Auch in Spiel Nummer vier in dieser Saison gingen die Eispiraten gegen Bietigheim leer aus und ließen sich mit 4:7 (0:2, 2:2, 2:3) abermals die Bude vollhauen. Wie die Eispiraten in der restlichen Hauptrunde noch Punkte einfahren wollen, wird eine immer schwerer zu beantwortende Frage.

Mit dem kürzlich verpflichteten Philipp Kuhnekath im Lineup und neu zusammengestellten Reihen starteten die Eispiraten sichtlich nervös bzw. unsicher in die Partie. Schon nach knapp vier Minuten wurde eine der vielen Fehlerketten bestraft. Reich konnte einen harmlosen Schuss nicht festhalten, Olleff brachte den Rebound nicht weg und Ex-Eispirat Kanya konnte gar nicht anders, als ins leere Tor zu schieben. Crimmitschau fuhr weiter neben der Spur. Als Bietigheim nach einem 4 gegen 4 wieder komplett war, nutzten sie die nicht vorhandene Zuordnung in der Eispiraten-Hintermannschaft zum 2:0 durch Racuk (10.) – es musste einem Angst und Bange werden! Die Eispiraten kamen zwar in der zweiten Hälfte des Drittels etwas besser in die Partie und hatten eine riesen Gelegenheit durch Mackin, der aber statt ins offene Tor nur in die Fanghand von Goalie Schmidt traf, insgesamt machten allerdings viel zu viele kleine Fehler und ein nicht vorhandenes Selbstvertrauen der Pleißestädter die allermeisten Bemühungen jäh zunichte.

Im Mittelabschnitt setzte sich geistige Frische der Bietgheimer abermals durch. Einen abgefälschten Schuss antizipierte Racuk am schnellsten und es stand 3:0 (22.). Die Crimmitschauer bauten aber anscheinend durch die Gegentreffer eine Menge Frust auf, der sich in einem doppelten Powerplay entlud. McCormick traf mit hartem Schlagschuss (28.) und Streu mit Onetimer (29.). Somit war die Partie urplötzlich wieder offen, was die Eispiraten dann endgültig beflügelte. Die Köpfe der Rot-Weißen gingen nach oben und man erarbeitete sich durchaus einige Chancen. Das Tor viel allerdings auf der Gegenseite. Racuk, Fonstad und Fischer spielten auf dem Bierdeckel die indisponierte Eispiraten-Abwehr aus, Fischer traf zum 4:2 (31.).

Mit dem 2-Tore-Rückstand starteten die Westsachsen in ihr Horrordrittel – in den letzten 12 Spielen wurde das letzte Drittel 11 mal verloren. Und was das heißt, zeigte sich schon nach 32 Sekunden, als Racuk in Unterzahl seinen Hattrick zum 5:2 schnürte – alles viel zu einfach. Damit war die Partie ergebnistechnisch schon gelaufen, aber die Eispiraten bäumten sich noch einmal auf. Shevyrin schoss in der 44. Minute einen Penalty neben das Tor, Schmid fälschte in der 45. Minute zum 3:5 ab und Neuzugang Kuhnekath verkürzte in der 53. Minute im Powerplay gar auf 4:5. Damit waren die Crimmitschauer wieder in der Partie und Bietigheim beeindruckt. Eine nachträglich ausgesprochene Strafe gegen Olleff sollte die Eispiraten dann aber wieder auf die Verliererstraße einbiegen lassen. Kemp nutzte das Powerplay spielerisch (56.) und weil Jussi Tuores so gern den Towart vom Eis nimmt – auch bei eigener Unterzahl – konnte Fischer in der 59. Minute auch das dritte Powerplay der Hausherren an diesem Abend nutzen, ganz ungestört ins leere Tor. Damit war dann obligatorisch das letzte Drittel verloren, das Spiel sowieso und wir hoffen weiter auf jeden nicht eingefahrenen Punkt der Konkurrenz.