Es geht doch noch, das 6 Punkte-Wochenende: Mit einem zwar nicht fehlerfreien, aber dennoch überzeugenden Auftritt in Kaufbeuren nahmen die Eispiraten angesichts des 2:4 (2:0,0:1,0:3) auf der Anzeigetafel die drei Punkte mit nach Westsachsen. Die Westsachsen bekamen trotz besserer Spielanteile im ersten Drittel zwei Nackenschläge in Form von Toren verpasst, gaben aber trotz der 2:0-Führung der Gastgeber nie auf, kämpften sich immer mehr ins Spiel zurück. Das über den gesamten Spielverlauf völlig neben der Spur stehende Schiedsrichtergespann stellte im zweiten Drittel zwei Eispiraten gleichzeitig hinaus, was sich angesichts der kämpferischen Leistung in Unterzahl und der Verhinderung des dritten Gegentores als Gamechanger erwies. So sorgte Vincent Saponari noch im zweiten Drittel für den Anschlusstreffer. Zu Beginn des dritten Drittels war es Justin Büsing, der mit einer Energieleistung den Ausgleich erzielte. Nur 11 Sekunden später war es wieder Justin Büsing, der eine Hereingabe zum vermeintlichen Führungstreffer abfälschte. Das Schiedsrichtergespann versagte aber trotz On-Ice-Entscheidung und nicht wirklicher klarer Widerlegung den Treffer auf Grund hohen Stocks. Die Eispiraten waren aber längst im Spiel und fuhren Angriff um Angriff, letztlich war es Thomas Reichel vorbehalten, die Führung zu erzielen und diesmal sollte der Treffer auch zählen, denn am Umkurven des Goalies Fießinger gab es nichts zu beanstanden. Kaufbeuren wirkte völlig ratlos und war in den Schlussminuten anfällig für Konter, einen davon verwertete Ladislav Zikmund nach starker Hereingabe von Colin Smith zum Endstand. Da die Eishockeycracks aus Erkersreuth Süd mit einer starken Leistung in Kassel siegten, jedoch nur nach Verlängerung, können die Westsachsen die rote Laterne wieder an der entsprechenden Autobahnabfahrt abstellen.