In den letzten Wochen schob sich ein bis dahin völlig überraschend auf den Playdown-Rängen befindliches Team so langsam aus der Gefahrenzone, die Rede ist von den Towerstars Ravensburg, auf welche die Eispiraten in der englischen Woche zum ungeliebten Dienstagsspiel treffen.


Grund dafür ist die offenbar gefundene Form in Oberschwaben, immerhin 12 Punkte wurden im neuen Jahr bereits gesammelt, davon – Achtung Eispiraten – ganze 8 Punkte in der Fremde, die Towerstars sind auswärts im Jahr 2026 noch ungeschlagen.

Zum Ende des vergangenen Jahres glich man mit vielen Gegentoren noch einer Schießbude, allerdings haben sich die Goalies Ilya Sharipov (26 Sp, 3.17 GT/Sp, 88.12%, 1 SO), Nico Wiens (3 Sp, 0.99 GT/Sp, 95.45%, 1 SO) und Nico Pertuch (12 Sp, 2.86 GT/Sp, 87.73%, 0 SO) erheblich gesteigert und dazu beigetragen, dass man sich in Sachen Gegentoren nunmehr im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt hat.

Auch die Abwehr verdient nun so langsam den Namen, mit Simon Sezemsky (29 Sp, 3+10) ist allerdings eine Stütze in der Abwehr aktuell verletzt, so dass Julian Eichinger (36 Sp, 1+12), Denis Pfaffengut (31 Sp, 1+10) und Florin Ketterer (24 Sp, 0+10) die Abwehr führen. Von den jungen Spielern haben sich Philipp Mass (31 Sp, 1+7) und Ryan Odude (34 Sp, 0+60) ordentlich gesteigert.

Der Sturm der Ravensburger hat insgesamt bisher 195 Punkte auf dem Konto, eine Zahl, die so erst einmal nicht ungewöhnlich ist, wenn sich nicht davon 83 Punkte auf 13 Stürmer verteilen würden und der Rest von ganzen 112 auf das Konto der ersten Garde um Erik Jinesjö Karlsson (SWE, 32 Sp, 9+24), Robbie Czarnik (USA, 35 Sp, 20+18) und Mark Rassell (CAN, 36 Sp, 27+14) gehen würden.  Dieses Trio gilt es in Schach zu halten, dann sind auch Punkte im Rahmen des Möglichen, denn der Rest der Offensive um Allrounder Nick Latta (36 Sp, 12+5), dessen jüngerer Bruder Louis Latta (35 Sp, 2+7), Alec Ahlroth (32 Sp, 6+7) und Marvin Schmid (36 Sp, 3+7) haben sich wie bereits geschrieben nicht als Torgaranten aufmerksam gemacht. Auch Ex-Eispirat Thomas Reichel (34 Sp, 3+9) ist von seiner Vorjahresform noch etwas entfernt.

Es wird auf jeden Fall nicht leicht, denn die Verletzungssorgen der Eispiraten sind größer denn je, nachdem sich Robin Veber, Johannes Schmid, Mario Scalzo und Louis Brune seit dem Wochenende zur Ausfallliste hinzugesellt haben. Aber erinnern wir uns (gern) an den 14.12.2025, als 13 gallische – oder westsächsische – Krieger und ein überragender Christian Schneider ins Schwabenland zogen, um einen übermächtigen vollen Kader der Towerstars mit 3:1 in einzelne Puzzleteile zu zerlegen. Auch wenn sich die Vorzeichen des kommenden Spiels jetzt etwas gedreht haben, ist bei voller Konzentration und einem unbändigen Siegeswillen mehr drin als nur ein gutes Spiel gegen einen guten Gegner. Und wenn wir ehrlich sind, Niederlagen haben wir im neuen Jahr genug gesehen, oder?