INFOS ZUM SPIEL
DEL 2 – Saison 2025/26 – 51. Spieltag am 06.03.2026
Schiedsrichter: Tony Engelmann, Sebastian Lehmann (Jan Lamberger, Markus Paulick)
Ein ungewohntes Bild bot sich vor dem Heimspiel im Sahnpark: Trainer Jussi Tuores hatte erstmals in dieser Saison ein echtes Luxusproblem. Durch die Neuverpflichtungen der Woche und die Rückkehr von Tim Lutz standen mehr Spieler zur Verfügung als zuletzt – einige mussten sogar auf der Tribüne Platz nehmen. Im Line-up standen dagegen Neuzugang Corbeil, während Vieregge als Backup-Goalie auf der Bank saß.
Doch auch die Gäste aus Kaufbeuren konnten personell wieder aus dem Vollen schöpfen. Mehrere Spieler waren rechtzeitig für die entscheidende Phase der Saison zurückgekehrt. Entsprechend gespannt blickten die 3.221 Zuschauer im gut gefüllten Sahnpark auf dieses wichtige Duell.
Traumstart für die Eispiraten
Die Eispiraten erwischten den perfekten Beginn. Bereits nach gut zwei Minuten brachte Justin Büsing die Hausherren mit dem ersten gefährlichen Abschluss in Führung (3.). Und es kam noch besser: In der 5. Minute setzte Corey Mackin zu einem sehenswerten Solo an. Nach einem Zuspiel von Dylan Wruck tanzte er durch zwei Verteidiger und tunnelte schließlich auch Torhüter Porter – ein Treffer zum Zungeschnalzen und das frühe 2:0.
Danach fanden die Gäste über Härte und Zweikampfstärke besser ins Spiel und konnten die Partie im weiteren Verlauf des Drittels ausgeglichener gestalten. Powerplays auf beiden Seiten brachten jedoch keine weiteren Tore.
Kaufbeuren schlägt zurück
Kurz nach Beginn des Mittelabschnitts schien die Partie vorentschieden. Neuzugang Corbeil erhöhte mit seinem ersten Treffer im Dress der Eispiraten nach Zuspiel von Mackin auf 3:0 (21.). Doch nur wenige Minuten später nahm das Spiel eine völlig andere Wendung. McLellan verkürzte mit einer starken Einzelleistung auf 3:1 (25.).
Dann ging es plötzlich Schlag auf Schlag: Ein Schuss von der blauen Linie schlug im Tor ein, wobei Kevin Reich durch den massiven Körper von Olleff die Sicht versperrt war – nur noch 3:2. Und kaum eine Minute später fiel tatsächlich der Ausgleich. Raedeke reagierte am schnellsten und verwandelte einen Abpraller aus der Luft zum 3:3 (28.).
Die Gäste waren nun deutlich bissiger und kamen immer wieder gefährlich vor Reich zum Abschluss. Gleichzeitig blieb die Partie offen, denn auch die Eispiraten setzten ihrerseits auch offensiv Akzente. Weitere Tore fielen jedoch zunächst nicht mehr.
Führung für Kaufbeuren – Streu antwortet spektakulär
Kaufbeuren kam mit deutlich mehr Schwung aus der Pause und setzte die Eispiraten mit aggressivem Forechecking unter Druck. Mehrfach musste Kevin Reich stark parieren. In der 47. Minute gingen die Gäste erstmals in Führung: Nach einem schnellen 3-auf-2-Konter traf Max Oswald mit seinem zweiten Tor des Abends zum 3:4.
Die Eispiraten brauchten einige Minuten, um wieder ins Spiel zu finden. Doch dann sorgte Sebastian Streu für eine Szene, die den Sahnpark explodieren ließ. Nach einem Slalomlauf rund um das Kaufbeurer Tor fand er keinen Mitspieler und jagte den Puck schließlich unhaltbar für Porter zum 4:4-Ausgleich ins Netz (55.).
