Die beiden sächsischen Teams im Duell um die Teilnahme am Playoff-Viertelfinale. Spiel 1 extrem eng, Spiel 2 ebenso – und dann schiebt der frisch gekürte, aber unwürdige Schiedsrichter des Jahres der DEL 2 die Füchse in Richtung Sieg. Vor 4.300 Fans müssen sich die Eispiraten mit 2:6 (1:0, 0:1, 1:5) geschlagen geben.

Die beiden Teams starteten zunächst etwas abwartend in die Partie und vor allem die Eispiraten brauchten ein bisschen, um sich dem Gästetor ernsthafter zu nähern. Auf der Gegenseite kamen die Lausitzer hier und da durchaus in gute Schusspositionen, weil sie die Crimmitschauer Defensive mehrmals gut auseinanderziehen konnten. Die Hausherren kamen aber dann auch besser ins Spiel und belohnten ihren Aufwand mit dem 1:0 durch Wruck im Powerplay (18.). Eine wichtige, wenn auch etwas schmeichelhafte Führung, nahmen die Rot-Weißen mit in die Kabine.

Im Mittelabschnitt rissen die Crimmitschauer die Partie dann deutlicher an sich und hatten sehr gute Chancen. So traf etwa Louis Brune gleich zweimal die Latte und auch sonst beschäftigten die Westsachsen ihre ostsächsischen Kontrahenten sehr energisch in der eigenen Defensive. Ähnlich wie im ersten Drittel dann aber wieder verkehrte Welt. In ihrem zweiten Powerplay konnten die Füchse das 1:1 erzielen bzw. war es McCormick, dem an den Schlittschuh gepasst wurde (35.). In den Mittelpunkt der Partie rückte in der 40. Minute der angebliche Schiedsrichter des Jahres der DEL2, Bastian Steingroß. Louis Brune und Marlon Braun fuhren beide mit erhobenen Armen klammernd und hohem Stock nebeneinander her, Brune löst sich aus dem Zweikampf und Steingroß hebt den Arm. Nach Sichtung des Videos sprach Steingroß gar eine Spieldauerstrafe aus. In einem Spiel, in dem etliche Nickligkeiten überhaupt nicht interessierten, war das eine vollkommen unverständliche und spielbeeinflussende Schiedsrichterentscheidung.

Die weitere Geschichte ist schnell erzählt. Weißwasser nutzte das Geschenk von Katastrophen-Steingroß und schoss zwei Powerplaytore per Doppelschlag in der 44. Minute. Schade, dass ein ehrliches, auf Augenhöhe geführtes Derby durch solch einen Eingriff in das Spiel auf eine unrühmliche Bahn gelenkt wurde. Die Pleißestädter wollten sich diese krasse Fehlentscheidung aber nicht gefallen lassen und warfen noch einmal alles ins Spiel und alles nach vorn. Belohnt wurde das in der 53. Minute durch das zweite Tor von Dylan Wruck, abermals in Überzahl. Crimmitschau war nun wieder im Spiel und ging weiter in die Offensive. Dies nutzte Weißwasser, um in der 57. Minute per Konter zum 2:4 den Zahn zu ziehen. In der Schlussminute ein Empty Net Goal vom inzwischen vierfachen Torschützen Scheidl sowie noch ein Tor von Jahnke schraubten das Ergebnis in eine unverdiente Höhe.

Die Eispiraten sind nun neben Düsseldorf bereits früh aus der Saison ausgeschieden. Verdient ist das alles nicht und man muss das Zustandekommen erstmal sacken lassen.