Eispiraten lassen zum Abschluss einige Spieler auf der Tribüne

Dass sich die Crimmitschauer eispiraten unter dem Strich mit ihrem neunten Null-Punkte-Wochenende aus der Hauptrunde verabscheideten, dürfte für die meisten Leute im Umfeld der Westsachsen beinahe egal gewesen sein. Auch die drei Zähler aus der Begegnung bei den Löwen Franken am grünen Tisch dürfte die wenigsten vom Hocker gerissen haben. „Für uns ging es schon lange nicht mehr um die Veränderung in der Tabelle. Jetzt müssen wir uns aber voll auf die Playdowns konzentrieren“, sagte Eispiraten-Coach Chris Lee nach der Heimniederlage gegen die Fischtown Pinguins am Sonntagabend. In diesem Spiel verzichtete er freiwillig auf die beiden Stürmer Eric Lampe und Matt MacKay sowie auf Verteidiger Nico Oprée. Von diesem Trio hat nämlich jeder in der Hauptrunde zwei große Strafen gesammelt, eine mögliche dritte vorgestern hätte für den Auftakt der Playdowns eine Sperre bedeutet.

Eine andere Lösung, dieser Gefahr aus dem Weg zu gehen, hatten die Eispiraten-Verantwortlichen offenbar zu spät erkannt. Deshalb erhielten Valerij Guts und Kevin Piehler an der Seite von Daniel Bucheli so viele Eiszeiten gegen Bremerhaven, wie sie in der gesamten Saison noch nicht hatten. „Die beiden haben ihre Sache gut gemacht und könnten auf jeden Fall auch in den Playdowns zum Einsatz kommen“, meinte Trainer Chris Lee, der dabei an eine geschlossene vierte Sturmreihe oder als Ersatz für verletzte oder gesperrte Spieler dachte.

Gerade letzteres könnte die Eispiraten trotz ihrer taktischen Variante vom Sonntag dennoch treffen. Denn Stürmer Marvin Tepper kassierte am Ende des ersten Drittels eine Strafe wegen eines Checks gegen den Kopf des Gegenspielers, was im Nachgang eine Sperre nach sich ziehen könnte. „Aus meiner Perspektive sah es eher so aus, als ob Marvin der beste Check der bisherigen Saison gelungen ist. Dann hat einer der beiden Schiedsrichter gepfiffen“, beschrieb Chris Lee die Situation, welche dem 34-Jährigen jedoch wenig Kopfzerbrechen bereitet. Einen Hauch wichtiger ist für ihn die Rückkehr von Verteidiger Jakub Körner, der seine Fußverletzung in Tschechien behandeln ließ und in dieser Woche wieder auf dem Eis des Sahnparks stehen will.

(Text: Thomas Michel, erschienen in: Eishockey NEWS, Printausgabe vom 03.03.2015)