Im Kampf um den direkten Klassenerhalt mussten die Eispiraten im vierten Spiel mit 2:3 (1:0, 0:1, 1:2) die vierte Niederlage gegen Kassel hinnehmen. Abermals denkbar knapp und diesmal durch ein Murmeltor, wie es nicht passender für die Lage der Crimmistchauer sein könnte.

Trotz der vor dem Spiel klar verteilten Favoritenrolle entwickelte sich vor knapp 2.200 Fans überraschenderweise ein sehr ausgeglichenes Spiel, in dem die Westsachsen den stark eingeschätzten Schlittenhunden sehr gut Paroli boten. Keines der Teams konnte sich somit richtig in Szene setzen, in der zweiten Hälfte des Drittels brachten sich die Gäste aber durch insgesamt 4 Strafen selbst aus dem Konzept, was die Crimmitschauer durch Goldhelm Wruck in der 15.Minute zu nutzen wussten. Durch die Powerplaymöglichkeiten der Crimmitschauer fiel der 1:0-Pausenstand aus Gästesicht sogar etwas schmeichelhaft aus.

Mit Beginn des Mitteldrittels vergaben die Eispiraten noch ein laufendes Powerplay, mussten sich aber in der Folge den immer stärkeren werdenden Huskies erwehren. Den Hausherren merkte man dann schon sehr deutlich den steilen qualitativen Leistunsgabfall in den eigenen Reihen an, so dass aufgrund etlicher Ungenauigkeiten und Unkonzentriertheiten kaum noch etwas Richtung Gäste-Tor aufgebaut werden konnte. Kassel riss die Partie an sich, ließ Puck und Gegner laufen und hatte damit dann in der 33. Minute – ebenfalls im Powerplay – Erfolg, als Hoelscher zum 1:1 traf. Bis zum Pausentee blieb es bei dem Ergebnis, wobei man das Gefühl nicht los wurde, dass Kassel locker noch ein, zwei Gänge hochschalten konnte, während die Eispiraten schon am Maximum waren.

Die Eispiraten begannen das letzte Drittel wieder mutiger, bekamen dann aber schon in der 43. Minute die kalte Dusche durch Garlents 1:2. Im Anschluss machten sich bis zum Powerbreak Belagerungszustände im Crimmitschauer Drittel breit, denn die Pleißestädter hatten den Gästen kaum mehr etwas entgegen zu setzen, so dass das 1:3 mehrfach in der Luft lag. Erst ein Powerplay sollte wieder Entlastung bringen und sogleich auch den 2:2-Ausgleich durch McGauley (52.). Der Spielstand hielt aber nur 70 Sekunden, denn ein Abpraller von Reich prallte wiederum vom verdutzten Valenti ins Tor (53.) – maximal unglücklich für die Eispiraten. Der Rückstand war ein schwerer Schlag, zumal die Uhr auch nicht mehr viele Möglichkeiten zulassen sollte. Crimmitschau versuchte bis zum Ende alles, auch ohne Torwart, aber Kassel brachte die 3 Punkte sicher nach Hause.