Nach einer intensiven Saisonanalyse bei der Abschlussveranstaltung hat Geschäftsführer Jörg Buschmann von den Eispiraten Crimmitschau jetzt noch ein paar überraschende Konsequenzen angekündigt. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung blickte Buschmann nicht nur auf die sportliche Entwicklung zurück, sondern griff auch ein Thema auf, das vielen Fans noch in Erinnerung ist: das Weihnachtssingen im Sahnpark.

„Der Sahnpark war zwar stimmungsvoll – aber gesanglich ausbaufähig“, erklärte Buschmann mit einem Augenzwinkern. Hintergrund ist die augenscheinlich zurückhaltende Beteiligung der Zuschauer, die in Fan-Kreisen bereits scherzhaft als „leer gesungen“ bezeichnet wurde, nachdem die Sänger für alles andere als weihnachtliche Stimmung sorgten. Um diesem Eindruck künftig entgegenzuwirken, kündigte Buschmann nun eine ungewöhnliche Maßnahme an: „Wenn es sein muss, stelle ich mich beim nächsten Weihnachtssingen selbst ans Mikrofon. Vielleicht wird es dann besser – oder zumindest lauter, wenn die Mannschaft und alle anderen mitsingen. Ich bin Sebastian Streu so dankbar, dass er hier den berühmten Stein angestoßen hat, indem er schon mal sein Gesangstalent bei seiner Vertragsverlängerung letzte Woche unter Beweis gestellt hat und damit diese Idee erst in die Köpfe brachte.“

Ein strukturiertes Gesangsprogramm für die gesamte Geschäftsstelle soll bei der Umsetzung des neuen Planes helfen und auch ein Teil der Profis soll unter Anleitung von Sebastian Streu mit einbezogen werden. Bereits ab Mai sollen regelmäßige Einheiten stattfinden – inklusive Stimmbildung, Atemtechnik und gezieltem Training der Stimmen. Für die Umsetzung konnte nach Vereinsangaben die Musikschule als Partner gewonnen werden. Ziel ist ein solider Auftritt der kompletten Eispiraten-Riege beim Weihnachtssingen, was definitiv wieder stattfinden soll.

„Uns war wichtig, das Thema professionell anzugehen“, so Buschmann. „Wenn wir schon singen, dann wenigstens mit Perspektive. Vielleicht haben die Profis auch so viel Spaß daran, dass man eine Weihnachts-CD aufnimmt und die dann ins Merchandisingprogramm mit aufnimmt.“ Von den Maßnahmen profitieren soll nicht nur die allgemeine Stimmung bei Veranstaltungen, sondern auch die akustische Präsenz im Sahnpark insgesamt. In diesem Zusammenhang wird auch an der stimmlichen Weiterentwicklung von Stadionsprecher Patrick Kafka gearbeitet, um insbesondere die Einläufe künftig noch kraftvoller und prägnanter und vielleicht melodischer zu gestalten.

Die Pläne von Jörg Buschmann stoßen selbstverständlich nicht nur auf Euphorie in der Geschäftsstelle und Mannschaft, sondern auch auf Skepsis. Aber eben darum geht er mit gutem Beispiel voran: „Ich selbst erinnere mich an das ungute Gefühl, als ich als Geschäftsführer meine erste Rede hielt. Ich habe mir sagen lassen, dass meine Stimme irgendwo zwischen Stadiondurchsage und Duschkonzert liegt – daran werden wir arbeiten.“

Interessanter Nebenfakt für die Fans der Eispiraten: Wer Spaß und Interesse an einer Kombination zwischen Sport und Gesang hat und an dem kostenlosen Gesangsunterricht teilnehmen möchte, kann sich ab heute telefonisch oder per email in der Geschäftsstelle registrieren lassen, um die Restplätze aufzufüllen.