INFOS ZUM SPIEL
DEL2 – Saison 2026/27 – 8. Spieltag am 11.10.2026
Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Chris Otten (Kenneth Englisch, Yannick Lindner)
Nach dem letzten Auswärtsausrufezeichen folgte für die Eispiraten die Ernüchterung im Sahnpark. Das wollten die Rot-Weißen diesesmal natürlich besser machen und nach dem bockstarken 5:1 in Landshut auch zuhause gegen Bietigheim die Punkte behalten. Nicht dabei helfen konnte ein Sturmtrio: Noah Garthe, Tim Lutz und Dominic Walsh konnten nicht mittun. Dafür wirkte Lars Hamori wie schon am Freitag mit, und Standby-Routinier Felix Thomas absolvierte gar sein erstes Spiel der Saison.
Gäste mit starkem Beginn, aber die Eispiraten beißen sich rein
Den besseren Start erwischten definitiv die Bietigheimer. Teilweise mit fünf Mann im gegnerischen Drittel pressend, erarbeiteten die Gäste sich in den Anfangsminuten ein optisches Übergewicht und konnten das auch recht schnell nutzen: einen Blueliner von Pape fälschte Fonstad noch leicht ab und erzielte so die frühe Führung. Gegen Mitte des Durchgangs kamen dann die Hausherren immer besser mit dem aggressiven Forecheck der Baden-Württemberger zurecht und erspielten sich eigene Gelegenheiten. Hinten passte Kevin Reich gewohnt sicher auf sein Gehäuse auf, und so war es dann auch irgendwann verdient, daß Jarno Kärki nach Klasse-Kombination über Wruck und Brune in Überzahl der Ausgleich gelang. Daß die Hausherren sogar mit einer Führung in die Pause gingen, hattten sie dann Collin Adams und Sebastian Streu zu verdanken: der quirlige US-Amerikaner erarbeitete sich erst die Scheibe kampfstark in der Ecke und spielte dann einen sensationellen Querpass auf Streu, der genau zielte und in der kurzen oberen Ecke die Lücke erkannte.
Kleine Sünden bestraft der Eishockeygott sofort
Das Mitteldrittel wurde dann etwas wilder, es gab einiges an coast-to-coast-Hockey zu sehen. Den Eispiraten konnte das mit der Führung im Rücken ganz recht sein, denn es gab auf beiden Seiten weniger gute Chancen, so daß das Ergebnis lange hielt. Als Johannes Schmid während eines schon laufenden Bietigheimer Powerplays am weit aus seinem Tor herausgeeilten Salmik vorbeifuhr, machte dieser eine Riesenshow draus und stürzte per Dreifachaxel aufs Eis. Zum Glück hatten die Referees, die generell eine gute Leistung zeigten, das auch bemerkt, und verpassten neben Schmid auch dem Gästegoalie zwei Strafminuten, die Ex-Eispirat Spitzner absaß. Aber wie das so ist: die Strafe für die Opferrolle Salmiks hatte der Eishockeygott schnell parat und schickte Louis Brune in Unterzahl auf die Reise. Dieser tunnelte den jungen Goalie aus der Halbdistanz zum 3:1.
Mit dirty goals zum Sieg
Die letzten 20 Minuten warteten dann wieder mit mehr Struktur auf. Und es war Jarno Kärki mit seinem zweiten Treffer des Abends, der die Weichen für die Gastgeber auf Sieg stellte. Mit seinem massiven Körper aus dem Slot nicht wegzudrängen, verwertete der Finne eine Eingabe von Adam McCormick mit dem Schlittschuh, eine Kickbewegung gab es nicht, und so zählte das Tor. Im Gegenzug zeigten dann aber auch die Bietigheimer, warum ihre erste Reihe in der Liga so gefürchtet ist: Cernys Querpass nahm Fonstad direkt, und bei diesem Kracher in den Winkel war dann auch Kevin Reich machtlos. Schöne Sache, daß sich die Eispiraten gar nicht lange damit aufhielten, und ihrerseits ebenfalls die schnelle Antwort parat hatten. Logan Will stocherte die am Schoner von Salmik freiliegende Scheibe ins Netz, und auf dieses zweite dirty goal hatten die Gäste dann nichts mehr zu entgegnen. Ganz souverän spielten die Rot-Weißen das 5:2 auf die Uhr und rutschten damit ganz nebenbei auf Rang 3 der DEL2-Tabelle.
