INFOS ZUM SPIEL
DEL 2 – Saison 2025/26 – 48. Spieltag am 22.02.2026
Schiedsrichter: Achim Moosberger, Vladislav Gossmann (Kenneth Englisch, Lukas Pfriem)
Nach der deutlichen Niederlage in Bietigheim, bei der sich die Eispiraten vor allem defensiv von ihrer schlechtesten Seite gezeigt haben, galt es für die Rot-Weißen, sich wieder auf das Erfolgsrezept der ersten Saisonhälfte zu besinnen: aufmerksam in der Verteidigung, starkes Goaltending, offensive Effektivität. Mit dem EV Landshut kam ein Gegner, gegen den die Westsachsen in den bisherigen Begegnungen eigentlich recht gut ausgesehen haben, immerhin sechs Punkte konnten die Crimmitschauer aus den schon gelaufenen drei Spielen verbuchen. Zudem läuft auch am Gutenbergweg seit geraumer Zeit nicht vieles optimal, mit hohen Erwartungen in die Saison gestartet, geht es für Landshut seit Mitte der Spielzeit tabellarisch stetig nach unten, so daß vier Spieltage vor Ultimo noch nicht einmal der direkte Klassenerhalt rechnerisch sicher ist.
Back to the roots
So wie die Rot-Weißen das Match angingen, hatten sie aus dem verkorksten Freitagsauftritt durchaus ihre Lehren gezogen. Offensiv vorsichtiger, aber dafür in der Abwehr sehr stabil, legten die Hausherren ihr Augenmerk zunächst auf das Verhindern von Gegentoren. Die erneute Umstellung in den Defensivreihen (McCormick und Kreutzer traten wieder als klares erstes Verteidigerpärchen auf) schien sich da bezahlt zu machen. Trotzdem hatte Landshut die ersten nennenswerten Aktionen, aber Kevin Reich war auf dem Posten. Nach ca. fünf gespielten Minuten begannen die Gastgeber sich langsam freizuschwimmen und kamen ihrerseits zu ersten Gelegenheiten. Es entwickelte sich ein Spiel mit vielen technischen Fehlern, so daß nur wenig Spielfluss aufkam. In so einer Partie braucht es dann auch mal ein wenig Glück fürs Toreschießen, und das hatten heute die Eispiraten, in letzter Zeit von Fortuna eher lieblos behandelt. Adam McCormick zog einfach mal ab, die Scheibe wurde mehrfach abgefälscht, landete auf Langmanns Helm und hoppelte von dort ins Netz. Einige Kleinchancen später waren die ersten zwanzig Minuten um und es ging mit dem knappen 1:0 in die Pause. Nicht unverdient, weil sich die Hausherren wirklich in die Partie gebissen hatten und vor allem hinten immer sicherer wurden.
McCormick zum Zweiten
Die Cannibals, mit ja nun wirklich genug Offensivpower im Kader, wirkten zu Beginn des Mittelabschnitts schon etwas angenascht, versuchten, schnell auf den Ausgleich zu gehen. Crimmitschau blieb aber, vor allem in Person von Kevin Reich, sehr aufmerksam und ließ nicht zu, dass der Landshuter Druck unwiderstehlich wurde. Offensive Gegenstöße der Hausherren verpufften in dieser Phase auffällig oft in Stockfehlern schon beim Angriffsaufbau. Zumindest in den Abwehrreihen blieb es aber bissig, so daß die ganz großen Chancen der Gäste, mit Ausnahme eines Alleingangs von Gooch, den aber Reich ausbremsen konnte, ausblieben. So plätscherten die Minuten dahin, bis sich Dietz die einzige Strafe des ganzen Spiels leistete. Und dieses einzige Powerplay der Partie nutzten die Eispiraten nach nur wenigen Sekunden: mit zwei schnellen Pässen wurde McCormick an der blauen Linie freigespielt, und der ballerte die Scheibe zum 2:0 ins Netz. Der Treffer wurde zwar überprüft, aber es gab wirklich keinen Grund, ihn nicht zu geben, und so kam es dann auch. Die letzten Sekunden waren für Crimmitschau nochmal verzwickt, weil Landshut durchaus drängte, aber letztlich brachten die Rot-Weißen das 2:0 in die Drittelpause.
Starke Defense sichert die Punkte
Wer nun ein bedingungsloses Anrennen der Gäste erwartet hatte, wurde enttäuscht. Oder (aus Crimmitschauer Sicht) konnte mit Erleichterung feststellen, dass die Hausherren es weiterhin gut verstanden, Scoringmaschinen wie Immo oder Gooch vom Tor weitgehend fernzuhalten. Da war sich auch keiner in der Eispiratenabwehr zu fein, mal ein Icing zu fabrizieren, man merkte den Rot-Weißen wirklich an, daß sie diese drei Punkte unbedingt über die Runden bringen wollten. Machen wir es kurz: das sollte klappen. Ein Eishockeyleckerbissen wurde die Begegnung nicht mehr, und am Ende durfte Kevin Reich seinen verdienten Shutout feiern.
Mit den gleichzeitigen Niederlagen von Bad Nauheim, Weiden und Freiburg entspannte sich für die Eispiraten die Situation am Platz-10-Strich sogar etwas. Es sind vor den letzten vier Spieltagen nun wieder vier Punkte Vorsprung auf Freiburg, sechs auf Bad Nauheim und sieben auf Weiden. Mit der defensiven Aufmerksamkeit des heutigen Spiels können die Rot-Weißen sich durchaus ins Ziel retten.
TORE
1:0 (14:53) Adam McCormick (Corey Mackin)
2:0 (36:22) Adam McCormick (Dylan Wruck, Corey Mackin) PP1 5-4
STRAFMINUTEN
Eispiraten Crimmitschau – 0 Minuten
EV Landshut – 2 Minuten
35:33 – 2 Min. – Stanislav Dietz (Beinstellen)
AUFSTELLUNG
Eispiraten Crimmitschau
Tor: Kevin Reich (Christian Schneider) – Abwehr: Felix Thomas, Adam McCormick, Ole Olleff, Gregory Kreutzer, Alexander Vladelchtchikov, Mario Scalzo – Angriff: Till Michel, Alexander Schmidt, Ladislav Zikmund, Tim McGauley, Johannes Schmid, Nikolas Biggins, Philipp Kuhnekath, Denis Shevyrin, Corey Mackin, Louis Brune, Dylan Wruck, Sebastian Streu
EV Landshut
Tor: Jonas Langmann (Philipp Dietl) – Abwehr: Finn Serikow, Andreas Schwarz, Wade Bergman, Stanislav Dietz, Colton Jobke, Martin Has – Angriff: Tobias Lindberg, Julian Kornelli, Yannick Wenzel, Lukas Gaus, Jakob Mayenschein, Jesse Koskenkorva, Tor Immo, David Rundqvist, Trevor Gooch, Oliver Stümpel, Tobias Schwarz, Seonwoo Park
ZUSCHAUER
2.587
SPECIAL TEAMS CRIMMITSCHAU
Überzahl: 100.00% (1 Überzahlsituationen / 1 Tor)
Unterzahl: 100.00% (0 Unterzahlsituationen / 0 Gegentore)
TORSCHÜSSE
22:30 (9:8, 6:9, 7:13)