DEL 2 – Saison 2025/26 – Pre-Playoffs – Spiel 1 (Best of Three) am 11.03.2026
Schiedsrichter: David Cespiva, Achim Moosberger (Markus Höfer, Lukas Pfriem)


Es war das erste Playoff-Aufeinandertreffen zwischen den beiden sächsischen Rivalen in Playoff-Spielen überhaupt – und die Atmosphäre in der Eisarena Weißwasser passte perfekt zu diesem historischen Moment. Vor fast ausverkauftem Haus entwickelte sich ein intensives, emotionales Sachsenderby, in dem beide Teams keinen Zentimeter Eis kampflos hergaben. Am Ende mussten sich die Eispiraten Crimmitschau erst in der Verlängerung geschlagen geben…

…und einam mehr grüßt ein Murmeltier aus dem Fuchsbau

Die Partie begann mit enormem Tempo. Beide Mannschaften gingen sofort hart in die Zweikämpfe, jeder Check wurde von den Rängen lautstark begleitet und bereits nach wenigen Sekunden musste Kevin Reich den Alleingang von Saakyan entschärfen. Die Eispiraten wirkten in den ersten Minuten hellwach und nutzten früh ihre Chance und in der 8. Spielminute schlugen die Westsachsen erstmals zu: Crimmitschau spielte sich im Drittel der Füchse fest, Adam McCormick lief sich frei und sah den in den Slot sprintenden Benjamin Corbeil, der eiskalt zum 0:1 abschloss. Die Gäste setzten damit ein erstes Ausrufezeichen im Derby. Crimmitschau blieb dran, arbeitete aggressiv im Forecheck und belohnte sich kurze Zeit später erneut. Mit viel Druck vor dem Tor und schnellem Kombinationsspiel gelang den Eispiraten nach einem schnellen Konter sogar der zweite Treffer zum 0:2 – ein perfekter Start in dieses emotionale Derby. Doch die Lausitzer Füchse ließen sich vor heimischer Kulisse nicht abschütteln und wie schon so oft im Fuchsbau halfen die Crimmitschauer kräftig mit. Innerhalb 14 Sekunden gelang den Hausherren der Doppelschlag zum 2:2-Ausgleich, wodurch das Spiel noch vor der ersten Pause wieder völlig offen war. Erst eine Unachtsamkeit in der Abwehr und keine konsequente Klärung sorgte für den Anschluss, ehe Kapitän Breitkreutz einen Abpraller von Kevin Reich freistehend zu nutzen wusste. Nach einem furiosen ersten Drittel mit vier Treffern ging es mit ausgeglichenem Spielstand in die Kabinen – ein Derby, das seinem Namen bereits alle Ehre machte.

Druck der Eispiraten nimmt zu

Im zweiten Abschnitt wurde die Partie noch körperbetonter. Beide Teams lieferten sich harte Zweikämpfe entlang der Bande, die Intensität eines Playoffspiels war nun endgültig spürbar. Die Füchse übernahmen phasenweise mehr Scheibenbesitz und prüften Eispiraten-Keeper Kevin Reich mehrfach aus aussichtsreichen Positionen. Der Crimmitschauer Schlussmann zeigte jedoch eine starke Leistung und parierte unter anderem gegen Georgiy Saakyan und Lennard Nieleck weitere gefährliche Abschlüsse der Gastgeber. Aber auch die Eispiraten setzten immer wieder gefährliche Nadelstiche. Besonders Corey Mackin hatte eine große Möglichkeit, scheiterte jedoch mit einer Rückhandchance am Füchse-Torhüter Anthony Morrone. Die Reihe um den US-Amerikaner bekamen die Ostsachsen nur selten wirklich in den Griff. Trotz zahlreicher Chancen auf beiden Seiten blieb das zweite Drittel torlos – auch weil beide Torhüter in dieser Phase ihre Teams im Spiel hielten.

Intensives und faires Derby

Mit dem Stand von 2:2 ging es in das letzte Drittel – und die Spannung war nun förmlich greifbar. Auf den Rängen herrschte weiterhin eine tolle Derby-Atmosphäre, während auf dem Eis jeder Fehler über Sieg oder Niederlage entscheiden konnte. Die Füchse hatten in dieser Phase zwar mehr Spielanteile, doch Crimmitschau verteidigte leidenschaftlich. Ein besonderer Moment ereignete sich kurz vor Drittelende: Verteidiger Mario Scalzo traf mit einem Distanzschuss lediglich den Pfosten – die Eispiraten waren nur Zentimeter von der erneuten Führung entfernt. Auch auf der Gegenseite blieb es gefährlich, doch weder Morrone noch Kevin Reich ließen in der regulären Spielzeit noch einen Treffer zu. Damit musste dieses Derby in die Verlängerung gehen.

Verlängerung endet mit Glücksschuss der Füchse

In der Overtime versuchten beide Teams zunächst, Fehler zu vermeiden. Die Füchse übernahmen etwas mehr Kontrolle, während die Eispiraten auf Konter lauerten. Dann kam die 69. Spielminute – und sie brachte die Entscheidung: Verteidiger Kyle Havlena zog einfach mal von der blauen Linie ab, vor dem Tor herrschte viel Verkehr, Kevin Reich war die Sicht verdeckt – die Scheibe schlug im oberen Eck zum 3:2 für Weißwasser ein – Sudden Death. Während die Füchse jubelnd das Eis stürmten, blieb den Eispiraten nur die Enttäuschung über eine denkbar knappe Niederlage.

0:1 (07:28) Benjamin Corbeil (Adam McCormick, Denis Shevyrin)
0:2 (17:07) Philipp Kuhnekath (Gregory Kreutzer, Louis Brune)
1:2 (17:49) Adam Brady (Georgiy Saakyan, Tom Knobloch)
2:2 (18:03) Clarke Breitkreutz (Kyle Havlena, Adam Brady)
3:2 (68:26) Kyle Havlena (John Broda)


Lausitzer Füchse – 2 Minuten
23:38 – 2 Min. – Eric Valentin (Stockschlag)

Eispiraten Crimmitschau –  0 Minuten

Lausitzer Füchse
Tor:
Anthony Morrone (Pascal Seidel) – Abwehr: Kyle Havlena, Tim Sezemsky, Norwin Panocha, Eric Hjorth, Tim Heyter, Markus Freis – Angriff: Adam Brady, Georgiy Saakyan, Charlie Jahnke, Hannu Tripcke, Eric Valentin, Lane Scheidl, John Broda, Lennard Nieleck, Christopher Theodore, Alexander Dosch, Tom Knobloch, Clarke Breitkreuz

Eispiraten Crimmitschau
Tor: Kevin Reich (Nick Jordan Vieregge) – Abwehr:  Adam McCormick, Ole Olleff, Finn Fuchs, Gregory Kreutzer, Alexander Vladelchtchikov, Mario Scalzo – Angriff: Till Michel, Tim Lutz, Tim McGauley, Johannes Schmid, Philipp Kuhnekath, Benjamin Corbeil, Denis Shevyrin, Justin Büsing, Corey Mackin, Louis Brune, Dylan Wruck, Sebastian Streu


2.695


Überzahl: 00.00% (1 Überzahlsituationen / 0 Tore)
Unterzahl: 50.00% (0 Unterzahlsituationen / 0 Gegentore)

45 : 26 (20:8, 8:9, 10:9, 7:0)