DEL 2 – Saison 2025/26 – 39. Spieltag am 23.01.2026
Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Seedo Janssen (Dominic Borger, Jonas Dietrich)


Die einen sagen, es sei das leichteste Spiel der Saison, verletzungsgeplagt beim seit neun Partien verlustpunktfreien Tabellenführer anzutreten (Stichwort Erwartungshaltung), für die anderen ist es das schwerste. Wie würden also die Eispiraten damit umgehen, das Match in Krefeld ohne ihren unumstrittenen Offensivmotor Corey Mackin bestreiten zu müssen? Hatte sich Jussi Tuores wieder etwas überlegt? Und würden die Rot-Weißen in der Lage sein, die sicherlich defensiv geprägten Vorgaben entsprechend umzusetzen? Dabei mittun konnten die zuletzt pausierenden Kevin Reich, Mario Scalzo und Louis Brune, während neben dem schon erwähnten Mackin auch Christian Schneider neu auf der Vermisstenliste auftauchte.  

Torloses, aber spannendes Auftaktdrittel

Zunächst einmal mussten sich die Westsachsen der Krefelder Anfangsoffensive erwehren. Das taten sie aber hervorragend, so daß die Pinguine zwar durchaus mehr Scheibenbesitz verbuchen konnten, aber kaum größere Chancen herausspielten. Die defensive Marschroute der Gäste zog, und es fiel dem offensiven Ausnahmekader der Hausherren schwer, sich wirklich durchzusetzen. Im Gegenteil, mit zunehmender Dauer des Drittels legten die Eispiraten sogar ihre Schüchternheit im Angriff ab und verbuchten bis Minute 20 sogar die leicht besseren Gelegenheiten. Ein Powerplay nach Strafe gegen Köhler half da natürlich auch. Ein starkes erstes Drittel der hervorragend eingestellten Rot-Weißen!

Matsumoto setzt seinen Lauf fort

Das Bild auf dem Eis änderte sich auch im Mittelabschnitt nicht wesentlich. Krefeld spielte jetzt zwar leicht bissiger, konnte auch mehr Torschüsse als in den ersten zwanzig Minuten verzeichnen, doch auch die Gäste blieben mit einigen Nadelstich-Kontern gefährlich. Trotzdem waren es dann doch die Gastgeber, die als erste aufs Scoreboard kamen. Einen sehr optimistischen Aufbaupass ins Getümmel an der Bande fingen die Hausherren ab, und gegen aufrückende Eispiraten spielten sie ihre Klasse aus: ein einziger gut getimter Querpass genügte, die defensive Ordnung Crimmitschaus aufzureißen, und den 2-auf-1-Angriff schloss Matsumoto mit einem straffen Schuss ins untere kurze Eck zum 1:0 ab. Der zehnte Punkt in den letzten acht Spielen für den Altmeister. Nur Sekunden später krachte die Scheibe hinter Kevin Reich an den Pfosten, da hatten die Eispiraten mächtig Glück. Die Pinguine blieben nun im Aufwind, beschäftigten Reich ein ums andere Mal, aber mit zunehmender Spielzeit fanden die Rot-Weißen ihre defensive Ordnung wieder und hielten die Partie beim knappen 1:0 bis zur 40. Minute, auch gegen ein Powerplay der Hausherren.

