Im ersten Heimspiel der Crimmitschauer Eishockeyära gegen die altehrwürdige Düsseldorfer EG kamen die Hausherren vor 3.000 Fans zu einem verdienten 4:1-Sieg (1:0, 1:0, 2:1), bei dem allerdings auch ein Schockmoment im zweiten Drittel hängen bleibt.

Beide Teams gingen zwar verhalten in die Partie, was diese aber keineswegs uninteressant machte. Das Niveau war hoch und Crimmitschau konnte sich nach und nach ein leichtes optisches Übergewicht erspielen und hatte die zwingenderen Aktionen vor dem gegnerischen Tor. Für die Bemühungen wurden die Eispiraten 18 Sekunden vor der Pausensirene belohnt, als McCormick einen starken Querpass auf Walsh spielte und der noch stärker Lunemann im DEG-Tor austanzte.

Das zweite Drittel war sehr zerfahren und von vielen langen Unterbrechungen, etwa drei Videobeweise, geprägt. Beim ersten befanden sich Denis Shevyrin und Erik Brown im Laufduell, wobei der Düsseldorfer beim Versuch zu bremsen mit dem Schlittschuh im Eis hängen blieb, stürzte und kopfüber in die Bande knallte. Zum Glück passierte dem Gästespieler dabei nichts. Shevyrin bekam eine fragwürdige Strafe. Kaum wieder auf dem Eis, war der Eispiraten-Spieler erneut im Fokus. Emil Quaas rutschte weg und fiel direkt in Shevyrins Laufweg, prallte dabei mit dem Kopf gegen Shevyrins Knie und dann auch noch auf das Eis. Eine sehr unschöne Szene, nach der der DEG-Defender mit der Trage vom Eis gebracht werden musste. Ganz Crimmitschau drückt Emil Quaas die Daumen und hofft, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Shevyrin traf hier keine Schuld, das ergab auch der zweite Videobeweis. Als die Schiedsrichter zum dritten Mal zum Monitor gingen, erkannten sie eine Spielverzögerung des Düsseldorfers Brown und dieses Powerplay führte dann prompt zum 2:0, als Dominic Walsh seinen eigenen Rebound flach zum 2:0 ins Tor legte. Der Spielstand zur Pause war durchaus etwas schmeichelhaft, weil die Gäste viel Bewegung vor Reich erzeugten und 21 Torschüsse verzeichneten, einige davon sehr gefährlich. Auf der Gegenseite gab es lediglich zwei Breaks der Eispiraten, die aber nicht gut ausgespielt wurden.

Im Schlussabschnitt kam der Spielfluss zurück, was beiden Teams sichtlich gut bekam. Zunächst versuchten die Gäste einen Druckphase aufzubauen, das Tor machten aber die Hausherren! Brune wurde wunderbar von Thomas bedient und fackelte nicht lange – 3:0 in der 44. Minute. In der Folge musste Düsseldorf das Kommando übernehmen, Crimmitschau blieb defensiv aber aufmerksam. Bis auf eine Situation in der 50. Minute, als Tosto zu viel Raum bekam und das zum 3:1-Anschlusstreffer nutzte. Das ganz große Aufbäumen der Rheinländer blieb aber aus, weil sich die Westsachsen die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen wollten. Louis Brune hatte dazu auch das passende Statement mit dem 4:1 in der 53. Minute, was der Vorentscheidung gleichkam.

Mit einem überzeugenden Sieg im Rücken geht es für die Eispiraten am Sonntag in Regensburg um die nächsten wichtigen Punkte.