Das Jahr 2026 bleibt für die Eispiraten Crimmitschau bislang kein gutes. Auch das dritte Heimspiel des neuen Jahres ging verloren und die einstige Festung Sahnpark bröckelt.

Mit 4:6 (4:2, 0:1, 0:3) unterlagen die Westsachsen erneut dem Angstgegner aus Bietigheim. Die Steelers hatten bereits das erste Gastspiel im Sahnpark mit 4:6 für sich entschieden und wiederholten dieses Kunststück heute.

Vogelwilder Auftakt mit bitterem Beigeschmack

Das erste Drittel hatte mit strukturierter Defensive wenig zu tun. Ganze sechs Tore bekamen die 2.220 Zuschauer zu sehen. Für die Eispiraten trafen Corey Mackin, Streu (2x) und Felix Thomas – offensiv funktionierte vieles, defensiv hingegen kaum etwas.

Besonders bitter: Mario Scalzo musste verletzungsbedingt vom Eis und kehrte nicht zurück. Eine zusätzliche Schwächung für die ohnehin bereits stark dezimierte Abwehr.

Auch im zweiten Drittel agierten beide Teams weiter mit offenem Visier. Die Eispiraten erspielten sich gute Möglichkeiten, ließen diese jedoch teils fahrlässig liegen. Auf der Gegenseite zeigte sich Bietigheim effizienter und verkürzte auf 4:3. Damit war für den Schlussabschnitt alles offen.

Individuelle Klasse entscheidet

Im letzten Drittel übernahmen die Steelers dann endgültig die Kontrolle. Kemp zeigte seine Klasse und schnürte einen Hattrick – erst zum Ausgleich, dann zur 4:5-Führung. Spätestens mit dem Treffer von Racuk zum 4:6 waren die Messen gelesen. Den Eispiraten fehlte an diesem Abend die defensive Stabilität und letztlich auch die Durchschlagskraft, um noch einmal zurückzukommen.

Die erste kleine Krise in einer bislang guten Saison ist angekommen. Doch sie kommt vielleicht zur rechten Zeit: Auch die direkte Konkurrenz im Tabellenkeller punktet kaum, sodass der Abstand zu den Playdown-Rängen vorerst gleich bleibt. Trotzdem ist klar: Ohne defensive Stabilität wird es schwer, en direkten Klassenerhalt zu sichern.