Ende gut, alles gut? Da werden die Meinungen auseinander gehen nach dem 2:1-Overtime-Sieg der Eispiraten gegen die Freiburger Wölfe. Einerseits hätten es natürlich auch drei Punkte sein können, nachdem man bis zweieinhalb Minuten vor Ultimo ein knappes 1:0 halten konnte. Andererseits kann der Zusatzpunkt im Schneckenrennen um die Teilnahme an den Pre-PlayOffs noch richtig wertvoll werden. Die heutigen Gegner hat man sich jedenfalls damit vom Hals gehalten, dreizehn Punkte sind es auf Freiburg nach diesem Spieltag. Die eigentlichen Jäger kommen aber aus Bad Nauheim und Weiden und können in ihren jeweiligen Heimspielen auf sechs Punkte an die Eispiraten herankommen (beide Matches begannen später).

Lange Zeit sahen die 3800 Zuschauer im Sahnpark, darunter viele Angehörige der zum Blaulichttag eingeladenen Institutionen, ein recht ausgeglichenes Match, in dem die Hausherren die leicht besseren Chancen verbuchen konnten. Eine davon nutzte Dylan Wruck, der sich nach einem leichtsinnigen Puckverlust Ilestedts an der blauen Linie zusammen mit Tim McGauley auf die Reise machte und die Scheibe zentimetergenau ins obere rechte Eck schweißte. Ein gut aufgelegter Kevin Reich machte alle Freiburger Chancen zunichte, aber auch Hegmann auf der Gegenseite wusste sich auszuzeichnen. Erst die tatsächlich allererste Überzahlsituation der Partie in Minute 58 brachte den Ausgleich der Gäste: sofort nach Bullygewinn zog Linsenmeier ab, O’Donnell hielt die Kelle rein, und in einem komischen Bogen flog der Puck über den verdutzten Reich hinweg ins Netz. Sicher glücklich, aber aufgrund der zunehmenden Passivität der Hausherren in den Schlussminuten auch nicht sehr überraschend.

In der Overtime hatten zunächst die Gäste mehr vom Spiel, bevor auch Crimmitschau sein „Gurkentor“ bekam. Nach eher suboptimaler Puckannahme von Maxim Trepanier rutschte die Scheibe auf Hegmann zu, der war sich mit Ilestedt nicht einig, und auch aufgrund des nachsetzenden Trepanier rutschte der Puck zum umjubelten 2:1 über die Linie.

Wir werden sehen, was die zwei Punkte wert sind. Während sich die Eispiraten defensiv wiederum recht stabil präsentierten, fehlte in der Offensive oftmals die Genauigkeit, zahlreiche Chancen wurden nicht genutzt. Positiv zu erwähnen sind der auffällige erste Einsatz von Ladislav Zikmund nach langer Verletzungspause und die erneute Leistungssteigerung von Maxim Trepanier, der langsam anzukommen scheint.