INFOS ZUM SPIEL
DEL 2 – Saison 2025/26 – 42. Spieltag am 07.02.2026
Schiedsrichter: Sirko Hunnius, Daniel Todam (Kenneth Englisch, Yannick Müller-Osten)
Hoffen auf das ein oder andere grüne Licht aus dem Lazarett und bloß keine weiteren Verletzungen, so ähnlich dürfte es vor jedem Wochenende in der Eispiratenkabine zugehen. Mit Robin Veber kam ein Spieler zurück in den Kader, aber angesichts der namhaften Ausfälle standen die Eispiraten einmal mehr nur als Außenseiter auf dem Eis…
Doppelschlag der Gäste lässt Schlimmes befürchten
Die Eispiratengingen suchten mit Tempo, aggressivem Forechecking und frühem Abschluss den Weg nach vorn, so dass die Anfangsminuten zunächst den Hausherren gehörten, doch ausgerechnet in dieser Phase schlugen die Gäste zweimal innerhalb von wenigen Augenblicken zu. Rosenheim nutzte einfach zwei Unachtsamkeiten in der Defensive gnadenlos aus und stellte so auf 0:2. Für einen Moment wurde es still im Stadion, die Fans mussten sich erst sammeln, während die Eispiraten kurz geschockt wirkten, aber sich mit jeder Aktion zurück ins Spiel kämpften. Der verdiente Lohn folgte wenig später: Felix Thomas zog von der blauen Linie ab, der Puck ging knapp vorbei und kam mit viel Wucht zurück von der Bande direkt in die Hinterbeine von Autio, der zwar versuchte zu reagieren, aber sich den Puck dabei selbst noch ins Tor schon. Plötzlich war die Halle wieder da – laut, emotional und voll hinter ihrem Team. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Die Eispiraten arbeiteten sich zurück in die Zweikämpfe, spielten wieder mutiger nach vorn und setzten offensive Akzente. In der Schlussphase drückten die Westsachsen auf den Ausgleich, doch es blieb beim knappen Rückstand zur ersten Pause. Ein Drittel mit Höhen und Tiefen, das vor allem zeigte, wie schnell sich ein Spiel drehen kann.
Mit Kampf und Willen zum Ausgleich
Was im ersten Abschnitt begann, setzten die Eispiraten im Mittelabschnitt konsequent fort. Das Team von Jussi Tuores war im Spiel, mit hohem Tempo, viel Körperspiel und deutlich mehr Scheibenbesitz übernahmen sie zunehmend die Kontrolle. Die Mannschaft wirkte entschlossen, den Rückstand nicht nur aufzuholen, sondern das Spiel komplett zu drehen. Dylan Wruck legte einen Spitzenpass auf Maxim Trepanier Trepanier, der den Puck aufnahm, die Rosenheimer Defensive überlief und mit einem Strich ins kurze Kreuzeck traf. Crimmitschau spielte nun mit breiter Brust, gewann Zweikämpfe an der Bande und kam immer wieder gefährlich vor das Tor der Starbulls. In dieser Phase lag die Führung förmlich in der Luft. Mehrere gute Möglichkeiten blieben jedoch ungenutzt – entweder fehlte die letzte Präzision oder Rosenheims Defensive und Goalie Autio verhinderten den Rückstand. Die Eispiraten dominierten über weite Strecken das zweite Drittel, Rsoenheim hätte sich nicht über einen Rückstand zur Pause beschweren dürfen.
Frühes Gegentor und Empty-Netter lassen Gäste jubeln
Im Schlussdrittel erwischten diesmal die Gäste den besseren Moment: Rosenheim nutzte nach nur wenigen Sekunden einen schnellen Konter konsequent aus und Sarault erzielte die erneute Führung für die Oberbayern. Für die Eispiraten bedeutete das einen erneuten Rückschlag, doch Aufgeben war keine Option. Crimmitschau drängte auf den Ausgleich, spielte offensiver und investierte vielKraft und Energie, doch entweder fehlte das Quäntchen Glück oder die entscheidende Aktion vor dem Tor. Mit jeder verstrichenen Minute wuchs der Druck – und auch die Nervosität. In der Schlussphase setzten die Eispiraten alles auf eine Karte, Kevin Reich wurde zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis genommen, um den Ausgleich zu erzwingen. Doch statt des ersehnten Treffers fiel die endgültige Entscheidung auf der anderen Seite: Rosenheims Shanna nahm die Scheibe hinter dem eigenen Tor auf, lupfte sie über das gesamte Spielfeld ins leere Tor und machte in der Schlussminute den Deckel auf die Partie. Mit der Schlusssirene brachten die Fans der Eispiraten zwar Enttäuschung, aber auch Respekt für ihr Team, das bis zum Ende alles gegeben hatte. Mit dieser Leistung ist definitiv in Bad Nauheim nichts unmöglich.
TORE
0:1 (05:18) Luigi Calce (Dominik Tiffels, Shane Hanna)
0:2 (06:32) C.J. Stretch (Ville Järvelainen, Lukas Laub)
1:2 (07:37) Felix Thomas
2:2 (21:31) Maxim Trepanier (Dylan Wruck)
2:3 (40:33) Charlie Sarault (Lewis Zerter-Gossage, Scott Feser)
2:4 (59:47) Shane Hanna ENG
STRAFMINUTEN
Eispiraten Crimmitschau – 4 Minuten
15:04 – 2 Min. – Maxim Trepanier (Stockschlag)
23:59 – 2 Min. – Sebastian Streu (Haken)
Starbulls Rosenheim – 6 Minuten
27:53 – 2 Min. – Fabien Dietz (Halten)
50:15 – 2 Min. – Jordan Taupert (Haken)
57:15 – 2 Min. – Dominik Tiffels (Beinstellen)
AUFSTELLUNG
Eispiraten Crimmitschau
Tor: Kevin Reich (Lex Kasakow) – Abwehr: Felix Thomas, Adam McCormick, Ole Olleff, Gregory Kreutzer, Denis Shevyrin, Mario Scalzo – Angriff: Till Michel, Alexander Schmidt, Ladislav Zikmund, Maxim Trepanier, Tim McGauley, Johannes Schmid, Robin Veber, Alexander Vladelchtchikov, Louis Brune, Dylan Wruck, Sebastian Streu
Starbulls Rosenheim
Tor: Oskar Autio (Louis Müller)– Abwehr: Dominik Tiffels, Lars Bosecker, Maximilian Adam, Tobias Beck, Leon van der Linde, Shane Hanna, Maximilian Vollmayer – Angriff: Lukas Laub, Michael Musin, C.J.Stretch, Johannes Achat, Ville Järvelainen, Dominik Kolb, Lewis Zerter-Gossage, Charlie Sarault, Jordan Taupert, Scott Feser, Fabian Dietz, Luigi Calce
ZUSCHAUER
1.917
SPECIAL TEAMS CRIMMITSCHAU
Überzahl: 0.00% (3 Überzahlsituationen / 0 Tore)
Unterzahl: 100.00% (2 Unterzahlsituation / 0 Gegentor)
TORSCHÜSSE
32:31 (11:16, 11:6, 10:9)