INFOS ZUM SPIEL
DEL2 – Saison 2026/27 – 6. Spieltag am 04.10.2026
Schiedsrichter: Bastian Steingroß, Vladislav Gossmann (Tobias Ullrich, Kieran Schuster)
Die Freitagsergebnisse beider Teams waren durchaus überraschend, im Positiven bei den Crimmitschauer Eispiraten, im Negativen bei den Lausitzer Füchsen. Die Westsachsen fuhren einen überraschenden 5:3-Erfolg bei den favorisierten Kassel Huskies ein, während die Ostsachsen beim Aufsteiger in Memmingen ein halbes Dutzend eingeschenkt bekamen und derb unter die Räder gerieten. Da lag es natürlich nahe, dass die Crimmitschauer Fangemeinde sich Hoffnungen auf ein Sechs-Punkte-Wochenende machte. Aber wie das manchmal so ist mit der zusätzlichen Favoritenbürde, kam es letztlich ganz anders…
Erst gar kein und dann ein zerfahrener Beginn im Derby
Bis der erste Puck eingeworfen werden konnte, mussten sich Zuschauer und Spieler allerdings noch ein ganzes Weilchen gedulden. Eine überaus ansehnliche Choreographie aus der Heinekurve ging rein technisch nämlich etwas daneben, und so klebten rot-weiße Papierschlangen auf dem Eis und im Fangnetz, teilweise sogar in der Dachkonstruktion. Bis das Stadion spielfertig gemacht werden konnte, ging eine ganze Stunde ins Land. Nicht so gut gelaufen, aber sicher keine Absicht, und noch während der Unterbrechung bat die Kurve um Entschuldigung und bot an, für eventuelle Schäden aufzukommen.
Als gegen 18 Uhr dann das Spiel endlich beginnen konnte, merkte man den Teams schon an, dass das keine ideale Vorbereitung gewesen war. Ein recht zerfahrener Beginn auf dem Eis spielte dabei wahrscheinlich zunächst eher den Gästen in die Karten, die mit ihrem mitunter destruktiven Spiel schon so einige Male die Punkte aus dem Sahnpark entführt haben. So dauerte es auch fünf Minuten, bis die ersten erfolgversprechenden Offensivaktionen zu sehen waren. Ein folgendes Powerplay der Pleißestädter blieb ungenutzt, und nachdem sie ein paar gefährliche Lausitzer Konter überstanden hatten, reichte den Hausherren eine starke Aktion von Tim Lutz hinterm Tor und ein schneller Abschluss von Noah Garthe, um etwas überraschend mit 1:0 in Front zu gehen. Doch die Gäste hatten ganz fix eine Antwort parat: einen Rebound bugsierte Theodore aus spitzem Winkel zum Ausgleich ins Netz. Der Rest des Durchgangs sah leicht überlegene Gäste, einzig Sebastian Streu trug sich noch mit einer Offensivaktion ein, als sein Schuss am Dreiangel landete.
Reihe 3 scort weiter
Auch der Mittelabschnitt hielt nicht die ganz große Eishockeykunst parat, dafür viele Zweikämpfe und eher wenige gute Chancen. Ein frühes Powerplay der Gäste überstanden die Rot-Weißen schadlos. Nach einer guten Aktion von Collin Adams übernahmen dann die Füchse wieder mehr das Kommando, brachten sich allerdings durch eine Aktion von Brännstam selbst um das Momentum, der nach hohem Stock gleich für vier Minuten auf die Bank musste. Crimmitschau zog ein druckvolles Überzahlspiel auf, und nach gutem Querpass von Garthe war es Denis Shevyrin, der die erneute Führung für die Gastgeber erzielen konnte. Dass es wieder diese Formation war, die zum Erfolg kam, war gewiss kein Zufall, sie hatte auf Crimmitschauer Seite die meisten gefährlichen Aktionen, spielte schnörkellos und erfolgreich und hatte so einen großen Anteil am 2:1 nach vierzig gespielten Minuten.
