DEL 2 – Saison 2025/26 – 41. Spieltag am 01.02.2026
Schiedsrichter: Sirko Hunnius, Bastian Steingross (Vincent Brüggemann, Lukas Pfriem)


Es läuft nicht rund für die Crimmitschauer Eispiraten. Das Verletzungspech bleibt seit Beginn der Saison ein ständiger unerwünschter Begleiter, zuletzt erwischte es Kapitän Dominic Walsh im Training dem Vernehmen nach so schwer, daß man ein Saisonaus des Rekordspielers gern in Kauf nimmt, wenn nur sonst alles wieder heilt. Am Freitag gegen den haushohen Favoriten Kassel spielte das Team sehr ordentlich mit und musste sich nur um ein Glückstor den Huskies geschlagen geben. Und nun ging es am Sonntagnachmittag zu im Aufwind befindlichen Lausitzer Füchsen…

…und im Gegenzug das 1:1

Zu Beginn der Partie drückten zum Erstaunen der Zuschauer im ostsächsischen Fuchsbau erst einmal die Gäste aufs Tempo. Nach nicht einmal zwei Minuten hätte es schon 0:1 stehen können, aber die Rakete von McCormick hinterließ nur ein lautes Pling am Torgestänge. Bis zur Mitte des Durchgangs waren die Eispiraten das bessere Team und belohnten sich endlich auch mit dem Treffer: Denis Shevyrin zog einfach mal aus der Distanz ab, Maxim Trepanier versuchte abzufälschen (was zum Glück nicht gelang, denn dann wäre sicherlich Hoher Stock gepfiffen worden) und Neiße im Füchstor konnte nur zuschauen, wie sich die Scheibe in die Maschen senkte. Durchaus verdient. Aber leider nicht von langer Dauer, denn im direkten Gegenzug fiel der Ausgleich. Einen Stockfehler McCormicks nutzte Theodore zum Alleingang, tanzte auch Reich aus und ließ die Heimfans jubeln. Und danach war es ein anderes Spiel: das Momentum war nun klar auf Seiten der Hausherren, und nachdem sowohl d’Aoust als auch Tripcke noch verpassten, war es schließlich Broda, der einen Konter 26 Sekunden vor Drittelende mit der Rückhand zur 2:1-Pausenführung verwandelte. Mit gerade einmal 6:5 Torschüssen sicher kein Schmankerl von einem Drittel.

Schnelles Tor der Gastgeber und wenig Ideen bei den Gästen

Das nächste wichtige Zeichen, und wiederum zu einem sehr günstigen Zeitpunkt, setzten erneut die Gastgeber: nur zweieinhalb Minuten nach Start des Mittelabschnitts wusste Dosch nicht so recht, wohin mit der Scheibe, und brachte sie aufs Tor. Kevin Reich griff zwar zu, aber nicht so richtig, und so trudelte der Puck zum 3:1 über die Linie. Jede Scheibe aufs Tor ist eine gute Scheibe. Das hatte sich mal wieder bewahrheitet. Während des restlichen Durchgangs waren es dann schon die Gastgeber, die etwas mehr Wind in den Segeln hatten, ohne dabei aber wirklich zu glänzen. Mussten sie aber auch nicht, denn das, was die Eispiraten offensiv anboten, sorgte bei keinem Fuchs für Schweißausbrüche. Ziemlich ideenlos verpufften die meisten Angriffe an der Bande oder nach technischen Fehlern im Nichts, einzig Goldhelm Dylan Wruck strahlte mal wieder die meiste Gefahr aus, aber er stand ziemlich allein auf weiter Flur. Das 3:1 nach 40 Minuten war insofern durchaus ein angemessenes Ergebnis.

Eispiraten brechen ein

Besser wurde es nicht mehr für die Rot-Weißen. Auch wenn Denis Shevyrin mit einem schönen Abfälscher sein zweites Tor des Abends gelang, und kurz darauf die Westsachsen sogar Powerplay spielen durften, war es das dann mit Gästehighlights für den Abend. Weißwasser überstand die Unterzahl schadlos, und mit dem nächsten guten Angriff blies Breitkreuz das Licht auf dem Piratenschiff dann aus. Eine schöne Hereingabe Scheidls drückte er über die Linie zum 4:2. Zwei Powerplays später stand es dann 6:2, Jahnke und Scheidl waren erfolgreich, und die Füchse hatten sich damit in der Tabelle an den Eispiraten vorbeigeschoben. 

