Unglaublich, was sich an diesem Abend im Sahnpark abspielte. Die extrem dezimierten Eispiraten rangen die Ravensburg Towerstars bereits zum dritten Mal in dieser Saison nieder und feierten mit einem 2:1-Erfolg (2:1, 0:0, 0:0) endlich den ersehnten ersten Sieg des neuen Jahres.

Dabei begann die Partie denkbar ungünstig. Nach gerade einmal 16 Sekunden stand Karlsson zentral völlig frei und brachte die Gäste früh in Führung. Doch die Eispiraten schüttelten sich kurz, arbeiteten sich mit zunehmender Spielzeit hinein und drehten die Partie noch vor der ersten Pause. Tim McGauley und Dylan Wruck sorgten mit zwei sehenswerten Treffern für die 2:1-Führung – der Sahnpark war wieder da.

Was folgte, war ein echter Abnutzungskampf über 40 Minuten. Vor der überschaubaren Dienstagabendkulisse unterbanden die Hausherren immer wieder die Angriffsbemühungen der Gäste, verteidigten leidenschaftlich und überstanden mehrere Unterzahlsituationen, darunter sogar ein 3-gegen-5. Im Schlussdrittel folgte dann die nächste Hiobsbotschaft: Corey Mackin musste verletzt passen und konnte nach einem kurzen Versuch letztlich nicht mehr weiterspielen. Noch stärker dezimiert stemmten sich die Eispiraten in der Schlussphase gegen den Ausgleich, überstanden in den letzten fünf Minuten gleich zwei Powerplays der Gäste und retteten den knappen Vorsprung mit Mann und Maus über die Zeit. Christian Schneider erwies sich dabei einmal mehr als sicherer Rückhalt.

Der Lohn: drei hart erarbeitete Punkte, die durch die Niederlagen von Weiden und Bad Nauheim zusätzlich versüßt wurden. Ein Sieg des Willens, der eindrucksvoll unterstreicht, wozu dieses Team fähig ist. Schon im Dezember hatten die Eispiraten beim 3:1 in Ravensburg – damals mit noch weniger Spielern – ihre Widerstandskraft bewiesen.

Die Towerstars scheinen in dieser Saison ein Lieblingsgegner zu sein: Neun Punkte aus drei Spielen sprechen eine klare Sprache.