Mit den besten Wünschen von etconline an alle, die mit dem Crimmitschauer Eishockey zu tun haben, starten wir in das Jahr 2024. Und der Jahresauftakt hält für die Schützlinge von Jussi Tuores gleich eine richtig schwere Aufgabe bereit.
Die aufstiegswilligen Krefeld Pinguine sind zu Gast im Sahnpark. Dass man als Aufstiegswilliger aber noch längst kein Aufstiegskandidat ist, müssen die Rheinländer aber auch in ihrer zweiten Saison in der DEL2 anerkennen. Erneut zeigen die Pinguine unterschiedliche Gesichter. Vor allem bei ihren Auftritten zuhause und in der Fremde. Während man am Niederrhein seiner Rolle recht oft gerecht werden kann, sind die Krefelder auswärts manchmal kaum zu erkennen, denn in 16 Auswärtsspielen konnten erst 17 Punkte eingefahren werden – kein Team hat weniger Auswärtspunkte. Daher reicht es für den KEV aktuell auch nur zum 8. Platz mit 47 Punkten und 91:87 Punkten. Für die Ansprüche, die man erhebt, viel zu wenig.
Apropos unterschiedliche Gesichter: Auch hinter der Bande hat sich seit Saisonbeginn einiges getan, denn nach Boris Blank und anschließend Herbert Hohenberger versucht sich nun Greg Poss als Pinguin-Bändiger. Ob das Kommen und Gehen die notwendige Ruhe bringt, um das Aufstiegsziel zu verwirklichen, wird man im Frühjahr noch sehen.
Ein Garant dafür soll auf jeden Fall Felix Bick (26 Sp, 2.59 GT/Sp, 91.65%, 2 SO) zwischen den Pfosten werden, der sich schon jetzt in Playoff-Form befindet. An ihm wird es also nicht scheitern. Die Backuprollen sind für Matthias Bittner, Hendrik Hane und Julius Schulte fest reserviert.
Vor Bick verrichten in der viertbesten Defensive der Liga die Eishockey-Ikone Christian Ehrhoff (32 Sp, 3+11) sowie Eric Gotz (USA, 26 Sp, 2+12), Erik Buschmann (32 Sp, 2+10), Philip Riefers (26 Sp, 3+7), Maximilian Adam (31 Sp, 3+7), Maximilian Leitner (26 Sp, 2+0) und David Trinkberger (31 Sp, 0+0) sehr verlässliche Arbeit. Maximilian Söll und Carl Konze springen bei Bedarf ein.
Wenn man den Sand im Getriebe der Pinguine sucht, muss man wohl am ehesten in der Offensive den Kehrbesen rausholen. Allerdings spielt den Krefeldern hier auch das Verletzungspech übel mit. So fällt etwa der kanadische Torjäger Josh MacDonald seit dem letzten Aufeinandertreffen zwischen Krefeld und Crimmitschau Ende November aus und auch der als Topscorer prädestinierte Deutsch-Kanadier Jonathan Matsumoto ist seit Anfang Dezember außer Gefecht. Leon Niederberger fehlt gar schon seit Ende Oktober, der nachverpflichtete Ex-Nationalspieler Jerome Flaake kam bislang auch nur auf 7 Einsätze. Für MacDonald wurde derweil Matt Marcinew (CAN, 6 Sp, 4+0) nachverpflichtet und auch den Bedarf einer Besetzung der letzten Kontingentstelle haben die Verantwortlichen vor einigen Wochen schon erkannt und Lucas Lessio (CAN, 13 Sp, 3+6) an den Rhein gelotst. Beim Finnen Alexander Ruutu (30 Sp, 5+10) wartet man noch darauf, dass der Knoten mal so richtig platzt, doch derweil springen die deutschen Angreifer wie Alexander Weiß (32 Sp, 8+16), Christian Kretschmann (30 Sp, 9+12), Philipp Kuhnekath (32 Sp, 6+14), David Cerny (28 Sp, 4+14) oder Mike Fischer (19 Sp, 3+9) in die Bresche. Dennis Miller, Kevin Niedenz, Lukas Wagner, Niclas Focks und Edmund Junemann komplettieren den Sturm der Krefelder, den man durchaus als gebeutelt bezeichnen darf.
Welches schwarz-gelbe Gesicht bekommen die Eispiraten nun also zum Jahresauftakt 2024 zu sehen? Das weiß man bei den Pinguinen nie so recht. Entweder sie werden ihrer Favoritenrolle gerecht und sind damit eine ganz, ganz harte Nuss für Crimmitschau oder sie sind eben doch nur ein ganz normaler Club in einer DEL2, in der jeder jeden schlagen kann. Dass die Eispiraten nicht zur Laufkundschaft werden wollen, konnten sie schon im letzten Spiel, dass denkbar knapp und nicht gerade verdient mit 0:1 verloren ging, beweisen. Dennoch steht gegen Krefeld in der aktuellen Spielzeit noch kein Punkt aus den beiden Duellen auf der Crimmitschauer Habenseite. Es wird also Zeit, den Bock in die richtige Richtung zu stoßen.