Alles in trockenen Tüchern. Sowohl die Eispiraten als auch Freiburg sind auf ihren Plätzen 10 und 11 zementiert, so dass das letzte Hauptrundenspiel 2025/26 für beide Teams nur noch statistischen Wert hat. Viel aufregender als die Partie im Breisgau wird da für das Team und die Fans der Eispiraten der Blick in die anderen Stadien der DEL2, wo tatsächlich noch 4 Mannschaften darum „kämpfen“, ab kommenden Mittwoch gegen Die Crimmitschauer in den Pre-Playoffs anzutreten.


2025/26 – 52.Spieltag – Sonntag, 08.03.2026, 17.00 Uhr
EHC Freiburg vs. Eispiraten Crimmitschau
Schiedsrichter: -, – (-, -)

Die bisherigen Duelle gegen FREIBURG im Überblick.


Regensburg (79 Punkte, Torverhältnis +6), Landshut (76, +8), Weißwasser (76, -3), Düsseldorf (-8) – diese vier Teams sind im Topf und der Blick auf die Spiele lässt wirklich alles offen:
Kassel – Landshut
Weißwasser – Düsseldorf
Ravensburg – Regensburg
Gewiss wird es während des letzten Spieltags einige Positionswechsel geben – es bleibt spannend.

Für den Eispiraten-Gegner Freiburg steht indes bereits fest, dass es in den Playdowns gegen Kaufbeuren gehen wird. Sicher ist den Breisgauern bereits, dass sie mit ihren 131:179 Toren und 59 Punkten mit 1 Sieg Vorsprung in die Serie gehen werden. Deren zwei könnten es noch werden, wenn Freiburg 3 Punkte holt und Kaufbeuren 0. Für das Team von Juraj Faith ist der Drops also noch nicht ganz zuende gelutscht, denn ein Sieg mehr oder weniger Vorsprung kann schon das Zünglein an der Waage sein.

Daher wird sich der EHC auch noch entsprechend motiviert zeigen und baut nicht nur gegen die Eispiraten, sondern auch in den Playdowns auf das Goalie-Duo Patrik Cerveny (D-CZE, 36 Sp, 3.28 GT/Sp, 89.42%, 0 SO) und Fabian Hegmann (21 Sp, 3.34 GT/Sp, 89.85%, 2 SO). Beide haben sich in der Hauptrunde oft abgewechselt, dabei Licht und Schatten gezeigt, doch in den Abstiegsspielen wird sich Faith wohl auf einen der Keeper festlegen müssen.

Wer am Ende das Rennen zwischen den Pfosten macht, darf für die Abwehr keine Rolle spielen, denn hinten dicht halten bleibt das A und O, wenn man das Abstiegsgespenst aus der Echte Helden Arena vertreiben will. Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf Strippenzieher Sameli Ventelä (FIN, 43 Sp, 0+23) sowie den erfahrenen Alexander De Los Rios (45 Sp, 0+13), David Trinkberger (48 Sp, 5+5) und Petr Heider (49 Sp, 2+6), der gegen die Eispiraten allerdings noch fehlen wird. Kilian Kühnhauser (51 Sp, 3+9), Samuel Schindler (38 Sp, 0+5), Niclas Hempel (31 Sp, 1+3) und Colin Schlenker (27 Sp, 0+3) sind die übrigen Verteidiger der im Saisonverlauf zu selten sattelfesten Abwehr.

Im Angriff tragen die Freiburger die Hypothek mit sich herum, auf ihren Leader und Torjäger Eero Elo (FIN, 45 Sp, 25+12) für den Rest der Saison verzichten zu müssen. Somit hat es sich für die Verantwortlichen aber bereits gelohnt, Lynden McCallum (CAN, 13 Sp, 10+6) als sechsten und letzten – Matej Pekar hat den EHC bereits früh in der Saison verlassen – Kontingentspieler verpflichtet zu haben – und der Kanadier liefert! Einen starken Job macht auch Fabian Ilestedt (SWE, 49 Sp, 17+39) und über die Leistungen des ewigen Freiburgers Nikolas Linsenmaier (45 Sp, 13+29) – derzeit noch für die Playdowns geschont – sowie Shawn O´Donnell (CAN, 37 Sp, 14+12), Travis Ewanyk (D-CAN, 50 Sp, 12+12) und Christian Billich (36 Sp, 11+7) gehen die Meinungen auch eher selten auseinander. Mit Lukas Mühlbauer (49 Sp, 9+7), Christian Kretschmann (49 Sp, 3+13) und Tomas Schwamberger (D-CZE, 47 Sp, 4+9) kann Juraj Faith zudem auf verlässliche Arbeiter zählen, die ihren Wert in den Playdowns einbringen werden. U21-Stürmer Paul Bechtold (34 Sp, 1+0) komplettiert den Angriff.

Den langen Weg in den Breisgau werden die Crimmitschauer sicherlich dazu nutzen, sich für die am kommenden Mittwoch beginnende Endrunde in Fahrt zu bringen, d. h. mit den neuen bzw. zurückgekehrten Spielern weiter die Abstimmung verfeinern. Gleichzeitig ist aber auch nicht auszuschließen, dass das ein oder andere kleine Wehwehchen auskuriert wird und nicht alle Stammkräfte in den Bus nach Freiburg steigen werden. Jussi Tuores ist jedenfalls wieder in der glücklichen Lage, dass sich die Mannschaft nicht quasi von selbst aufstellt, sondern er viel bessere Steuerungs- und Auswahlmöglichkeiten hat. Lehnen wir uns also noch ein letztes Mal zurück, warten auf den Gegner in den Pre-Playoffs und am Mittwoch geht dann alles scharf!


Kadernews

Ausfall: Ralf Rollinger (Saisonende), Vincent Saponari (Oberkörperverletzung, März), Rayan Bettahar (Einsatz Bremerhaven), Mirko Sacher (Schulter, Saisonende), Dominic Walsh (Oberkörperverletzung, Saisonende), Maxim Trépanier (Unterkörperverletzung, Saisonende), Robin Veber
Fragezeichen: Christian Schneider


Die Teams im Vergleich