Im Vergleich zur Niederlage in Memmingen zeigten die Eispiraten gegen die Eisbären Regensburg im heimischen Sahnpark zwar eine Leistungssteigerung, Punkte sprangen aber beim 3:4 (0:2, 3:2, 0:0) dennoch nicht heraus, weil es in der Breite und in der Tiefe des Crimmitschauer Kaders gerade zu viele und deutlich sichtbare Baustellen gibt.

Crimmitschaus Start in die Partie war nicht optimal, denn schon in der 5. Minute ließ man die Marian Bauer zu viel Zeit und Raum, um den Screen vorm Tor abzuwarten und dann an Kevin Reich vorbei ins Kreuzeck zu verwandeln. In der Folgezeit wollten die Hausherren zwar, aber so richtig gefährlich wurde es nur selten bzw. waren viele Schüsse zu ungefährlich, um Top-Goalie Oskar Autio ins Schwitzen zu bringen. Wie einfach man aber Tore schießen kann, zeigte Regensburg in der 14.Minute. Scharfer Pass aus der Ferne vor das Tor und Ontl lenkte per Tipin ins Tor. Den Eispiraten war der Zahn damit erst einmal gezogen.

Mit Beginn des Mitteldrittels zeigten die Eispiraten aber ihr besseres Gesicht, legten noch ein paar Kohlen drauf und konnten sich in der 25.Minute durch Tim Lutz endlich auf das Scoreboard bringen. Es vergingen aber nur 36 Sekunden und schon waren die Pleißestädter wieder mit 2 Toren hinten. Regensburgs Topreihe kombinierte sich spielend hinter die Abwehr der Crimmitschauer und Ward vollendete zum 1:3. Momentum adé. Wechsel für Wechsel holten sich die Westsachsen die Partie wieder zurück und so war es schließlich Adam McCormick, der in der 28.Minute per Bauerntrick erneut verkürzte. Und dieses Mal? Dauerte es 46 Sekunden…. Hauner nutzte chaotische defensive Zustände und sagte „Danke“ zum 2:4. Aber auch von diesem Dämpfer ließ sich Crimmitschau nicht beirren. Die Hausherren waren zwar spielerisch nicht auf bestem Niveau – dazu fehlt derzeit zu viel Qualität und Erfahrung – aber der Kampfgeist war da und ebnete den Weg zu Tim Lutz´ 3:4 in der 40.Minute – was dann sogar bis zur Pause hielt.

Das letzte Drittel glich einem einzigen Anrennen der Crimmitschauer, während Regensburg sein enges und kompaktes Defensivspiel aufzog. Eishockey spielen war da keine Prämisse der Oberpfälzer mehr. Viele der Angriffswellen der Westsachsen verpufften aber, was ein Korn nach dem anderen kostete, weshalb sich auch die richtig dicken Chancen nicht ergaben, geschweige denn hochkarätige Schüsse auf das Tor. Regensburg verteidigte die überwiegend limitierten Angriffsversuche der Eispiraten gekonnt weg, so dass das erste Wochenende ohne Punktgewinn nicht mehr zu vermeiden war.