Das war nichts im Sachsenderby. Die Eispiraten unterlagen bei den Lausitzer Füchsen im ausverkauften Fuchsbau deutlich mit 2:6 (1:2, 0:1, 1:3) und waren dabei über weite Strecken das deutlich schlechtere Team.
Dabei begann die Partie durchaus verheißungsvoll. Trepanier fälschte einen Schuss unhaltbar zur frühen Führung ab. (10.) Doch keine 30 Sekunden später leistete sich ausgerechnet Leistungsträger McCormick einen folgenschweren Fehler, den Theodore per Alleingang eiskalt zum Ausgleich nutzte. Als Broda kurz vor der ersten Pause das 2:1 für Weißwasser erzielte, ließ dies bereits nichts Gutes erahnen.
Auch das Mitteldrittel startete aus Sicht der Eispiraten denkbar schlecht. Kevin Reich ließ einen eigentlich harmlosen Schuss von Dosch durchrutschen – die Füchse jubelten zum dritten Mal. Die Eispiraten versuchten anschließend gegenzuhalten, doch die Realität war offensichtlich: Die Vielzahl an verletzten Stürmern kostet zu viel Qualität. Vor allem die drei Kontingentstürmer McGauley, Trepanier und Zikmund konnten offensiv erneut nicht die erhofften Impulse liefern.
Der Anschlusstreffer von Shevyrin ließ im Schlussabschnitt noch einmal kurz Hoffnung aufkeimen. Doch die individuelle Klasse der Hausherren sprach dagegen. Scheidl bediente Breitkreuz mit einem Traumpass, den auch McGauley nicht unterbinden konnte – 4:2 (47.). Als bei den Eispiraten in der Schlussphase auch noch die Disziplin nachließ, nutzten die Füchse zwei Powerplays konsequent zum 6:2-Endstand.
Zurück bleibt Ernüchterung. Natürlich liegen die Ursachen vor allem auch in der massiven Verletzungsmisere, doch die Eispiraten müssen Wege finden, in den kommenden Wochen dennoch zu punkten. Denn die Konkurrenz aus Weiden und Bad Nauheim tut uns nicht regelmäßig den Gefallen, selbst zu verlieren. Auch die Verantwortlichen stehen vor einer schwierigen Aufgabe: Verstärkung wäre dringend nötig, doch das Anforderungsprofil – ein deutscher Spieler – und die ebenfalls suchende Konkurrenz machen den Markt äußerst dünn. Rundqvist, zuletzt im Gespräch, hat sich inzwischen für einen Wechsel nach Landshut entschieden.
Foto: Thomas Heide