Wayne Simmonds über Crimmitschau, die Playoffs und Rob Zepp
Mit dem 26-jährigen Wayne Simmonds haben die Philadelphia Flyers auf dem rechten Flügel einen gefährlichen Goalgetter – 25-mal konnte er in bisher 63 Partien die generischen Torhüter überwinden und befindet sich damit auf dem besten Weg, das erste Mal in seiner Karriere die 30-Tore.Marke nach der Vorrunde zu überspringen. Von seinen 25 Toren erzielte er 13 im Powerplay und fünf waren Game-Winning-Goals.
Mr. Simmonds, zu allererst die Frage zu Ihrer Zeit in Deutschland. Welche Erinnerungen haben Sie?
Wayne Simmonds: „Es war eine schöne Zeit, die ich keinesfalls missen möchte. Ich erinnere mich noch gut an Crimmitschau, wo ich damals während des Lockouts für etwas mehr als einen Monat aktiv war. Das war schon witzig – unsere Spielfläche war in keiner richtigen Halle. Es war nach einer Seite hin zu einem Wäldchen offen. Die Atmosphäre war großartig. Es machte richtig Spaß vor den Fans zu spielen.“
Kam da nicht so etwas wie ein „Zurück zu den Wurzeln“-Gefühl auf?
Simmonds: „Vielleicht! Es war aber doch eher so etwas wie eine Fußball- oder Football-Mentalität, die da aufkam. Aber ich fand es gut. Wenn die Fans nicht einer Meinung mit dem Schiedsrichter waren, haben sie Hühner oder Ähnliches auf das Eis geschmissen. Nach Siegen kamen wir zurück auf das Eis, was ich echt cool fand!“
Als Team sind Sie diese Saison in Philadelphia nicht so gut ins Spiel gekommen!
Simmonds: „Ja, da haben Sie durchaus recht. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit haben wir uns dann aber gefunden und spielen seitdem besser zusammen, haben ein nächstes Level erreicht. Hinzu kam auch, dass wir einiges an Verletzungspech hatten.“
Was mich zur Frage nach den Goalies bringt: Steve Mason war in dieser Saison schon häufig verletzt. Rob Zepp durfte ihn vertreten. Wie denken Sie über ihn?
Simmonds: „Rob hat seine Sache sehr gut gemacht! Es ist keine einfache Situation, wenn der Rückhalt des Teams verletzt ist. Aber Rob kam ins Team und hat alle mit seinen Leistungen überzeugt. Man sieht es auch daran, dass er, wenn Not am Mann ist, immer wieder hochberufen wird. Sollte Mason nicht zurückkommen, haben wir mit Ray Emery und Zepp auch ein gutes Torhüter-Tandem!“
Wie sieht es mit dem Erreichen der Playoffs aus? Schaffen Sie es noch?
Simmonds: „Wir sind knapp an der Grenze, für uns ist jetzt jede Partie sehr wichtig.“
(Text/Interview: Ivo Jaschick, erschienen in: Eishockey NEWS, Printausgabe vom 03.03.2015)