Die Saisonabschlussfeier der Eispiraten Crimmitschau fand auch in diesem Jahr im Hotel Meerane statt. Rund 300 geladene Gäste – darunter Sponsoren, Pressevertreter und Unterstützer – sorgten für einen würdigen Rahmen zum Abschluss einer intensiven Spielzeit.

Traditionell eröffnete der Fanfarenzug Crimmitschau den Abend. Durch das Programm führten Aaron Frieß und Norman Pilling, die auf eine Saison mit schwieriger Vorbereitung, starkem Start, verletzungsbedingten Rückschlag und dem Ziel Klassenerhalt durch die Pre-Play-Offs zurückblickten. Entsprechend groß war der Dank an alle Unterstützer rund um den Standort.

Emotional wurde es beim Saisonvideo, das die Highlights noch einmal eindrucksvoll zusammenfasste.

 

So bewerten die Verantwortlichen die Saison

Gesellschafter Jens Tützer fand klare Worte: „Es macht mehr Spaß als im letzten Jahr, hier zu stehen.“ Die Saisonvorbereitung sei aufgrund der unsicheren Lage schwierig gewesen, umso wichtiger sei die gefundene Lösung rund um das Stadion. Eishockey sei in Crimmitschau mehr als Sport – es habe eine zentrale soziale Bedeutung. Trotz Enttäuschung über das frühe Aus ordnete er die Saison realistisch ein: Der Klassenerhalt sei unter den Umständen ein solides Ergebnis.

Geschäftsführer Jörg Buschmann sprach von einer nervenaufreibenden Saison – einer echten Berg-und-Talfahrt – und betonte: „Crimmitschau lebt Eishockey.“ Der Start ohne Hauptsponsor konnte mit RUWE gelöst werden – inzwischen mit Perspektive für zwei weitere Jahre. Sportlich erlebte das Team Höhen und Tiefen, stark beeinflusst durch erneut extreme 1236 Kranktage (Vorjahr: 1267). Ein Wert, der fast zwangsläufig Spuren im Saisonverlauf hinterlassen musste. Positiv hervorzuheben sind 75.279 Zuschauer in der Hauptrunde.

Mit Humor blickte Buschmann auf das misslungene Weihnachtssingen zurück, wurde aber auch persönlich: Dominik Walsh würdigte er als Sinnbild dieser Saison. Ein emotionales Video des Kids-Clubs zeigte zudem, wie wichtig die Nachwuchsarbeit für die Zukunft ist. Aaron Frieß dankte besonders den Familien im Hintergrund.

Walsh – Rekordspieler und Symbolfigur

Ein besonderer Moment war die Ehrung von Dominik Walsh als Rekordspieler – überschattet von seiner schweren Verletzung – ein Moment, der vielen im Saal noch einmal deutlich gemacht hat, wie eng Erfolg und Rückschläge in dieser Saison beieinander lagen.. Natürlich wurde auch das Team auf die Bühne gebeten, einzig Trainer Jussi Tuores fehlte aus freudigem Grund: Er erwartet in Kürze erstmals Nachwuchs.

In kurzen Interviews zeigten sich Co-Trainer Hofverberg trotz verpasstem Happy End stolz auf das Team, während Felix Thomas seine Doppelbelastung aus Sport und Ausbildung schilderte.

Zwei Verlängerungen mit Signalwirkung

Das sportliche Highlight des Abends folgte zum Schluss: Dylan Wruck und Mirko Sacher verlängern ihre Verträge bei den Eispiraten. Zwei absolute Leistungsträger bleiben damit auch in der kommenden Saison an Bord – ein wichtiges Signal für den Standort.

Mirko Sacher, der aktuell noch an seiner Verletzung arbeitet, zeigte sich optimistisch: Ihm gehe es gut, und er wolle die Sommerpause nutzen, um wieder vollständig fit zu werden. Die Entscheidung für Crimmitschau sei ihm dabei leicht gefallen. Umfeld, Trainerteam und Mannschaft – „hier passt einfach alles“, so Sacher.

Auch Dylan Wruck fand deutliche Worte. Er hob vor allem die besondere Atmosphäre innerhalb der Mannschaft hervor: eine eingeschworene Truppe, die auch in schwierigen Phasen zusammenhält. Dazu komme die Unterstützung von den Rängen – die Energie im Sahnpark sei für ihn „etwas Besonderes“. Auch abseits des Eises fühle sich seine Familie in Crimmitschau sehr wohl, was für ihn eine wichtige Rolle spiele. Sportlich formulierte Wruck das Ziel für die kommende Saison klar: Playoffs.