Es läuft weiter nicht rund für die Eispiraten Crimmitschau. Trotz einer über weite Strecken ansprechenden Vorstellung unterlagen die Westsachsen beim EV Landshut mit 3:6 (0:0, 2:2, 1:4).
Nach einem torlosen, aber intensiv geführten ersten Drittel erwischten die Eispiraten einen Traumstart in den Mittelabschnitt. Corey Mackin und Maxim Trepanier – endlich! – sorgten mit einem Doppelschlag für die 2:0-Führung. Beide Treffer hatten dabei eine kuriose Note: Bei beiden Toren war Landshuts Torhüter Langmann daran beteiligt, das Tor aus der Verankerung zu heben – ein Vorgehen, für das er ligaweit bekannt ist. Nach Videobeweis wurde der erste Treffer anerkannt, beim Premieren-Tor von Trepanier zappelte der Puck bereits im Netz, bevor das Tor aus der Halterung gedrückt wurde.
Der Rückstand wirkte wie ein Weckruf für die Gastgeber. Ab der Spielmitte zeigte Landshut seine offensive Klasse, insbesondere im ligaweit besten Powerplay. In der 32. Minute fiel der Anschlusstreffer durch Immo, nur eine Minute später glich Gooch aus. Die Eispiraten konnten froh sein, das 2:2 in die zweite Pause zu retten. Für einen Schreckmoment sorgte noch Torhüter Langmann, der verletzt vom Eis musste und durch Dietl ersetzt wurde.
Der Schlussabschnitt begann aus Crimmitschauer Sicht denkbar schlecht. Lindberg traf nach nur 21 Sekunden zur erstmaligen Führung für Landshut, zehn Sekunden später musste Robin Veber nach einem Check gegen den Kopf vorzeitig vom Eis. Doch ausgerechnet in Unterzahl schlugen die Eispiraten zurück: Corey Mackin nutzte seine Schnelligkeit und traf in der 44. Minute zum 3:3-Ausgleich.
Die Hoffnung währte jedoch nur kurz. Ein weiteres Landshuter Powerplay – ausgelöst durch die einzige umstrittene Strafe des Abends – brachte erneut die Führung für die Gastgeber. Als Trainer Jussi Tuores bereits drei Minuten vor dem Ende alles auf eine Karte setzte und Christian Schneider vom Eis nahm, sorgten zwei Treffer ins leere Tor für den letztlich zu deutlichen Endstand.
Am Ende stehen die Eispiraten trotz ordentlicher Leistung erneut mit leeren Händen da. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Bereits am Dienstag wartet im Sahnpark das nächste schwere Spiel gegen Ravensburg.