Nachlassende Kräfte begünstigen Krefelder Erfolg

Der Paukenschlag aus Crimmitschauer Sicht kam gleich zu Beginn des Schlussabschnittes: Adam McCormick erzielte nach gerade einmal 45 Sekunden den Ausgleich. Auf links von Dominic Walsh freigespielt, zielte der Defender ganz genau und überwand Bick zum 1:1. Leider wollte sein Gegenpart als Offensivverteidiger auf Seiten der Gastgeber, Davis Vandane, da nicht zurückstehen. Eine kurze Ablage von Newton brachte der Kanadier aufs Tor von Kevin Reich, und der ließ die Scheibe bei eigentlich freier Sicht passieren. Wie gewonnen, so zerronnen hieß das für die Gäste. Bis Mitte des Schlussdrittels blieb es ein ausgeglichenes Match, aber dann sah man den tapfer kämpfenden Eispiraten doch etwas die nachlassenden Kräfte an. Das war dann auch eine Einladung für die überdurchschnittlich besetzte Krefelder Offensive, und ein Powerplay nach Strafe gegen Kreutzer lenkte die Partie dann in Richtung zehnter Sieg am Stück für die Pinguine: Müller, der übrigens an diesem Abend sein 1000. Profispiel bestritt, hatte das Glück auf seiner Seite, Kevin Reich sah erneut nicht gut aus und ließ den nächsten haltbaren Puck passieren. Jussi Tuores nahm dann seinen Goalie recht zeitig auf die Bank, doch es sollte nicht sein: eine kurze Druckphase der Rot-Weißen blieb ohne Erfolg, und dann setzten Newton und Santos für Krefeld den entscheiden Konter, schoben sich die Scheibe vor dem leeren Tor mehrfach zu und machten mit dem 4:1 letztlich den Deckel auf die Partie.

Es war eine ordentliche Partie der Eispiraten, da gab es für die Krefeld Pinguine sicher einige leichtere Siege in dieser Saison. Vor allem defensiv sah das sehr ordentlich aus, in der Offensive merkte man das Fehler von Corey Mackin deutlich. Wirklich zählen wirds dann am Sonntagnachmittag im heimischen Sahnpark gegen Freiburg. Für die Westsachsen gilt es, eine wirklich gute Saison auf der Schlussgeraden ins Ziel, sprich in die Pre-PlayOff-Ränge, zu bringen, und mit Weiden und Bad Nauheim stehen noch zwei Contender in den Startlöchern, die nur auf die Fehler der Konkurrenz warten, um nochmal einen Run aus den PlayDown-Rängen heraus zu starten. 

 


1:0 (25:13) Jon Matsumoto (Leonhard Korus, Marcel Müller)
1:1 (40:45) Adam McCormick (Dominic Walsh)
2:1 (42:46) Davis Vandane (Max Newton, Matthew Santos)
3:1 (52:04) Marcel Müller (Davis Vandane, Max Newton) PP1 5-4
4:1 (58:22) Max Newton (Matthew Santos, Philipp Gogulla) EN/EQ


Krefeld Pinguine – 6 Minuten
17:58 – 2 Min. – Mick Köhler (Beinstellen)
28:38 – 2 Min. – Jon Matsumoto (Beinstellen)
38:51 – 2 Min. – Adam Payerl (Übertriebene Härte)

Eispiraten Crimmitschau – 6 Minuten
35:51 – 2 Min. – Sebastian Streu (Beinstellen)
38:51 – 2 Min. – Gregory Kreutzer (Übertriebene Härte)
51:40 – 2 Min. – Gregory Kreutzer (Halten)


Krefeld Pinguine
Tor: Felix Bick (Julius Schulte) – Abwehr: Erik Buschmann, Oliver Mebus, Zack Dybowski,  Davis Vandane, Leonard Korus, Mick Köhler – Angriff: Marcel Müller, Jonathan Matsumoto, Daniel Bruch, Max Newton, Tim Schütz, Maximilian Hops, Philip Gogulla, Mark Zengerle, Adam Payerl, Roope Mäkitalo, Jan Nijenhuis, Mathew Santos

Eispiraten Crimmitschau
Tor: Kevin Reich (Lex Kasakow) – Abwehr:  Felix Thomas, Adam McCormick, Alexander Schmidt, Ole Olleff, Gregory Kreutzer, Alexander Vladelchtchikov, Mario Scalzo – Angriff: Dominic Walsh, Till Michel, Maxim Trepanier, Tim McGauley, Johannes Schmid, Denis Shevyrin, Louis Brune, Dylan Wruck, Sebastian Streu


6.009


Überzahl: 0.00% (2 Überzahlsituationen / 0 Tor)
Unterzahl: 50.00% (2 Unterzahlsituation / 1 Gegentor)


Krefeld / Crimmitschau
5/9
14/10
13/11
32/30