Wenn die Eispiraten am Freitag zu ihrem 750. DEL2-Spiel in Bietigheim antreten, treffen zwei Teams aufeinander, die aktuell nicht wirklich viele Gemeinsamkeiten haben.
2025/26 – 47.Spieltag – Freitag, 20.02.2026, 19.30 Uhr
Bietigheim Steelers vs. Eispiraten Crimmitschau
Schiedsrichter: -, – (-, -)
Die bisherigen Duelle gegen BIETIGHEIM im Überblick.
Ein paar Beispiele gefällig? Bietigheim: extrem schwach gestartet und mittlerweile bis auf Platz 5 (74 Punkte) hochgearbeitet, top in Form, die Defensive deutlich stabiler im Saisonverlauf (145 Gegentore), der Sturm brandgefährlich (158 Tore). Nun, und bei den Eispiraten konstatiert man aktuell in allen Punkten das Gegenteil. Dementsprechend geht das Team von Chefcoach Alexander Dück auch als haushoher Favorit ins Rennen, denn die Cracks aus dem Ellental wollen die direkte Playoff-Teilnahme ins Ziel bringen und schielen dabei sogar noch auf das Heimrecht.
Dass es seit vielen Wochen so ziemlich blendend läuft bei den Steelers liegt an einer Leistungssteigerung aller Mannschaftsteile. Und da gehört zu allererst Goalie Olafr Schmidt (D-CAN, 35 Sp, 2.69 GT/Sp, 90.21%, 2 SO) dazu, der nicht nur seinen Gegentorschnitt beständig heruntergefahren hat, sondern seine Fangquote inzwischen auf über 90% steigern konnte, Tendenz weiterhin nach oben zeigend. Bei Backup Florian Mnich (12 Sp, 3.70 GT/Sp, 84.98%, 0 SO) ist das mit der positiven Tendenz allerdings noch so eine Sache, denn das ehemaligen Riesentalent ist in einer gewissen Durchschnittlichkeit hängengeblieben.
So ist Olafr Schmidt die klare Nummer 1 und vor ihm räumen der sehr auffällige Arne Uplegger (44 Sp, 5+21) sowie die Routiniers Tim Schüle (44 Sp, 3+16), Sören Sturm (43 Sp, 4+14) und Pawel Dronia (D-POL, 46 Sp, 3+14) sehr gut auf. Aber auch Maximilian Söll (36 Sp, 4+5), Mick Hochreither (44 Sp, 1+8) und Benedikt Jiranek (44 Sp, 2+5) als Mann für´s Grobe verstehen sich recht gut im Verteidigen. Nach anfänglichen Problemen zum Saisonstart ist die Bietigheimer Hintermannschaft inzwischen ein gut eingespieltes und vor allem nach vorne sehr aktives Abwehrkollektiv geworden, in dem Justin Scheck zumeist der 7. Defender ist.
Beim Blick auf den Angriff der Steelers muss man neidlos mit der Zunge schnalzen, denn gleich vier Spieler kommen auf über 1 Scorerpunkt pro Spiel und hier zeigt sich, was sehr gute Kontingentspieler bewirken! Jack Dugan (USA, 45 Sp, 22+36), Brett Kemp (CAN, 42 Sp, 24+27), Marek Racuk (CZE, 44 Sp, 16+30) und Cole Fonstad (CAN, 32 Sp, 16+20) lassen keinen Zweifel daran, dass der Bietigheimer Sturm zu den besten der Liga gehört, zumal obendrein Mike Fischer (42 Sp, 13+22) eine verdammt starke Saison spielt und die Oldies Tyler McNeely (D-CAN, 39 Sp, 9+15) – zugleich aktueller Alltime-Topscorer der DEL2 – und Alexander Preibisch (41 Sp, 15+4) einfach nicht müde zu kriegen sind. Die jüngeren Spieler wie Bastian Eckl (36 Sp, 5+10), Filip Reisnecker (19 Sp, 5+3), Joshua Rust (34 Sp, 5+2) und Tamas Kanya (D-HUN, 37 Sp, 3+1) kommen ebenfalls gut weg.
Es bleibt dabei: Egal, wie der Gegner heißt, die Eispiraten brauchen dringend Punkte. Dass die Crimmitschauer in den bisherigen drei Spielen gegen die Steelers aber nicht mal einen einzigen Zähler geholt haben (4:6, 1:3, 4:6), spricht nicht gerade dafür, dass Jussi Tuores und seine Crew den Dreh raus haben, wie man den Cracks aus dem Ellental Herr werden kann. Der erste Kniff ist aber sicherlich, die extrem gefährliche Offensive lahmzulegen. Da dies aber leichter gesagt ist als getan – Bietigheim hat im Saisonverlauf erst ein Mal kein eigenes Tor geschossen und in 34 Partien mindestens 3 (zum Vergleich die Eispiraten: 4 mal zu Null, 22 mal 3+ Tore) – müssen die Eispiraten angesichts von wohl kaum zu vermeidenden Gegentreffern ihr Heil auch in der Offensive suchen. Ausgerechnet dort, wo seit einigen Spielen mächtig Sand im Getriebe ist. Die Hoffnungen ruhen hier ganz klar darauf, dass erstens Mackin und Wruck wieder ihre bekannt starke Performance zeigen sowie nach dem Ausscheiden von Dominic Walsh endlich einen passenden Dritten in ihre Reihe bekommen und dass zweitens so einige Sorgenkinder – ohne Namen zu nennen wird klar sein, wer gemeint ist – endlich die Kurve kriegen und ihren Teil beitragen, um als Team wieder in die Erfolgsspur zu finden. Es wäre so bitter nötig!
Kadernews
Ausfall: Tim Lutz (Oberkörperverletzung, ca. März), Ralf Rollinger (Saisonende), Vincent Saponari (Oberkörperverletzung, Februar?), Rayan Bettahar (Einsatz Bremerhaven), Mirko Sacher (Schulter, Saisonende), Dominic Walsh (Oberkörperverletzung, Saisonende), Christian Schneider (Unterkörperverletzung), Maxim Trépanier (Unterkörperverletzung, Saisonende), Justin Büsing (Einsatz Bremerhaven)
Fragezeichen: Robin Veber