Freitag geht es weiter gegen die Eisbären aus Regensburg.


0:1 (02:29) Till Michel (Ole Olleff)
0:2 (15:45) Louis Brune (Ole Olleff)
1:2 (58:58) Dominic Bohac (Cedric Schiemenz) 6-5


Blue Devils Weiden – 6 Minuten
18:34  – 2 Min. –  Tyler Ward (Stockschlag)
27:40 -2 Min. –  Maximilian Kolb (Beinstellen)
36:30 – 2 Min. Felix Noack (Beinstellen)

Eispiraten Crimmitschau –  8 Minuten
36:30- 2 Min. – Tim McGauley (Behinderung)
36:46 – 2 Min. Johannes Schmid (Beinstellen)
47:59 – 2 Min. – Felix Thomas (Halten)
53:45   Min. – Felix Thomas (Beinstellen)


Blue Devils Weiden Tor:  Felix Noack (Conner McLeod) – Abwehr: Tommy Muck, Luis Marusch, Daniel Schwaiger, Dominic Bohac, Maximilian Kolb, Fabian Ribnitzky, Calvin Pokorny – Angriff: Manuel Edfelder, Luca Gläser, Constantin Vogt, Zach Tsekos, Alex – Olivier Voyer, Paul Vinzens. Cedric Schiemenz, Georg Thal, Tom Schwarz, Noah Samanski, Tyler Ward

Eispiraten Crimmitschau Tor: Kevin Reich (Lex Kasakow) – Abwehr:  Felix Thomas, Adam McCormick, Ole Olleff, Gregory Kreutzer, Alexander Vladelchtchikov, Mario Scalzo – Angriff: Till Michel, Alexander Schmidt, Ladislav Zikmund, Tim McGauley, Johannes Schmid, Denis Shevyrin, Louis Brune, Dylan Wruck, Sebastian Streu


1.676


Überzahl: 00.00% (2 Überzahlsituationen / 0 Tore)
Unterzahl: 100% (3 Unterzahlsituationen / 0 Gegentore)


32:28 (5:17, 15:5, 10:4)