Heimspielauftakt im Jahr 2026 und niemand anderes, als der Tabellenprimus präsentierte sich im heimischen Sahnpark. Die Eispiraten mit dem guten Vorsatz weiterhin die Heimmacht zu bleiben?

Krefelder Stolpertor erwischt Crimmitschau kalt

In einem über große Teile ausgeglichenen Drittel zeigten die Krefeld Pinguine die größere Kaltschnäuzigkeit bei ihrem ersten Treffer. Nachdem David Vandane in der ersten Minute bereits ein kleines Warnsignal in Richtung des Crimmitschauer Tores sendete, entwickelte sich im weiteren Verlauf eine Partie auf Augenhöhe. Corey Mackin kreierte in der 4. Minute die erste nennenswerte Chance, der Crimmitschauer Offensive, als er einen Pass von der Grundlinie zu Trepanier spielte, dieser jedoch über den Puck schlug und die Chance verpuffte. Im Anschluss konterte Dominic Walsh sich bis ins Krefelder Verteidigungsdrittel, wurde jedoch unsanft gestoppt. Im anschließenden Konter zeigten sich die Crimmitschauer zu langsam in der Rückwärtsbewegung und so sah sich Alexander Vladelchtchikov Max Newton, Erik Buschmann und David Vandane gegenüber. Auch wenn der junge Verteidiger noch versuchte den Querpass zu verhindern, musste Schneider eingreifen, den Schuss von Buschmann konnte der Schlussmann noch mit dem Schoner stoppen, das Nachsetzen von David Vandane bedeutete jedoch die strittige Führung für die Gäste. (7. Minute). Mit der Führung im Rücken lief es beim Ligaprimus etwas runder, man kombinierte sich zielstrebiger vor das Tor und die Crimmitschauer bekamen mehr in der Defensivzone zu tun. Die wenigen Crimmitschauer Chancen wurden meist unterbunden, oder durch technische Fehler nicht zielstrebig genug beendet. Beide Teams spielten bis zum Drittelende auf Augenhöhe und Christian Schneider musste lediglich in der letzten Minute des Drittels noch einmal sein ganzes Können aufbieten, als er einen Doppelpass zwischen Newton und Vandane stoppte, obgleich er bereits in der Bewegung zum anderen Pfosten war. Mit diesem Fanghandsave retteten sich die Crimmitschauer in die Drittelpause.

Ausgeglichenes Drittel mit Lucky Bounce

Beide Mannschaften agierten auch im zweiten Drittel defensiv und waren darauf bedacht die Fehler auf ein Minimum zu beschränken. Zum Drittelauftakt war die Crimmitschauer Abwehr bereits äußerst aufmerksam und blockte zwei schnelle Krefelder Angriffe konsequent weg. Corey Mackin erarbeitete sich im Anschluss nach schöner Kombination die Chance zum Abschluss blieb jedoch glücklos. Weiterhin erspielten sich die Teams Chancen auf beiden Seiten, zunächst scheiterte Buschmann an Schneider, der sich ganz breit machte und im Gegenzug parierte Bick einen verdeckten Schuss von Veber. Schwer durchatmen mussten die Crimmitschauer jedoch, als der geschlagene Schneider den Puck bereits hinter sich entlang fliegen sah, Krefeld jedoch nicht vollenden konnte und die Abwehr letztenendes die Gefahr bereinigte. Krefeld erspielte sich nun ein leichtes Übergewicht, ohne jedoch zwingend vor dem Tor aufzutauchen. Erst ein Schuss von Brune von rechts außen sollte wieder etwas mehr Schwung in die Partie bringen, denn der Abpraller sprang an einen Krefelder Verteidiger und landete so hinter Bick. (33. Minute) Die Eispiraten versuchten die Gunst der Stunde zu nutzen. Vebers Pass in den Slot verfehlte die Kelle von Streu nur knapp und auch Sheyvrin setzte mit seinem Schuss aus dem Halbfeld wichtige Akzente, blieb jedoch glücklos. Newton forderte Schneider mit einem Konter zum Tanz, doch Scalzo verhinderte strafwürdig den Abschluss mit einem Stockschlag und so kam der Ligaprimus erstmalig am Abend zum Überzahlspiel. Vandance und Müller hatten hier die Chance einzunetzen, doch Schneider blieb weiterhin aufmerksam. Krefeld ließ das Powerplay verstreichen und die Crimmitschauer gingen mit einem verdienten 1:1 in die Pause.

Santos der Eispiratenschreck

So tapfer die Crimmitschauer auch kämpften, am Ende sollte es nicht zum Sieg reichen. Beide Teams starteten abermals abwartend in das Drittel und so ergaben sich wenig zwingenswerte Szenen. Schneider entschärfte einen Schuss von Vandane bei freier Sicht und die Crimmitschauer rannten sich immer wieder an der Bande und den zweikampfstarken Krefeldern fest. In der 44. Minute spielte Santos einen eher halbherzigen Schlenzer vorbei an Freund und Gegner und die Scheibe landete am langen Pfosten auf dem Schläger vom völlig frei stehenden Dybowski. Dieser ließ sich nicht zwei Mal bitten und überwand den Schlussmann zum 1:2. (44. Minute). Die Crimmtitschauer suchten die schnelle Antwort und Veber prüfte Bick aus der Drehung, der jedoch Sieger blieb. Im weiteren Verlauf des Drittels sollten die Schiedsrichter mehr in den Mittelpunkt rutschen. Nach einem intensiv geführten Zweikampf hob Newton den Schläger von Brune an und wurde dabei im Gesicht getroffen. Die Entscheidung der Schiedsrichter? 2+2 für Brune und 2 Minuten für Newton. Die anschließende Unterzahl überstanden die Crimmitschauer schadlos und hatten arge Schwierigkeiten weiterhin offensiv Nennenswertes zu kreieren. Zu abgeklärt spielten die Pinguine in der Defensive. Im Anschluss hätte Krefeld die Führung ausbauen müssen, doch der Schuss von Müller landete am Außennetz und einen Abpraller nach Pfostenschuss konnte Nijenhuis nicht verwerten. Kurz vor Schluss bot sich doch noch einmal die unerwartete Chance für Crimmitschau das Spiel auszugleichen. Leonhard Korus wanderte 5 Minuten vor Schluss wegen Behinderung auf die Strafbank. Die erspielten Chancen landeten jedoch stets in der vielbeinigen Krefelder Abwehr oder bei Felix Bick. McGauley versuchte es aus spitzem Winkel, Trepanier ließ die Chance zum Abschluss liegen und so plätscherte die Partie dahin. Jussi Tuores nahm im Anschluss Schneider aus dem Tor und als Santos nur noch unfair bei seinem Konter auf das verwaiste Tor gestoppt werden konnte, entschieden die Schiedsrichter auf technisches Tor und Santos entschied das Spiel mit dem Siegtreffer zum 1:3.

Fazit

Lange konnte man dem Ligaprimus Paroli bieten, ohne offensiv jedoch wirklich zwingende Chancen zu erspielen. Am Ende ist der Sieg der Pinguine verdient, weil der Sturm der Eispiraten einem lauen Lüftchen glich und die Defensive den Angriffen der Krefelder nicht mehr standhalten konnte. Die Eispiraten spielen am 11.01.2026 ihr nächstes Spiel, wenn es gegen die Eisbären aus Regensburg geht.