DEL 2 – Saison 2025/26 – 50. Spieltag am 01.03.2026
Schiedsrichter: Daniel Todam, Sebastian Lehmann (Kenneth Englisch, Markus Paulick)


3 verbleibende Spiele in der Hauptrunde, dreimal müssen die Eispiraten gegen Teams hinter ihnen antreten, der Tabellenletzte und Gegner am vorletzten Spieltag Kaufbeuren hat keine Chancen mehr auf einen Pre-Playoff-Rang, ärgster Verfolger Freiburg empfängt die Eispiraten am letzten Spieltag, so dass die Mission Direktkonkurrenten ausschalten am Sonntag Abend gegen Weiden beginnen musste. Die Eispiraten hatten die Möglichkeit, mit einem Sieg die Oberpfälzer in die Playdowns zu schicken und damit einen direkten Gegner um den Strich endgültig aus dem Rennen zu nehmen… 

Schwere Eishockeykost mit leicht besseren Gästen

Beiden Teams merkte man vom Start weg an, daß es ein wegweisendes Match war, das sie ausfochten. Weiden hatte ja noch die theoretische Chance auf das Erreichen der Pre-PlayOffs, und die Eispiraten haben weiterhin den heißen Atem der Freiburger Wölfe im Nacken. Ehrlicherweise kamen die Gäste aber scheinbar besser mit dem Druck des Gewinnen-Müssens zurecht, erspielten sich leichte Vorteile auf dem Eis und hatten auch einige Aktionen mehr vor dem gegnerischen Gehäuse zu verzeichnen wie die Hausherren. Diese wirkten wie gelähmt, konnten läuferisch nicht ganz mithalten und sahen sich in Pucknähe immer einer Weidener Überzahl gegenüber. Außer ein paar Bluelinern von Scalzo, McCormick und Kreutzer kam nicht all zu viel auf McNivens Tor. Betrachtet man sich die Aufstellung der Oberpfälzer, die gerade einmal drei Reihen aufbieten konnten und auf einige Leistungsträger verzichten mussten, war das regelrecht dünn, was die Rot-Weißen da offensiv ablieferten. Defensiv sah es allerdings besser aus, auch die Gäste konnten keine Hochkaräter verzeichnen, so daß es mit dem 0:0 in die Pause ging.

Weiden bleibt stabil, Muck und Wruck treffen

Das Mitteldrittel wurde zunächst ein Spiegelbild des Eröffnungsdurchgangs, weiterhin zeigten die Gäste ein aufgrund ihrer Personalsituation gutes Match, während es den Rot-Weißen weiterhin nur selten gelang, wirklich Gefahr zu erzeugen. Da zudem auch beide Goalies aufmerksam agierten, stand die Null auf beiden Seiten des Scoreboards bis nach der Mitte des Spiels. Dann allerdings waren es die Blue Devils, die ein Überzahlspiel zu nutzen wussten. Gästeangreifer Vinzens, der eindeutig auf den Spuren Conny Strömbergs wandelte (die Älteren werden sich erinnern), hatte die Strafe gegen Shevyrin herausgeholt. Muck nutzte einen Screen und schoss aus der Halbdistanz zum 0:1 ein. Zum Glück gelang den Westsachsen der schnelle Ausgleich. Als zum erstenmal wirklich aggressiv nachgegangen wurde, konnte Dylan Wruck seinen eigenen Rebound verwerten. Der Treffer wurde von den Referees zwar per Videostudium nochmals analysiert, aber die Scheibe war wirklich noch nicht sicher in der Fanghand McNivens, somit zählte der Treffer. Ergo ging es auch in die zweite Pause mit einem Unentschieden.