Weißwasser mit mehr Luft am Ende
Der Schlussabschnitt wurde dann zur Kraftfrage, und diese beantworteten die Gäste weitaus besser als die Eispiraten. Mit zunehmender Spieldauer drückten die Ostsachsen mehr und mehr auf den Ausgleich, der dann auch durch Schmidt-Svejstrup im Powerplay fiel. Doch auch danach ließen die Füchse das Mausen nicht, bestimmten das Geschehen weiterhin und zogen den Hausherren mit ihrem Biss und ihrer Aggressivität den Zahn. Die Rot-Weißen hatten nicht mehr viel entgegenzusetzen, und so war das 2:3 in Minute 55 auch hochverdient, so schwer uns das zu sagen fällt. Kämpferisch konnte man den Gastgebern nichts vorwerfen, versucht haben sie es, aber an diesem Abend wusste ein hervorragend eingestellter Gegner alle Bemühungen zunichte zu machen.
Fazit
Am Ende steht für die Eispiraten eine verdiente Niederlage im Sachsenderby zu Buche. Die Gäste zeigten sich stets bissig, wie man sie kennt, und ließen die Gastgeber nur selten zur Entfaltung kommen. Gerade anhand der Spielanteile im Schlussdrittel kamen sowohl der Ausgleichs- als auch der Siegtreffer der Lausitzer nicht wirklich überraschend. Bei den Eispiraten funktionierte wiederum das secondary scoring, aber in Reihe 1 herrscht weiterhin Ladehemmung, da muss auf Sicht wahrscheinlich mehr rumkommen, wollen die Rot-Weißen ihre Ziele erreichen. Man sollte nicht außer Acht lassen, dass durch das getauschte Heimspiel zu Saisonbeginn schon vier Heim- nur zwei Auswärtsspielen gegenüberstehen.
TORE
1:0 (10:46) Noah Garthe (Leon Schulz)
1:1 (12:05) Christopher Theodore (Nikita Knaus)
2:1 (33:47) Denis Shevyrin (Noah Garthe) PP1 5-4
2:2 (46:39) Jacob Schmidt-Svejstrup (Bryan Lemos, Adam Brady) PP1 5-4
2:3 (54:47) Adam Brady (Clarke Breitkeuz)
STRAFMINUTEN
Eispiraten Crimmitschau – 4 Minuten
19:11 – 2 Min. – Kevin Reich (Beinstellen)
46:22 – 2 Min. – Denis Shevyrin (Haken)
Lausitzer Füchse – 8 Minuten
06:19 – 2 Min. – Georgiy Saakyan (Stockschlag)
30:27 – 2 Min. – Alex Brännstam (Hoher Stock)
30:27 – 2 Min. – Alex Brännstam (Hoher Stock)
35:52 – 2 Min. – Alex Brännstam (Beinstellen)
AUFSTELLUNG
Eispiraten Crimmitschau
Tor: Kevin Reich (Pascal Seidel) – Abwehr: Adam McCormick, Emil Quaas, Mirko Sacher, SFinn Fuchs, Leon Schulz, Stanislav Dietz – Angriff: Nikolas Biggins, Logan Will, Collin Adams, Tim Lutz, Johannes Schmid, Jarno Kärki, Noah Garthe, Denis Shevyrin, Louis Brune, Leon Neiger, Dylan Wruck, Sebastian Streu
Lausitzer Füchse
Tor: Anthony Morrone (Lennart Neiße) – Abwehr: Brett Humberstone, Samuel Schindler, Alex Brännstam, Moritz Kretzschmar, Tim Heyter, Connor Hannon, Markus Freis – Angriff: Adam Brady, Georgiy Saakyan, Louis Anders, Bryan Lemos, Lane Scheidl, John Broda, Christopher Theodore, Alexander Dosch, Jacob Schmidt-Svejstrup, Clarke Breitkreuz, Nikita Knaus, Clemens Sager
ZUSCHAUER
3.450
SPECIAL TEAMS CRIMMITSCHAU
Überzahl: 25.00% (4 Überzahlsituationen / 1 Tor)
Unterzahl: 50.00% (2 Unterzahlsituationen / 1 Gegentor)
TORSCHÜSSE
26 : 35 (7:10,14:11, 5:14)c