Mit der Verpflichtung von Sebastian Streu in der Woche und der Rückkehr vo Mario Scalzo entspannte sich die Verletztensituation etwas im Sahnpark vor dem lang ersehnten ersten Auftritt des Traditionsklubs Düsseldorfer EG im Sahnpark. Diese waren durchaus bemüht, die Heimniederlage vor zwei Wochen mit einem Sieg im Sahnpark auszubügeln, doch einmal mehr effektive und giftig auftretende Eispiraten ließen den Traum platzen… 

Walsh lässt Sahnpark jubeln

Es entwickelte sich sofort ein schnelles Spiel ohne große Unterbrechungen, die erste Torgefahr brachte Neuzugang Sebastian Streu, Lunemann im Tor der DEG reagierte aber aufmerksam. Nachdem Corey Mackin erfolgreich einem Gegenspieler den Puck abnahm, verpuffte der Konter leider, da er den Puck nicht richtig unter Kontrolle brachte. Die DEG antwortete mit dem ersten Angriff, Hirano prüfte Kevin Reich und nur wenig später war es erneut Hirano im Slot mit freier Schussbahn, er verfehlte aber das lange Kreuzeck. Dies läutete eine fast drei Minuten lange Druckphase der Gäste ein und die Eispiraten retteten sich ins Powerbreak, um danach eineBefreiung und Wechselmöglichkeit zu bekommen. Anschließend holten sich die Eispiraten die Spielanteile zurück, Tim McGauley und Gregory Kreutzer versuchten es mit Schüssen, doch Lunemann blieb der sichere Rückhalt. Auf der Gegenseite blockte Justin Büsing seinen Gegenspieler Faber, die trudelnde Scheibe sicherte Kevin Reich. In der Schlussphase des ersten Drittels zogen die Westsachsen nochmal das Tempo an, Adam McCormick setzte sich stark in Szene, schoss und Dylan Wruck schob den Rebound entlang der Torlinie durch den Torraum. Kurz vor der Sirene sollte dann doch der verdiente Treffer fallen, erneut war es Adam McCormick, der sich an der Bande durchsetzte und Dominic Walsh im Slot fand, der Topscorer überwand Lunemann überlegt mit der Rückhand und sorgte für den ersten Torschrei im Stadion.

Videobeweise und Verletzungen bremsen Spielfluss

Das zweite Drittel begann für die DEG mit einem Powerplay, nachdem Ole Olleff auf die Strafbank musste. Hier versuchten es die Rheinländer mit vielen Schlagschüssen auf Kevin Reich, doch der hielt die Scheiben und ließ keine Nachschüsse zu. Kurz darauf landete ein Schläger im Gesicht von Mirko Sacher, in der Folge brannte es zweimal lichterloh vor Lunemann durch Adam McCormick und Dominic Walsh, doch auch der junge Düsseldorfer Goalie hielt dem Druck stand. Danach standen leider andere Dinge im Vordergrund: Denis Shevyrin und Erik Brown leiferten sich ein Laufduell, Brown verlor beim Bremsen die Stabilität und knallte kopfüber in die Bande, was sehr unglücklich und gefährlich aussah, ein richtiges Foul war nicht erkennbar, da Brown ohne Berührung von Shevyrin selbst die Kontrolle beim Bremsen verlor, dennoch war der Arm des Schiedsrichters oben und der Crimmitschauer musste auf die Strafbank, das Strafmaß blieb nach Videobeweis bei 2 Minuten, denn eine ausgesprochene Strafe darf nur dahingehend überprüft werden, wie hoch sie ausfällt. Brown konnte glücklicherweise weiter spielen, die DEG kam in der Folge zu einigen wenigen Chancen und kaum waren die Eispiraten komplett, war es erneut Denis Shevyrin, der dem wegrutschenden Quaas nicht mehr ausweichen konnte und dessen Kopf erst an das Knie und dann hart aufs Eis prallte. Völlig benommen blieb Quaas liegen und musste per Trage vom Eis gebracht werden. Erneut nahmen die Schiedsrichter den Videobeweis in Anspruch und erkannten auch hier keine strafwürdige Aktion. Danach spielten beide Teams mit angezogener Handbremse, richtiger Spielfluss kam erst gegen Ende des Drittels wieder zu Stande. Diese Phase läutete Tim McGauley ein, er scheiterte aber im Alleingang an Lunemann. Das es nicht beim Ein-Tore-Rückstand für Düsseldorf blieb, lag an Clarke, der den Puck über die Bande beförderte und damit eine Strafe wegen Spielverzögerung erhielt, was auch beim dritten Videobeweis in diesem Drittel bestätigt wurde. Hier dauerte es nicht lange, die Westsachsen legten sich die DEG zurecht und Dominic Walsh ging vors Tor und setzte seinen eigenen Rebound ins Netz zum 2:0-Pausenstand.

Eispiraten kontrollieren Spiel und Gegner

Die ersten beiden Minuten des Schlussdrittels kam die DEG nochmal gefährlich auf, allerdings setzte es früh die Vorentscheidung, nachdem Louis Brune von Felix Thomas toll in Szene gesetzt wurde und nach einem schnellen Konter den Puck ins lange Eck schickte. Der 150 Gästefans umfangende Block wurde jetzt leiser, während es im Sahnpakr insgesamt lauter wurde, wo die rot-weiße Führung gefeiert wurde. Crimmitschau übernahm die Kontrolle, ließ Düsseldorf kommen, blieb aber eng am Mann, so dass Kevin Reich zwar ab und an eingreifen musste, aber nicht zwingend gefährliche Aktionen zu entschärfen hatte. Lunemann gegenüber musste bei den jetzt immer häufiger ermöglichten Kontern aufpassen, beide Keeper hatten gut zu tun. Für einen kurzen Hoffnungsschimmer und kleinen Jubel im Düsseldorfer Gästeblock sorgte Tosto in einer unaufmerksamen Situation auf Seiten der Eispiraten, sein Schuss aufs kurze Kreuzeck schlug über der Schulter von Kevin Reich ein. Doch die Freude ließen die Eispiraten nur kurz aufkommen, Louis Brune machte mit dem zweiten Treffer am Abend den Deckel auf die Partie nach toller Vorarbeit vom in allen Belangen auffälligen Denis Shevyrin, der wie immer ein Vorbild in Sachen Einsatz und Kampfeswille war. Sekunden vor Schluss brantten bei Linden und Hirano die Sicherungen durch, Ole Olleff zeigte dem Japaner im Düsseldorfer Team, wo im Sahnpark der Hammer fliegt. Damit endete ein denkwürdiger Abend und die Eispiraten holten sich im dritten Spiel bereits den zweiten Sieg gegen die DEG, Grundlage waren ein bärenstarker Kevin Reich sowie die ligaweit beste Effizienz beim Torschuss.