Torflaute gegen Torlaune – am zweiten Spieltag konnten die Vorzeichen nicht unterschiedlicher sein. Crimmitschau mit nur einem mageren Tor auf der Habenseite gegen Bad Nauheim, die im ersten Heimspiel gleich mal den favorisierten Krefeldern 5 Stück einschenkten, allerdings standen die Hessen am Ende auch nur mit einem Punkt da, denn die 5 geschossenen Tore reichten nicht für einen Sieg. Für Crimnmitschau galt es also, torhungrige Hessen vom eigenen Tor fernzuhalten und endlich selbst mit dem Toreschießen anzufangen. Eine doppelt schwere Aufgabe, die eindrucksvoll gemeistert wurde…

Brutale Effektivität bringt fünf Tore

Die Gäste begannen furios und setzten die Eispiraten sofort unter Druck, bereits nach wenigen Sekunden hatte Körner alleinstehend vor Ilya Sharpov die Riesengelegenheit zur Führung, der derEispiratenkeeper parierte stark. Die Eispiraten wurden in die Defensive gedrängt, konnten sich aber befreien. In der vierten Minute stibitzte Jasper Lindsten einem Gästespieler die Scheibe vom Schläger, lief vor das Tor und überwand Bick per Rückhand mit dem ersten Schuss zur Führung. Danach mussten die Eispiraten eine Unterzahl überstehen, hier war es erneut Jasper Lindsten, der wieder eine Scheibe eroberte, auf Patrick Pohl passte und der schickte die Scheibe mit einem satten Schuss in die Maschen. Die Gäste aus Hessen bestimmten weiter das Spiel, die Eispiraten setzten auf Konterspiel und suchten die Schüsse aufs Tor. Und so setzten die Eispiraten in der 10. Minute den nächsten Nadelstich underzielten mit dem vierten Schuss aufs Tor den dritten Treffer, Mathieu Lemay fälschte unhaltbar den Schuss von  Yannick Hängii ab. Der Sturmlauf der Gäste war damit erst einmal beendet. Und die Westsachsen legten nach bei angezeigter Strafe drückte Filip Reisnecker den Puck über die Linie zum zu diesem Zeitpunkt unglaublichen 4:0. Die Tore gaben den Westsachsen Selbstvertrauen, im Gegensatz zum Spiel am Freitag kamen die Pässe an und das Spiel lief flüssig. Und dann klappt es uch in Überzahl, André Schietzold fuhr vor Bick und hatte das Auge für Patrick Pohl, der nur noch einschieben musste, der Sahnpark kochte. Ein solch furioses Anfangsdrittel gab es lange nichtzu sehen.

Gron macht das halbe Dutzend voll

Bad Nauheim bekam zu Beginn des zweiten Drittels zu zwei Überzahlspielen, davon eine zweifelhafte Strafe, die zu einem 3 gegen 5 Unterzahl führte. Die Eispiraten kämpften hierbei um jeden Meter Eis, so dass den offensivstarken Gästen kein Treffer gelang. Nur wenig später bekamen die Eispiraten selbiges zugesprochen und zeigten den Hessen, wie es geht. Nach einem Schussfeuerwerk uf den nun im Tor stehenen Ersatzgoalie Balbulis schepperte es in der 29. Minute im Torwinkel zum halben Dutzend, Tyler Gron war der Absender. Die Eispiraten hatten die Kontrolle über das Spiel, ließen gegen weiter anrennende Hessen wenig zu, und wenn etws durchkam, dann war ein ruhiger Ilya Sharipov zur Stelle, der nahezu keinen Schuss abprallen ließ. Mit einem beruhigenden 6-Tore Vorsprung ging es in die zweite Pause.

Ärgerliches Gegentor kurz vor Schluss

Im letzten Drittel schalteten die Westsachsen einen Gang herunter und legten den Fokus auf Scheiben- und Spielkontrolle. Die Gäste aus der Kurstadt waren indes bemüht, den Sahpark nicht ohne eigenen Treffer zu verlassen. Doch vorerst hatte Ilya Sharipov etwas dagegen. Die Westsachsen hatten aber noch lange nicht genug vom Toreschießen, die Fans mussten jedoch bis in die Schlussminuten warten, ehe scoretechnisch noch etwas passierte. Erst machte Patrick Pohl in Überzahl  seinen Hattrick perfekt, ehe Leichtsinnsfehler der Abwehr Ilya Sharipov den Shut-Out vermasselte, Bartuli nahm das Geschenk dankend an. Doch auch das letzte Drittel sollte an die Eispiraten gehen, Lindsten stocherte den Puck nach vielen Schüssen auf Babulis über die Linie und sorgte unter tosendem Applaus der Sahnparkgänger für den zu keinem Zeitpunkt geglaubten Kantersieg.


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