So, liebe Eispiraten, das Fass ist nicht mehr nur voll, sondern heute in einem 7:1-Schwall übergelaufen. Statt dem groß angekündigten Neubeginn setzte es im Derby in Weißwasser eine denkwürdige Klatsche, die so ziemlich alles in Frage stellt, was man nur in Frage stellen kann. Planlos, harmlos, wirkungslos und obendrein fernab jeglichen Teamspirits kurvte ein Haufen rot-weißer Alibieishockeyspieler im Fuchsbau über das Eis und machte zu keinem Zeitpunkt des Spiels auch nur ansatzweise den Eindruck, endlich den Allerwertesten hochzukriegen.
In einem an Höhepunkten armen ersten Drittel waren es die Füchse, die die Führung erzielen konnten, nachdem die Eispiraten die Scheibe im eigenen Drittel äußerst schlampig klärten. Svoboda umkurvte Nie zum 1:0. Den Gästen aus Westsachsen gelang bis dato wenig bis gar nichts nach vorne.
Dies sollte sich auch im zweiten Drittel fortsetzen. Dennis Swinnen konnte zunächst bei 4-4 das 2:0 per Konter erzielen, da die Crimmitschauer an der gegnerischen blauen Linie nicht ernergisch genug waren (31.). In ihrem ersten Powerplay des Abends konnten die Rot-Weißen durch einen von Pinizzotto abgefälschten Schietzold-Schuss dann ihren ersten Treffer erzielen (35.) und unter den wenigen mitgereisten Eispiraten-Fans keimte Hoffnung, dass die Spieler nun endlich aufgewacht und im Spiel angekommen waren. Aber das Gegenteil trat ein, denn die Westsachsen gaben die Partie durch haarsträubende Aktionen gänzlich aus der Hand und luden Weißwasser ein, mit zwei Powerplaytoren durch Swinnen (37.) und Hayes (40.) das Ergebnis leistungsgerecht in die Höhe zu schrauben.
Im Schlussabschnitt zerfiel die ohnehin schon bröckelige Ansammlung von Eispiraten-Spielern dann vollendes in alle Einzelteile. Hayes (41., 44.) und Gaarder (43.) gaben die Eispiraten der Lächerlichkeit preis und sorgten vorzeitig für einen leeren Gästefanblock.
Von den bisherigen Saisonzielen sollten sich die Eispiraten spätestens nach dem heutigen Spiel verabschieden, denn diese sind nichts weiter als illusorische Augenwischerei. Diese Mannschaft ist keine und man fragt sich, wie sie noch eine werden soll. Schadensbegrenzung steht nun an oberster Stelle.