Alles beim Alten in Weißwasser. Die Eispiraten verloren ihr Auswärtsspiel im Fuchsbau nach 2:0-Führung schlussendlich mit 2:3 in der Verlängerung und liegen in der kurzen Pre-Playoffserie nun mit einem Sieg im Rückstand.

Mit hoher Intensität, mächtig Tempo und kaum Unterbrechungen starteten beide Teams in die Partie. Es entwickelte sich ein Auf und Ab, ohne dass sich eine Mannschaft einen klaren Vorteil erspielen konnte. Die erste Duftmarke setzte dann Ben Corbeil in der 8. Minute mit dem 0:1, das den Eispiraten in der Folge mehr Sicherheit brachte. Man konnte die Lausitzer weitgehend gut in Schach und außerhalb der gefährlichen Zone halten, musste aber stets wachsam bleiben bei Distanzschüssen und viel Verkehr vor dem eigenen Tor. Für ihre bis dahin harte und einwandfreie Arbeit belohnten sich die Westsachsen in der 18. Minute mit dem 0:2 durch Kuhnekath. Statt das Ergebnis konzentriert in die Pause zu bringen, zeigten die Eispiraten aber wieder mal ihr Gesicht, das sie über die Jahre hinweg in Weißwasser gerne zeigen. 42 Sekunden nach dem 0:2 konnte die Defensive die Scheibe nicht klären, Brady tippte den Puck ins Netz und nur 14 Sekunden später stand Breitkreuz goldrichtig, als ihm Kevin Reich einen harmlosen Schuss von außen ohne Not direkt vor die Füße legte. Starke Führung innerhalb eines Wimpernschlags weggeschmissen – unnötig wie ein Kropf.

Die Ansage in der Eispiraten-Kabine dürfte kurz und knackig gewesen sein, denn im Mittelabschnitt machten es die Westsachsen defensiv wieder besser und ließen nur wenige Abschlüsse der Hausherren zu. Auch wenn sich die Partie insgesamt etwas weiter abseits der Torhüter abspielte, blieben Spannung und Intensität hoch – man schenkte sich nichts! Auf die größte Chance im 2. Drittel mussten die Fans bis zur 40. Minute warten, als Gregory Kreutzer das Gestänge des Füchse-Tors erklingen ließ. Mit einem leistungsgerechten 2:2 ging es schließlich in die 2. Pause.

Mit jeweils einer riesen Chance – Weißwasser an die Latte und Brune vor dem leeren Gehäuse ans Bein eines Verteidigers – starteten beide Teams ins letzte Drittel, doch die Absicherung vor dem eigenen Tor rückte schnell wieder in den Fokus, so dass sich die sächsischen Duellanten weitgehend neutralisierten. Mit zumehmender Spielzeit zeigten sich die Eispiraten aber einen Tick durchsetzungsstärker und ertragreicher in der Offensive, aber die Scheibe fand den Weg nicht ins Tor, so dass schon das erste Aufeinandertreffern der Serie zum ultimativen Showdown in die Verlängerung bat.

Hier gingen die Mannschaften zunächst kein Risiko, weshalb sich eigentlich auch gar keine nennenswerten Chancen ergaben. Keine richtige Chance war dann auch der Siegtreffer der Weißwasseraner in der 69. Minute. Es wurde halt einfach mal von weit außen Richtung Tor geschossen – Havlena war der Absender. Aus Nichts das Maximum gemacht. Die Eispiraten sind nun am Freitag ordentlich gefordert.