Für die Eispiraten gilt es jetzt, schleunigst den Resetbutton zu finden. Sicher: jedes Team würde mit solchen Ausfällen schlingern, aber was nützt es, das jetzt zu bejammern? Bislang ist es noch keinem der Spieler aus den hinteren Reihen gelungen, die neue Quantität an Eiszeit in einen großen Qualitäts-Step umzusetzen. Das Fehler von Männern wie Mackin, Sacher oder Walsh wird nicht annähernd aufgefangen, weil diejenigen, die das Zepter nun in die Hand nehmen sollten, nicht mit adäquater Leistung vorangehen. Hier sind vor allem unsere Kontingentspieler gefragt.

0:1 (09:31) Denis Shevyrin (Gregory Kreutzer)
1:1 (10:00) Christopher Theodore
2:1 (19:34) John Broda (Charlie Jahnke, Lennard Nieleck)
3:1 (22:44) Alexander Dosch (Christopher Theodore)
3:2 (40:16) Denis Shevyrin (Gregory Kreutzer, Mario Scalzo)
4:2 (46:08) Clarke Breitkreuz (Lane Scheidl)
5:2 (53:19) Charlie Jahnke (Lennard Nieleck, Lane Scheidl) PP1 5-4
6:2 (55:04) Lane Scheidl (Adam Brady, Charlie Jahnke) PP1 5-4


Lausitzer Füchse – 10 Minuten
32:28 – 2 Min. – Adam Brady (Stockschlag)
40:27 – 2 Min. – Markus Freis (Behinderung)
53:56 – 2 Min. – John Broda (übertriebene Härte)
57:44 – 2 Min. – Charlie Jahnke (Stockcheck)
58:56 – 2 Min. – Markus Freis (Haken)

Eispiraten Crimmitschau –  16 Minuten
15:05 – 2 Min. – Maxim Trepanier (Behinderung)
32:28 – 2 Min. – Ladislav Zikmund (übertriebene Härte)
37:47 – 2 Min. – Adam McCormick (Stockschlag)
51:56 – 2 Min. – Sebastian Streu (Haken)
53:56 – 2 Min. – Till Michel (übertriebene Härte)
53:56 – 2 Min. – Till Michel (Stockschlag)
60:00 – 2 Min. – Maxim Trepanier (Stockschlag)
60:00 – 2 Min. – Maxim Trepanier (unsportliches Verhalten)

Lausitzer Füchse
Tor:
Lennart Neiße (Pascal Seidel) – Abwehr: Kyle Havlena, Moritz Kretzschmar, Tim Sezemsky, Norwin Panocha, Simon Stowasser, Tim Heyter, Markus Freis – Angriff: Adam Brady, Georgiy Saakyan, Charlie Jahnke, Hannu Tripcke, Alexis D´Aoust, Lane Scheidl, John Broda, Lennard Nieleck, Christopher Theodore, Alexander Dosch, Tom Knobloch, Clarke Breitkreuz

Eispiraten Crimmitschau
Tor: Kevin Reich (Lex Kasakow) – Abwehr:  Felix Thomas, Adam McCormick, Alexander Schmidt, Ole Olleff, Gregory Kreutzer, Alexander Vladelchtchikov, Mario Scalzo – Angriff: Till Michel, Ladislav Zikmund, Maxim Trepanier, Tim McGauley, Johannes Schmid, Robin Veber, Denis Shevyrin, Louis Brune, Dylan Wruck, Sebastian Streu


2.975


Überzahl: 00.00% (3 Überzahlsituationen / 0 Tore)
Unterzahl: 50.00% (4 Unterzahlsituationen / 2 Gegentore)


Lausitzer Füchse 28 : Eispiraten Crimmitschau 24 (6:5, 10:8, 12:11)