… wartet ein Titelkandidat auf die Eispiraten. Die DEL2 bietet diese Saison auf dem Papier drei Teams als heißeste Anwärter auf den Meistertitel: Düsseldorf, Dresden und Kassel. Gegen die beiden ersten mussten sich die Eispiraten am 1. und 3. Spieltag bereits behaupten und nun bekommen es die Tuores-Schützlinge am 5.Spieltag mit dem Dritten im Bunde, den Kassel Huskies, zu tun.
2026/27 – 5.Spieltag – Freitag, 02.10.2026, 19.30 Uhr
EC Kassel Huskies vs. Eispiraten Crimmitschau
Schiedsrichter: David Cespiva, Jeroen Klijberg (Thomas Herklotz, Tobias Treitl)
Die bisherigen Duelle gegen KASSEL im Überblick.
Die Versuche der Kassel Huskies, in die seit 2010 vermisste DEL zurückzukehren, können inzwischen als „unzählig“ abgestempelt werden. Nach meist dominanten und ambitionierten Hauptrunden hakte es in den vergangenen Jahren stets an der einen oder an der anderen Stelle in den Playoffs, so dass der große Wurf des Aufstiegs bislang nicht gelingen wollte.
Es kam demnach wenig überraschend, dass die Huskies-Verantwortlichen abermals alle der reichlich vorhandenen Mittel eingesetzt haben, um ein schlagkräftiges und talentiertes Team auf die Beine zu stellen, das vom Chefcoach Petteri Väkiparta gelenkt wird. Nach vier Spieltagen haben die Nordhessen auch bereits wieder ihren Stammplatz eingenommen und belegen mit 11 Punkten und 17:9 Toren den 1.Platz.
Endgültig ebenfalls auf der Nummer 1 Position angekommen ist Goalie Philipp Maurer (3 Sp, 2.27 GT/Sp, 92.63%, 0 SO), der sich in den letzten Jahren stetig verbesserte und sich so zum Stammgoalie entwickelte – mit gerade mal 25 Jahren! Vertretungsweise steht mit dem 21jährigen Leon Willerscheid (1 Sp, 2.00 GT/Sp, 93.75%, 0 SO) schon das nächste Torhütertalent in den Startlöchern, das in den kommenden Jahren einen ähnlichen Weg wie Maurer gehen kann.
Im Abwehrverbund setzen die Huskies diese Saison voll auf die deutsche Karte und haben das Lineup entsprechend umgekrempelt. Lediglich Oldie Marco Müller (4 Sp, 0+0) und Ben Stadler (2 Sp, 0+0) verblieben im Team, während mit Johannues Huß (4 Sp, 0+3), Lukas Jung (2 Sp, 0+1), Jimmy Martinovic (4 Sp, 1+0), Lucas Dumont (4 Sp, 0+0) und Leonhard Korus (4 Sp, 0+0) eine gute Mischung aus Erfahrung und Talent an die Fulda wechselte, im Falle von Martinovic, Huß und Dumont gar aus der DEL.Manuel Schams komplettiert die Defensive.
Zum Zungeschnalzen ist die Kaderliste im Angriff, der wohl die besten Kontingentstürmer der Liga aufzubieten hat. Hunter Garlent (CAN, 4 Sp, 2+6) ist ligaweit schon bestens bekannt und erhielt im Sommer nordamerikanische Verstärkung in Person von Matt White (USA, 4 Sp, 2+6), Brendan O´Donnell (CAN, 4 Sp, 3+3) und Chris Wilkie (USA, 4 Sp, 3+1) – allesamt Direktimporte aus der DEL, wo sie viele Jahre und mit reichlich Scorerpunkten unterwegs waren. Dass Coach Väkiparta gar noch einen NHL-erfahrenen Tyler Benson (CAN) sowie einen Yannick Valenti in ein paar Wochen (derzeit beide verletzt) wieder zur Verfügung hat, macht die Huskies-Offensive noch gefährlicher. Da geht es fast unter, dass mit Tristan Keck (D-CAN, 4 Sp, 1+2), Jake Weidner (D-CAN, 4 Sp, 1+2), Michael Bartuli (4 Sp, 1+0), Laurin Braun (4 Sp, 0+4) und Darren Mieszkowski (4 Sp, 3+1) ja auch noch eine ganze Armada an weiteren starken Stürmern mit Erfahrung und Scoringtouch aufläuft. Ein Wiedersehen der Eispiraten wird es mit Till Michel geben (4 Sp, 0+0), der wie Maciej Rutkowski (0 Sp) und Daniil Afonin zu den jungen Stürmertalenten gehört.
Man muss kein Prophet sein, um die Favoritenrolle zu 100% den Kassel Huskies zuzuschieben. Auf die Eispiraten wartet eine wirklich schwere Aufgabe. Nicht unklösbar, aber derzeit führt kein wirklich real vorstellbarer Spielverlauf zu einem Ende, bei dem die Eispiraten mit einem oder mehreren Punkten nach Hause fahren. Es muss für die Crimmitschauer nämlich schon alles zu 110% passen, um die Huskies erfolgreich an die Leine zu nehmen.
Während die Hessen mit 4 Siegen einen blitzsauberen Saisonstart hinlegten, befinden sich die Eispiraten noch ein bisschen in der Weder-Fisch-Noch-Fleisch-Phase. Nach dem Derbysieg über Dresden verpassten es die Westsachsen, in Weiden konsequent nachzulegen. Trotz gefälligem Spiel bei 5-5 war man eben nicht in der Lage, daraus Kapital zu schlagen, denn die wirklich miserable Leistung des Schiedsrichter-Duos Steingroß / Butt am Ende eigentlich gar nicht hätte jucken dürfen. Gepaart mit dem komischen Gepfeife der beiden Streifenhörnchen war es seitens der Crimmitschauer aber dann eben doch von allem ein bisschen zu wenig, um den Weidenern ihre Grenzen aufzuzeigen. Gegen Kassel hingegen muss es dann schon von allem ein bisschen (deutlich) mehr sein, um zu bestehen.
Kadernews
Ausfall: Ole Olleff (Oberkörperverletzung, Ausfallzeit offen)
Fragezeichen: Felix Thomas, Dominic Walsh (Oberkörperbeschwerden)