Die Überschrift zur Vorschau auf das kommende Spiel der Eispiraten in Ravensburg ist in zweierlei Hinsicht bedeutsam, denn erstens sind nun nur noch 4 Spiele in der Hauptrunde 2025/26 zu spielen und zweitens haben die Westsachsen nur noch 4 Punkte Vorsprung auf den ärgsten Verfolger Freiburg. Der Spielausgang in Oberschwaben kann die Crimmitschauer also sowohl in arge Nöte bringen als auch bereits entscheidend voranbringen.


2025/26 – 49.Spieltag – Freitag, 27.02.2026, 20.00 Uhr
Ravensburg Towerstars vs. Eispiraten Crimmitschau
Schiedsrichter: -, – (-, -)

Die bisherigen Duelle gegen RAVENSBURG im Überblick.


Entscheidend vorankommen wollen natürlich auch die Ravensburger, denn das Team von Bo Subr, dessen Abschied nach der Saison bereits feststeht (mutmaßlich nach Dresden), befindet sich mit dem Baden-Württembergischen Rivalen aus Bietigheim noch im Fernduell um Platz 4, den aktuell die Towerstars mit 82 Punkten und 147:143 Toren aus 48 Spielen belegen. Der Vorjahresfinalist hat gute Karten, das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale ins Ziel zu bringen. Dabei sah es bis Mitte Dezember für die Puzzlestädter ziemlich zappenduster aus. Am 3. Advent kassierten sie – wir erinnern uns zu gern – gegen 13 Crimmitschauer Feldspieler eine ziemlich peinliche Niederlage, die Subr wutschnaubend als „Sommerhockey“ deklarierte. Es war eine Art Wendepunkt in der Hauptrunde der Ravensburger, denn seither wird das Team weitgehend den in Oberschwaben traditionell hohen Ansprüchen gerecht und holte in den folgenden 24 Spielen beachtliche 51 Punkte – knapp besser waren da nur Krefel und Kassel. Zum Vergleich: Crimmitschau fuhr in den 24 Partien seit dem Minikadersensastionssieg gerade einmal 25 Zähler ein.

Wohltuend war der Ravensburger Aufschwung auch für die beiden Goalies Ilya Sharipov (D-RUS, 34 Sp, 2.98 GT/Sp, 88.66%, 1 SO) und Nico Pertuch (11 Sp, 2.56 GT/Sp, 89.47%, 1 SO). Beide sind zwar hinsichtlich der Fangquote 2-3% von einer herausragenden Quote entfernt, doch weil die Abwehr deutlich weniger gefährliche Situationen zulässt als noch in der ersten Saisonhälfte, konnten die beiden Keeper zumindest schon einmal ihren Gegentorschnitt auf unter 3 drücken.

Apropos Gegentore: Auch hier hängen den Towerstars Pleiten, Pech und Pannen der ersten 24 Spieltage nach, denn mit fast 3 Gegentoren pro Spiel (2.98) auf Platz 4 zu stehen, ist schon ein Kunststück. Die letzten 24 Spiele haben aber gezeigt, dass der Abwehrbeton wieder fester geworden ist. Nur 51 mal ließen in dieser Zeit die Routiniers Julian Eichinger (48 Sp, 1+20), Simon Sezemsky (40 Sp, 4+16), Denis Pfaffengut (43 Sp, 3+13) , Florin Ketterer (35 Sp, 0+14) und Jan Wieszinski (D-SUI, 21 Sp, 0+1) im Verbund mit den jüngeren Philipp Mass (41 Sp, 1+13), Niklas Hübner (19 Sp, 2+6), Ryan Odude (46 Sp, 0+8) und Lukas Jung (30 Sp, 0+2) den Gegner einen Angriff erfolgreich abschließen.

Wenn man vom Ravensburger Angriff spricht, dann meint man eigentlich das Trio Mark Rassell (CAN, 48 Sp, 36+24), Robbie Czarnik (USA, 47 Sp, 28+27) und Erik Jinesjö Karlsson (SWE, 44 Sp, 15+30), ihres Zeichens Torjäger, Alleskönner und Spielgestalter. Diese Strumreihe dürfte in der DEL2 kaum zu toppen sein. Nicht ganz unter den Tisch kehren sollte man allerdings Nick Latta (48 Sp, 15+10) und Odeen Peter Tufto (USA, 23 Sp, 7+15), der im Dezember Alex-Olivier Voyer (Weiden) ersetzte. Die übrigen Stürmer wie etwa die Stammkräfte Alec Ahlroth (39 Sp, 7+9), Thomas Reichel (46 Sp, 5+9), Louis Latta (47 Sp, 4+9) und Marvin Schmid (48 Sp, 3+8) liefern offensiv sicherlich nicht den Output, den mn erwarten könnte, aber solange die Topreihe läuft, fällt das nicht weiter ins Gewicht. Die jungen Fabio Sarto (41 Sp, 3+1), Anselm Gerg (26 Sp, 1+0) und Maxim Scholl (9 Sp, 0+1) komplettieren gegenwärtig die Offensive.

Jetzt noch Ravensburg überstehen und dann in den letzten drei Spielen gegen Weiden, Kaufbeuren und Freiburg mühelos den Sack zumachen! Ein verlockender Gedanke ist das, doch vergessen sollte man nicht, dass die Eispiraten gegen die drei Teams hinter ihnen auch ganz böse auf die Nase fallen können. Deshalb können wir sicher sein, dass sich die Crimmitschauer, in deren Reihen Mario Scalzo gegen die Towerstars seinen 300. Pflichtspieleinsatz für Rot-Weiß feiern wird, nicht nur auf diese drei vermeintlich leichteren Spiele konzentrieren werden, sondern bereits beim turmhohen Favoriten aus dem Schussental möglichst viel Zählbares mitnehmen wollen, um der Bredouille möglichst gar nicht erst die Gelegenheit zu geben, sich im Dunstkreis der Westsachsen breit zu machen.


Kadernews

Ausfall: Tim Lutz (Oberkörperverletzung, ca. März), Ralf Rollinger (Saisonende), Vincent Saponari (Oberkörperverletzung, Februar?), Rayan Bettahar (Einsatz Bremerhaven), Mirko Sacher (Schulter, Saisonende), Dominic Walsh (Oberkörperverletzung, Saisonende), Maxim Trépanier (Unterkörperverletzung, Saisonende), Robin Veber
Fragezeichen: Justin Büsing (Einsatz Bremerhaven)


Die Teams im Vergleich