Die Eispiraten marschieren weiter! Am 9. Spieltag empfingen die Westsachsen das Tabellenschlusslicht EC Bad Nauheim. Auch wenn personelle Ausfälle wie die von Dominic Walsh, Tim Lutz und Dylan Wruck schon vor dem Spiel Umstellungen im Kader erforderten, zeigte die Mannschaft von Beginn an genau jene Mentalität, die ein auszeichnet, das sich oben festbeißen will: Wille, Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und einen grandiosen Rückhalt zwischen den Pfosten. Am Ende belohnten sich die Westsachsen für ihren Fight mit einem wenig ansehnlichen, aber dennoch hart erarbeiteten 2:1-Erfolg.
Die Eispiraten legten los wie die Feuerwehr: Schon in der zweiten Spielminute schlug die Offensive zu. Jarno Kärki vollendete nach feiner Vorarbeit von Louis Brune mit einem sehenswerten Tunnel gegen Gästeschlussmann Kuhn zur frühen 1:0-Führung. Zwar kamen die Hessen in der 7. Minute durch einen abgefälschten Schuss von Matt Marcinew zum Ausgleich, doch Crimmitschau zeigte sich völlig unbeeindruckt. Mit schönem Passs von Adam McCormick setzte sich Logan Will in der 11. Minute glänzend in Szene und brachte den Puck mit einem frechen Bauerntrick zur erneuten 2:1-Führung im Netz unter. Dass dieser Vorsprung mit in die Kabine genommen werden konnte, war auch unserem bärenstarken Goalie Kevin Reich zu verdanken, der gleich mehrfach glänzend parierte und die nötige Ruhe ausstrahlte.
Im Mittelabschnitt bewiesen die Eispiraten echte Nehmerqualitäten. Als Denis Shevyrin nach einem ungeahndeten Bandencheck verletzt das Eis verlassen musste und Cheftrainer Jussi Tuores seine Reihen umstellen musste, rückte das Team noch enger zusammen. Mit taktischer Disziplin – Routinier Felix Thomas half souverän in der Abwehr aus – und großem Einsatzwillen verteidigte Crimmitschau jeden Zentimeter Eis. Wenn Bad Nauheim durchkam, stand da immer Kevin Reich im Weg und war nicht zu überwinden. Der Schlusmann entschärfte etliche brenzlige Situationen. Die Eispiraten glänzten mit maximaler Effizienz und hielten den knappen Vorsprung bis zur Pausensirene fest.
Im Schlussabschnitt mobilisierten die Rot-Weißen noch einmal alle Kraftreserven, wurden aktiver und hielten die Gäste vom Tor weitgehend fern. Durch gefährliche Nadelstiche und Konterchancen, unter anderem durch Louis Brune und Logan Will, blieben die Wetterauer beschäftigt. In der Schlussphase warf Bad Nauheim alles nach vorn und nahm sogar den Torhüter vom Eis, doch die Crimmitschauer Defensive ließ nichts Gefährliches mehr zu.