DEL 2 – Saison 2025/26 – 52. Spieltag am 08.03.2026
Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Tim Heffner (Denis Menz, Roman Jung)


Saison-Halali und die Eispiraten konnten ganz entspannt ins Breisgau fahren, denn das vor einer Woche noch denkbar schlechteste Szenario mit Punktekampf um den rettenden Strich in Freiburg blieb dank der Pflichtsiege der Westsachsen gegen Kaufbeuren und Weiden aus. So galt es, verletzungsfrei zu bleiben und die Pre-Playoffs in den Fokus zu stellen…

Ganz so gemächlich ging es nicht zu

Wer eine Tu-mir-nichts-und-ich-tu-Dir-nichts-Partie erwartet hatte, musste seine Voraussagen recht schnell mit der Realität abgleichen. Trotz der für beide Teams vor dem letzten Spieltag zementierten Plätze 11 und 10 ging es doch recht flott zu auf dem Eis, so daß beide Goalies, Fabian Hegmann auf Freiburger und Christian Schneider auf Crimmitschauer Seite gut zu tun bekamen. Vor allem zu Beginn der Partie aber hauptsächlich Schneider, denn Freiburg blies sofort zum Angriff, immerhin gab es ja für die Wölfe noch die Möglichkeit, sich mehr als 20 Punkte Vorsprung auf Kaufbeuren zu erspielen und damit ordentlich Bonus in die Playdowns mitzunehmen. Nach sieben, acht Minuten spielten sich dann auch die Rot-Weißen etwas frei, ein Powerplay half dabei, den Druck der Hausherren aus der Partie zu nehmen, gefährlich war es aber nicht. Gegen Ende des Drittels zogen dann die Gastgeber nochmals an, und das auch mit Erfolg: den zweiten Abpraller drückte Billich über die Linie, und die knappe Führung war durchaus verdient. Allerdings gab es dann noch ein zweites Powerplay für die Eispiraten, und diese sagten danke und netzten zum 1:1. Tim Lutz fälschte einen Schuss von Sebastian Streu ab. Pausenstand 1:1, und auch wenn die im Breisgau gezählten 22:7 Torschüsse ein wenig sehr durch die Vereinsbrille gezählt wirkten, war das für die Eispiraten ein glückliches Ergebnis.

Mitteldrittel so mittelgut

Der mittlere Abschnitt wurde dann chancentechnisch doch etwas behäbiger, beide Teams standen defensiv recht konzentriert, und die Gelegenheiten zum Torerfolg konnte man an einer Hand abzählen. Einzig bei Überzahlspielen sah es mal etwas griffiger aus, aber ansonsten passierte bis zur 30. Minute wirklich nicht viel. In dieser gab es dann ein solches Powerplay, und damit auch mehr Gefahr für Christian Schneider: Ventelä hatte viel zu viel Platz, legte sich die Scheibe zurecht und fand O’Donnells Schläger, der somit das 2:1 erzielte. Das hielt auch so bis Minute 40, und das passte auch zum auf dem Eis Dargebotenen.

Michel gleicht aus und belohnt sich für ein gutes Spiel

Im Schlussabschnitt nahm die Partie dann doch noch einmal Fahrt auf. Waren es in den ersten Minuten die Gastgeber, die sich mehrfach an Schneider die Zähne ausbissen, kamen ab der 50. Minute die Gäste immer mehr zum Zuge. Mehrere Dauerdrucksituationen ließen schon auf den Ausgleich hoffen, der dann auch tatsächlich kam. Von Neuzugang Ben Corbeil prima bedient, versenkte Till Michel die Scheibe links oben zum 2:2 und belohnte sich damit für ein recht auffälliges Spiel. Freiburg reagierte etwas angefressen und wollte sich die drei Punkte wiederholen, aber ein bärenstarker Schneider hatte immer wieder etwas dagegen. Das bedeutete Verlängerung, und hier bekamen die Eispiraten, wie schon in Ravensburg, den Zusatzpunkt auf dem Silbertablett präsentiert, nachdem McCallum auf die Strafbank musste. Aber, wieder wie schon in Ravensburg, konnten die Rot-Weißen dieses Powerplay in der Overtime nicht nutzen, und so war es Freiburgs Goldhelm Ilestedt vorbehalten, mit einer Einzelleistung ein paar Sekunden vor dem Penaltyschiessen das 3:2 einzutüten.

Das Wichtigste: es scheint sich keiner verletzt zu haben, so daß ab Mittwoch die sächsischen Spiele in Weißwasser beginnen können. Die Eispiraten werden sicherlich ein paar Gänge zulegen (müssen), wollen sie bei den in ganz starker Form befindlichen Füchsen etwas reißen. Aber da sind wir ganz zuversichtlich.

1:0 (17:16) Christian Billich (Tomas Schwamberger, David Trinkberger)
1:1 (18:34) Sebastian Streu (Tim Lutz, Louis Brune) PP1 5-4
2:1 (29:21) Shawn O´Donell (Sami Ventelä, Fabian Ilestedt) PP1 5-4
2:2 (52:08) Till Michel (Benjamin Corbeil, Ole Olleff) 
3:2 (64:48) Fabian Ilestedt 3-3


EHC Freiburg – 10 Minuten
06:17 – 2 Min. – Christian Kretschmann (Behinderung)
18:07 – 2 Min. – Lynden McCallum (zu viele Spieler auf dem Eis)
35:56 – 2 Min. – David Trinkberger (Stockschlag)
52:40 – 2 Min. – Lukas Mühlbauer (übertriebene Härte)
61:06 – 2 Min. – Lynden McCallum (Beinstellen)

Eispiraten Crimmitschau –  6 Minuten
19:35 – 2 Min. – Denis Shevyrin (Haken)
28:48 – 2 Min. – Tim Lutz (zu viele Spieler auf dem Eis)
52:40 – 2 Min. – Gregory Kreutzer (übertriebene Härte)


EHC Freiburg
Tor: Fabian Hegmann (Patrik Cerveny) – Abwehr: Sameli Ventelä, Colin Schlenker, David Trinkberger, Niclas Hempel, Alexander de los Rios, Kilian Kühnhauser, Spencer Berry – Angriff: Fabian Ilestedt, Lynden McCallum, Travis Ewanyk, Paul Bechtold, Thore Weyrauch, Louis Majher, Christian Kretschmann, Shawn O`Donnell, Christian Billich, Lukas Mühlbauer, Tomas Schwamberger, Christoph Kiefersauer

Eispiraten Crimmitschau
Tor: Christian Schneider (Nick Jordan Vieregge) – Abwehr: Adam McCormick, Alexander Schmidt, Ole Olleff, Finn Fuchs, Gregory Kreutzer, Alexander Vladelchtchikov – Angriff:  Till Michel, Tim Lutz, Tim McGauley, Johannes Schmid, Philipp Kuhnekath, Benjamin Corbeil, Denis Shevyrin, Justin Büsing, Corey Mackin, Louis Brune, Dylan Wruck, Sebastian Streu


2.602


Überzahl: 25.00% (4 Überzahlsituationen / 1 Tore)
Unterzahl: 50.00% (2 Unterzahlsituation / 1 Gegentor)


54:23 (22:7, 10:6, 19:7, 3:3)