Herzensmomente im Sahnpark! Rekordspieler Dominic Walsh führte heute das wirklich allerletzte Aufgebot der Eispiraten an, die sich vor 2.500 Fans für eine kämpferische Leistung belohnten und Weiden mit 2:1 (1:1, 1:0, 0:0) niederrangen.

Tim Lutz, Till Michel, Vincent Saponari, Ladislav Zikmund und Nikolas Biggins – die Ausfallliste der Langzeitverletzten ist eh schon lang und dann schlug diese Woche auch noch die Grippe zu. Nur ein Training konnte Jussi Tuores mit einem Häuflein Spielern machen und die Frage vor dem Spiel lautete: „Wer fühlt sich am wenigsten krank?“. Es meldeten sich nicht viele. McGauley, Brune, Trepanier, Scalzo und Reich mussten passen, so dass nur 16 Feldspieler übrig blieben, darunter Lars Hamori aus Chemnitz, der heute Abend wahrscheinlich andere Pläne hatte, sich aber ab 19:30 Uhr im Sahnpark wiederfand.

Beide Teams traten also mit einer Bank an, die kaum kürzer sein konnte, weshalb man sich zu Beginn auch noch abtastete. Crimmitschau war optisch vielleicht etwas besser, aber nicht zwingend. Durch zwei Powerplays bekam Weiden dann Oberwasser und ging in der 17. Minute durch Noah Samanski nicht unverdient in Führung. Dylan Wruck hatte aber keine zwei Minuten später schon die richtige Antwort parat und zimmerte den Puck sauber zum Ausgleich ins Netz.

Im Mittelabschnitt konnten die Eispiraten die Masse an Schüssen der Gäste etwas eindämmen. Die Partie fand auf Augenhöhe statt und bot den Fans ein Auf und Ab. Ein clever herausgespieltes erstes Powerplay der Westsachsen bescherte dann prompt die Führung – Robin Veber kam zu seinem ersten Treffer im Eispiraten-Trikot (30.). Ab diesem Zeitpunkt begann die Abwehrschlacht von Crimmitschau.

Im Schlussabschnitt mussten die Weidener kommen und versuchten nochmal alles. Inzwischen musste nach einem geblockten Schuss auch noch Justin Büsing aussetzen, so dass Lars Hamori zu seinem ersten DEL2-Einsatz kam. Mehrere Belagerungen im eigenen Drittel mussten die Eispiraten wegkämpfen, Entlastung gab es kaum. Christian Schneider und seine Vorderleute passten umso besser auf. Mit letzter Kraft brachten die Crimmitschauer den Sieg über die Zeit und dann begann die große Feier für Dominic Walsh!

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