Fazit
Zehn zu drei Tore, sechs zu null Punkte, ein Königstransfer, der so langsam ins Rollen kommt, deutsche Leistungsträger mit Zielwasserdurst – dieses Wochenende verlief für die Westsachsen nahezu optimal. Nächste Woche müssen die Rot-Weißen zunächst gegen die schlecht gestarteten Nauheimer die Favoritenrolle meistern, ehe es nach Ravensburg geht, wo seit Jahren zwischen Eingehen und Gegner-Überrollen alles möglich ist. Dem starken Saisonstart mit 15 Punkten aus 8 Spielen dürfen gern weitere Crimmitschauer Aha-Erlebnisse und -Ergebnisse folgen.
TORE
0:1 (04:14) Cole Fonstad (Matthias Pape)
1:1 (17:13) Jarno Kärki (Louis Brune, Dylan Wruck) PP1 5-4
2:1 (18:22) Sebastian Streu (Collin Adams)
3:1 (34:38) Louis Brune SH1 4-.5
4:1 (43:35) Jarno Kärki (Adam McCormick)
4:2 (43:52) Cole Fonstad (David Cerny, Maximilian Söll)
5:2 (45:10) Logan Will (Adam McCormick, Jarno Kärki)
STRAFMINUTEN
Eispiraten Crimmitschau – 4 Minuten
32:51 – 2 Min. – Adam McCormick (Beinstellen)
34:08 – 2 Min. – Johannes Schmid (Beinstellen)
46:31 – 0 Min. – Emil Quaas (Stockschlag) – Penalty
Bietigheim Steelers – 10 Minuten
17:01 – 2 Min. – Tim Bender (Stockschlag)
28:42 – 2 Min. – Tim Schüle (Halten)
34:08 – 2 Min. – Keanu Salmik (Unsportliches Verhalten)
35:27 – 2 Min. – Alexander Preibisch (Beinstellen)
58:39 – 2 Min. – David Cerny (Übertriebene Härte)
AUFSTELLUNG
Eispiraten Crimmitschau
Tor: Kevin Reich (Pascal Seidel) – Abwehr: Adam McCormick, Emil Quaas, Mirko Sacher, Finn Fuchs, Leon Schulz, Stanislav Dietz – Angriff: Felix Thomas, Nikolas Biggins, Lars Hamori, Logan Will, Collin Adams, Johannes Schmid, Jarno Kärki, Denis Shevyrin, Louis Brune, Leon Neiger, Dylan Wruck, Sebastian Streu
Bietigheim Steelers
Tor: Keanu Salmik (Felix Noack) – Abwehr: Maksim Hanzek, Dominik Klein, Matthias Pape, Tim Schüle, Steven Raabe, Maximilian Söll, Tim Bender – Angriff: Justin Büsing, Jack Dugan, David Cerny, Lois Spitzner, Benjamin Zientek, Marek Racuk, Max Ziergiebel, Cole Fonstad, Alexander Preibisch, Mai Crnkic, Bastian Eckl, Mike Fischer
ZUSCHAUER
2.170
SPECIAL TEAMS CRIMMITSCHAU
Überzahl: 25.00% (4 Überzahlsituationen / 1 Tor)
Unterzahl: 100.00% (1 Unterzahlsituation / 0 Gegentore)
TORSCHÜSSE
23 : 19 (-:-,-:-, -:-)