Nun haben die Eispiraten auch rechnerisch nichts mehr mit den Playdowns zu tun, denn mit einem unterhaltsamen 5:4 nach Verlängerung holte das Team von Jussi Tuores gegen den ESV Kaufbeuren die notwendigen Zähler für den Klassenerhalt. Knapp über 3.200 feierten mit dem Team.
Die Crimmitschauer begannen mit Neuzugang Ben Corbeil neben Wruck und Mackin und konnten mit Tim Lutz quasi noch einen Neuen in ihren Reihen begrüßen, denn der Deutsch-Schweizer feierte nach langer Verletzungspause am 51.Spieltag seinen Saisoneinstand. Die prall gefüllte Eispiraten-Offensive legte auch gleich los wie die Feuerwehr und schoss durch Büsing (3.) und Mackin (5.) eine zügige Führung heraus. Kaufbeuren war beeindruckt und bekam auch in der Folge nicht wirklich viel auf das Eis. Crimmitschau hatte die Partie über weite Strecken im Griff.
Einen Blitzstart legten die Rot-Weißen auch im Mittelabschnitt hin, denn nach nicht einmal 60 Sekunden schoss Ben Corbeil sein erstes Tor im Eispiraten-Trikot. Mit der verdienten und vermeintlich beruhigenden 3:0-Führung im Rücken hielt aber Bruder Leichtsinn in das Spiel der Westsachsen Einzug. Das Team von Jussi Tuores verlor kurzzeitig vollkommen den Fokus und stellte sich in der Defensivarbeit ganz ungeschickt an: McLellan (25.), Oswald (26.) und Raedeke (28.) brauchten nicht einmal 180 Sekunden, um die Partie auf den Kopf zu stellen. In der Folge war nicht nur der Spielstand, sondern auch das Hin und Her auf dem Eis ausgeglichen. Crimmitschau schüttelte die Schlafwageneinlage zwar wieder ab, aber Kaufbeuren hatte nun auch einen Weg in das Spiel gefunden und wollte sich keinesfalls geschlagen geben.
Im letzten Drittel wollten die Eispiraten die Partie an sich reißen, aber es fehlte ein wenig an der Genauigkeit und Zielstrebigkeit. In die Bemühungen der Westsachsen hinein konnte dann abermals Oswald bei einem Konter in der 47. Minute die Partie für seine Farben drehen – 3:4. Die Eispiraten waren nun gefordert und nach ein paar Anlaufschwierigkeiten fanden sie schließlich auch den richtigen Gang für die Schlussphase, in der Sebastian Streu den verdienten 4:4-Ausgleich schoss (55.). Den Punkt nahmen die Pleißestädter dankbar mit in die Overtime, wo Dylan Wruck bei angezeigter Strafe in der 61. Minute die Scheibe unter die Latte zimmerte.
etconline gratuliert dem Team und der Eispiraten GmbH zum Klassenerhalt!