DEL2 – Saison 2026/27 – 12. Spieltag am 25.10.2026
Schiedsrichter: Bastian Steingross, Achim Moosberger (Marcus Höfer, Yannick Lindner)


Eine knappe Niederlage beim Aufsteiger Memmingen brachte die Eispiraten am Wochenende etwas unter zugzwang, sofern man an dem stetigem Ziel festhalten will, an jedem Wochenende zu punkten. Mit dem Tabellenzweiten aus Regensburg kam dazu noch eine Mannschaft in den Sahnpark, die sich nun kontinuierlich ins Spitzenfeld gespielt hat und Tabellenführer Düsseldorf am vorherigen Spieltag die erste, und mit 4:0 gleich auch deftige Niederlage beigefügt hat. Neben den verletzungsbedingten Ausfällen von Denis Shevyrin und Ole Olleff waren Dylan Wruck, Dominic Walsh und Leon Schulz noch nicht rechtzeitig fit geworden, Jarno Kärki saß das zweite Spiel seiner Sperre ab, angesichts des schmalen Kaders wartete damit auf die Westsachsen eine schwere Aufgabe…

Regensburg nutzt seine Chancen eiskalt

Die Gäste aus Regensburg erwischten den besseren Start und machten früh deutlich, dass sie den Sahnpark nicht ohne Punkte verlassen wollten, nach knapp fünf Minuten schlugen die Eisbären erstmals zu: Marian Bauer zog von der blauen Linie ab, und die Scheibe fand durch das Gewühl ihren Weg an Kevin Reich vorbei zum 0:1 ins Netz. Crimmitschau agierte offensiv zaghaft und wenig später hatten die Gäste sogar die Chance, ihre Führung auszubauen, doch der Pfosten rettete die Hausherren. Mit zunehmender Spielzeit fanden die Eispiraten besser in die Partie, ohne jedoch vor allem in der Offensive wirkliche Großchancen zu kreieren. Ein Fehler der Eisbären ermöglichte Adam McCormick den Ausgleich, der Defender scheiterte jedoch freistehend an Regensburgs Torhüter Oskar Autio. Während die Eispiraten ihre Chancen nicht nutzen konnten, zeigten sich die Gäste deutlich effizienter. In der 14. Minute brachte Kukuk die Scheibe gefährlich vor das Crimmitschauer Tor, Ontl stand goldrichtig und fälschte aus kurzer Distanz zum 0:2 ab. Ein Rückschlag, der wehtat und bis zur ersten Pause gelang es den Westsachsen nicht mehr, den Anschluss herzustellen.

Offener Schlagabtausch und ein ständiges Auf und Ab

Die Eispiraten kamen mit deutlich bissigeraus der Kabine und wurden für ihren Einsatz schnell belohnt. In der 25. Minute legte Noah Garthe für Tim Lutz auf, der blieb vor dem Tor entschlossen und versenkte die Scheibe im langen Eck zum Anschlusstreffer. Endlich war der Bann gebrochen, doch die Freude hielt gerade einmal 36 Sekunden. Die Gäste aus der Domstadt schlugen postwendend zurück: Ward stand am langen Pfosten richtig und stellte den alten Zwei-Tore-Abstand nach einem zugegebenermaßen äußerst sehenswerten Spielzug wieder her. Wer nun einen Einbruch der Hausherren befürchtete, wurde eines Besseren belehrt, denn die Eispiraten machten weiter Druck und belohnten sich in der 28. Minute erneut. Adam McCormick umfuhr  das Regensburger Tor und überraschte Autio mit einem Bauerntrick zum 2:3. Doch wieder hatten die Eisbären die passende Antwort parat, nur 46 Sekunden später nutzte Norman Hauner eine unübersichtliche Situation vor dem Crimmitschauer Tor und stellte auf 2:4. Trotzdem steckten die Eispiraten nicht auf, hielten weiter das Tempo hoch und suchten den Weg zum Tor. Kurz vor der zweiten Pause setzte sich Noah Garthe setzte sich stark gegen die Regensburger Hintermannschaft durch und bediente mit einem No-Look-Pass Tim Lutz im Slot, der ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und traf in der 40. Minute mit seinem zweiten Tor des Abends zum erneuten Anschluss. Der Sahnpark durfte damit auf das letzte Drittel noch hoffen.

Große Moral, leider keine Punkte

Noch einmal alle Kräfte mobilisieren, Druck aufbauen und den Ausgleich erzwingen. Trotz des kleinen Kaders präsentierte sich das Team von Jussi Tuores laufstark, bissig und entschlossen. Die Eispiraten übernahmen im letzten Abschnitt zunehmend die Initiative und setzten Regensburg stark unter Druck. Noah Garthe, Adam McCormick, Logan Will und Mirko Sacher kamen zu durchaus guten Möglichkeiten, doch entweder fehlte beim Abschluss die letzte Präzision oder der starke Autio im Tor der Gäste war zur Stelle. Die Gäste mauerten zunehmend und machten den Eispiraten den Weg zum Tor so schwer wie möglich. Die Zeit lief davon, auch das einzige Überzahlspiel der Eispiraten in dieser äußerst fairen Partie sollte leider nicht die Wende bringen. Knapp zweieinhalb Minuten vor dem Ende kam Kevin Reich zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis, die Eispiraten alles nach vorn, aber Regensburg zerstörte mit allen Mitteln und traf bei Befreiungsschlägen sogar zweimal den Pfosten des verwaisten Tores. Am Ende blieb es beim 3:4, die Schlusssirene beendete eine Partie und das erste komplett puntlose Wochenende der Saison.


0:1 (04:50) Marian Bauer (Donát Péter)
0:2 (13:41) Constantin Ontl (Moritz Kukuk)
1:2 (24:10) Tim Lutz (Noah Garthe)
1:3 (24:46) Tyler Ward (Samuel Payeur, Norman Hauner)
2:3 (27:30) Adam McCormick (Tim Lutz, Collin Adams)
2:4 (28:16) Norman Hauner (Samuel Payeur, Pascal Zerressen)
3:4 (39:06) Tim Lutz (Logan Will, Collin Adams)


Eispiraten Crimmitschau – 2 Minuten
54:05 – 2 Min. – Felix Thomas (Stockschlag)

Eisbären Regensburg – 2 Minuten
47:00 – 2 Min. – Donát Péter (Stockschlag)


Eispiraten Crimmitschau
Tor: Kevin Reich (Pascal Seidel) – Abwehr: Finn Fuchs, Stanislav Dietz, Adam McCormick, Mirko Sacher, Emil Quaas, Felix Thomas – Angriff: Leon Neiger, Logan Will, Louis Brune, Tim Lutz, Collin Adams, Noah Garthe, Johannes Schmid, Sebastian Streu, Nikolas Biggins, Lars Hamori

Eisbären Regensburg
Tor: Oskar Autio (Finn Becker) – Abwehr: Cody Haiskanen, Moritz Kukuk, Pascal Zerressen, Marian Bauer, Nick Mähler, Mathias Binder – Angriff: Tyler Ward, Samuel Payeur, Norman Hauner, Kevin Slezak, Donát Péter, Jeremy Bracco, Pepino Langmeier, Taylor Vause, Constantin Ontl, Aleandro Angaran, Yannic Bauer, Dimitrij Haberling


2.281


Überzahl: 00.00% (1 Überzahlsituation / 0 Tore)
Unterzahl: 100.00% (1 Unterzahlsituation / 0 Gegentore)


31 : 18 (10:8, 15:8, 6:2)