Die Partie blieb danach völlig offen. Shevyrin traf noch den Pfosten, auf der Gegenseite blieb Kaufbeuren ebenfalls gefährlich. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie eng das Spiel war: 35:29 Torschüsse für die Eispiraten sprachen nur leicht für die Hausherren.
So ging es verdient in die Overtime. Mit dem Punktgewinn stand bereits fest: Die Eispiraten haben die Pre-Playoffs erreicht. Doch die Hausherren wollten mehr. Und so dauerte es in der Verlängerung nur 58 Sekunden, bis die Entscheidung fiel. Dylan Wruck nutzte eine angezeigte Strafe der Gäste eiskalt und traf sehenswert zum 5:4-Siegtreffer unter die Latte.
Ziel erreicht – Party im Sahnpark
Es war ein Spiel mit vielen Wendungen: frühe Führung, plötzlicher Einbruch, erneuter Ausgleich und schließlich die Entscheidung in der Overtime. Kaufbeuren zeigte sich kämpferisch und nutzte seine Chancen konsequent. Doch die Eispiraten behielten am Ende dank etwas mehr Spielanteilen und der besseren Chancenbilanz die Oberhand.
Der Zusatzpunkt reichte bereits zum Einzug in die Pre-Playoffs, der Siegtreffer von Wruck machte den Abend endgültig perfekt. Im Sahnpark durfte damit gefeiert werden – die Klassenerhalt-Party konnte beginnen.
TORE
1:0 (02:14) Justin Büsing (Ole Olleff, Sebastian Streu)
2:0 (04:28) Corey Mackin (Dylan Wruck)
3:0 (20:46) Benjamin Corbeil (Corey Mackin)
3:1 (24:33) Tyson McLellan (Paul Mayer)
3:2 (25:30) Max Oswald (Vadim Schreiner, Jare Laaksonen)
3:3 (27:14) Brent Raedeke (Tyson McLellan, Jonny Tychonik)
3:4 (46:45) Max Oswald (Nick Appendino, Yannik Burghart)
4:4 (54:46) Sebastian Streu
5:4 (60:58) Dylan Wruck 4-3
STRAFMINUTEN
Eispiraten Crimmitschau – 4 Minuten
07:32- 2 Min. – Dylan Wruck (Hoher Stock)
11:21 – 2 Min. Johannes Schmid (Beinstellen)
ESV Kaufbeuren – 8 Minuten
06:39 – 2 Min. – Brent Raedeke (Hoher Stock)
16:23 – 2 Min. – Max Oswald (Behinderung)
27:14 – 2 Min. – Brent Raedeke (Übertriebene Härte)
60:58 – 2 Min. – Tyson McLellan (Halten)
AUFSTELLUNG
Eispiraten Crimmitschau
Tor: Kevin Reich (Nick Jordan Vieregge) – Abwehr: Adam McCormick, Ole Olleff, Finn Fuchs, Gregory Kreutzer, Alexander Vladelchtchikov, Mario Scalzo – Angriff: Till Michel, Tim Lutz, Tim McGauley, Johannes Schmid, Philipp Kuhnekath, Benjamin Corbeil, Denis Shevyrin, Justin Büsing, Corey Mackin, Louis Brune, Dylan Wruck, Sebastian Streu
ESV Kaufbeuren
Tor: Cody Porter (Daniel Fießinger) – Abwehr: Paul Mayer, Fabian Koziol, Rio Kaiser, Jonny Tychonick, John Rogl, Nicolas Appendino, Dominik Groß – Angriff: Yannik Burghart, Jonas Fischer, Max Oswald, Brent Raedeke, Vincent Schlenker, Maximilian Kislinger, Vadim Schreiner, Jere Laaksonen, D´Artagnan Joly, Maximilian Hadraschek, Tyson McLellan, Travis Turnbull
ZUSCHAUER
3.221
SPECIAL TEAMS CRIMMITSCHAU
Überzahl: 00.00% (3 Überzahlsituationen / 0 Tore) Unterzahl: 00.00% (2 Unterzahlsituationen / 0 Gegentore)
TORSCHÜSSE
35:29 (11:9, 13:11, 9:9, 2:0)