Am Ende platzt der Knoten

Für die Dynamik des Spiels blieb das natürlich nicht förderlich: keiner wollte einen Fehler machen, und die Defensivarbeit dominierte. Als dann plötzlich zur Mitte des Drittels die Referees sich erneut zum Videogucken verabredeten, wusste zunächst keiner, warum und wieso. Aber in den Replays wurde dann deutlich, daß die Herren in Schwarz-Weiß richtig gute Augen haben: bei einem Angriff der Gäste war die Scheibe tatsächlich hinter Kevin Reich eingeschlagen, nachdem Samanski seitlich vorm Tor abgefälscht hatte. Da der Puck aber gleich wieder heraussprang, registrierten das scheinbar nicht einmal die Gäste selbst, gejubelt wurde jedenfalls nicht. Aber das tat der Rechtmäßigkeit des 1:2 dann trotzdem keinen Abbruch, und plötzlich standen die Eispiraten mit noch zehn Minuten auf der Uhr mit dem Rücken zur Wand. Und sie brachten es tatsächlich dann endlich aufs Eis: plötzlich konnte die 3.600 Zuschauer im Sahnpark spüren, wie sehr das Team dieses Match gewinnen wollte. Der Druck auf McNiven nahm minütlich zu, und letztlich war es Louis Brune vorbehalten, einen Abpraller des Weidener Goalies nach Kreutzer-Schuss zum Ausgleich zu versenken. Drei Minuten später platzte dann der Knoten endgültig: ein Schuss von Streu wurde so abgefälscht, daß er als Bogenlampe direkt vor dem Weidener Tor mit bißchen Schnee drauf herunterkam, Lada Zikmund schaltete am schnellsten und bugsierte die hoppelnde Scheibe direkt zum 3:2 ins Netz. Auch wenn zunächst Philipp Kuhnekath als Torschütze angegeben wurde, das wird sicherlich noch korrigiert. Gäste-Neucoach Letang zog MvNiven dann recht zeitnah, musste aber nur mit ansehen, wie erst Corey Mackin nach einem Puckverlust von Muck und kurz vor Ende Tim McGauley mit zwei Empty-Nettern den 5:2-Endstand erzielten und in Freiburg für erhöhten Puls gesorgt haben dürften.

Was für wichtige letzte zehn Minuten waren das heute im Sahnpark. Über 50 Minuten lang wirkten die Hausherren wie gelähmt, bevor sie plötzlich aus einem 1:2 ein 5:2 machten. Vielleicht spielte da auch die Tatsache mit rein, daß Jussi Tuores von Beginn an vier Reihen rotieren ließ, und die Weidener am Ende ausgelaugt von diesem Abnutzungskampf waren. Egal, drei Punkte sind im Sack, und nun drücken wir beim Abendspiel den Ravensburg Towerstars die Daumen, die den Eispiraten schon heute in Freiburg die fast sichere Pre-PlayOff-Teilnahme sichern können, einen Dreipunktsieg vorausgesetzt. 

0:1 (32:12) Tommy Muck (Cedric Schiemenz, Noah Samanski) PP1 5-4
1:1 (36:15) Dylan Wruck  (Corey Mackin, Tim McGauley)
1:2 (49:02) Noah Samanski (Fabian Ribnitzky)
2:2 (53:43) Louis Brune (Denis Shevyrin)
3:2 (56:18) Philip Kuhnekath (Denis Shevyrin, Gregory Kreutzer)
4:2 (58:07) Corey Mackin EQ/EN
5:2 (59:49) Tim McGauley (Dylan Wruck, Ole Olleff) EQ/EN


Eispiraten Crimmitschau –  6 Minuten
31:07- 2 Min. – Denis Shevyrin (Haken)
36:55 – 2 Min. Gregory Kreutzer (Haken)
37:59 – 2 Min. – Ladislav Zikmund (Ellbogencheck)

Blue Devils Weiden – 4 Minuten
27:56  – 2 Min. –  Fabian Ribnitzky (Hoher Stock)
54:11 -2 Min. –  Calvin Pokorny (Stockschlag)


Eispiraten Crimmitschau
Tor: Kevin Reich (Lex Kasakow) – Abwehr: Adam McCormick, Nikolas Biggins, Ole Olleff, Finn Fuchs, Gregory Kreutzer, Alexander Vladelchtchikov, Mario Scalzo – Angriff: Till Michel, Ladislav Zikmund, Tim McGauley, Johannes Schmid, Philipp Kuhnekath, Denis Shevyrin, Justin Büsing, Corey Mackin, Louis Brune, Leon Neiger, Dylan Wruck, Sebastian Streu

Blue Devils Weiden
Tor:  Michael McNiven (Conner McLeod) – Abwehr: Tommy Muck, Luis Marusch, Daniel Schwaiger, Dominic Bohac, Maximilian Kolb, Fabian Ribnitzky, Calvin Pokorny – Angriff: Manuel Edfelder, Luca Gläser, Constantin Vogt, Fabian Voit, Alex-Olivier Voyer, Paul Vinzens, Cedric Schiemenz, Georg Thal, Noah Samanski


3.603


Überzahl: 00.00%  (2 Überzahlsituationen / 0 Tore) Unterzahl: 33.33% (3 Unterzahlsituationen / 1 Gegentor)


35:30 (7:10, 10:9, 18:11)